Das Finanzlexikon & Finanzglossar für Begriffe und Definitionen rund um Finanzthemen

In unserer Begriffssammlung finden Sie eine große Auswahl an Begriffen, Definitionen und Artikel rund um das Thema Finanzen und nachhaltige Investments. Von A bis Z ist in unserem Glossar alles enthalten.

A

Anleger

Der Anleger oder Investor ist ein Wirtschaftssubjekt, das auf dem Markt für Vermögen zum Zwecke Vermögensmehrung verbunden mit einem entsprechenden zeitlichen Horizont eine für ihn persönlich geeignete Lösung nachfragt.

Anleihe

auch Schuldverschreibung, Obligation, Renten(papier) genannt, weil sie so „sicher“ wie die Rente sind.
Festverzinsliches Wertpapier, in der Regel verbunden mit einer Laufzeit und einem festen Zins.
Verbriefung einer Schuld. Die A. ist also Instrument einer zeitlich festgelegten Kreditfinanzierung, demnach also Geldwert. Siehe Asset-Klasse.
Englisch: Bond

AG

Abkürzung für Aktengesellschaft. Die AG ist eine Kapitalgesellschaft. Ihr Grundkapital besteht aus Aktien, die in den Händen ihrer Gesellschafter, den Aktionären, liegen. Als juristische Person haftet die AG gegenüber ihren Gläubigern ausschließlich mit dem Gesellschaftsvermögen.
Auf englisch bedeutet Aktiengesellschaft Corporation (Corp.) oder Public Limited Company (PLC.)
Übrigens: Während bei einer GmbH 25.000 € Stammkapital ausreichen, müssen für eine AG 50.000 € eingezahlt werden.
Das Ziel: Eine AG vergibt also Aktien, um Kapital für eine Unternehmensgründung oder -erweiterung (im Rahmen einer Kapitalerhöhung) zu bekommen. Käufer dieser Aktien (die Aktionäre) werden durch den Kauf automatisch gemeinsame Eigentümer des Unternehmens.
Vorteile: Für Verbindlichkeiten einer AG haftet das Gesellschaftsvermögen, Aktionäre haften lediglich für ihren Teil am Aktienkapital! Die Haftung begrenzt sich also auf die Einlage, die maximal (zu 100 %) verloren werden kann. Es ist eine Beteiligung rein finanzieller Art möglich, somit ist eine Mitwirkung in der Firma nicht von Nöten. Höhere Kreditwürdigkeit aufgrund des hohen Mindestkapitals.
Die Gewinnverteilung in der AG regelt das Aktiengesetz (AktG). Gemäß § 60 AktG wird der Anteil eines Aktionärs am Gewinn der AG durch seine Anteile am Grundkapital der Gesellschaft bestimmt. Je mehr Aktien er besitzt, desto höher ist also seine Beteiligung am Gewinn. Siehe auch Aktie und Asset-Klasse

Asset-Klasse

zu deutsch: Vermögensklasse, Anlageklasse
Innerhalb dieses Anlage-Universums bewegen wir uns, wenn wir darüber nachdenken, unsere Rücklagen zu organisieren, es unterteilt sich in folgende Anlageklassen (alphabetisch sortiert):
Aktien
Anleihen
Immobilien
Infrastruktur
Kunst
Rohstoffe/Edelmetalle/Bäume
Währungen/Krypto
Die jeweilige A. ist entweder dem Geld– oder Sachwert zuzuordnen und eignet sich entsprechend für bestimmte Anlagehorizonte. Der sinnvolle taktische und strategische Einsatz der jeweiligen A., oder auch ein Mix daraus unter Berücksichtigung a) der jeweils vorherrschenden geo- und finanzpolitischen Situation und b) der individuellen Situation eines jeden einzelnen ist die hohe Kunst der Anlageberatung und die Daseinsberechtigung von B€RND $CHMIDT PFAFI. Die mittlerweile gut 30 Jahre praktische Erfahrung ist für den Mandanten von unschätzbarem Wert. Im Service-Archiv Quartalsberichte, sind die Einschätzungen der Vergangenheit seit 1999 dokumentiert.
Jede einzelne A. hat ihre Daseinsberechtigung und findet ihren Platz im sinnvollen Einsatz bei der Organisation unserer Rücklagen. Unser Leben und unser Beruf schafft den Raum und die Voraussetzungen, in die wir unsere Rücklagen sinnvoll einbetten bzw. einsetzen.

Asset

zu deutsch: Vermögen, Anlage
Siehe Asset-Klasse!

Anlageberatung

Wir definieren A. als das Handwerk, den Mandanten in seiner individuellen Situation abzuholen, seine Ziele und persönlichen Herausforderungen zu kennen und vor dem Hintergrund der jeweils vorherrschenden geo- und finanzpolitischen Situation die für ihn sinnvollen Assets nicht nur herauszusuchen – Expertise aus gut 30 Jahren Berufspraxis -, sondern auch die Zusammenhänge verständlich zu machen – „Sie werden die Welt mit anderen Augen verfolgen! Sie werden eine andere Beziehung zu Ihrem Geld leben! –, so dass Sie Ihr maßgeschneidertes Konzept verstehen und anschließend in der praktischen Umsetzung begleiten. Im Anschluss runden regelmäßige Jahresgespräche ab und sichern auch in der Umsetzung Ihre persönliche Zielerreichung. So definieren wir ganzheitliche A.

Allokation

Verteilung (auf die Asset-Klassen)

Aktiengesellschaft

(AG), siehe Asset-Klasse

Anleihen

Geldwert festverzinsliche Wertpapiere, auch Renten(papiere) genannt, weil sie so „sicher“ wie die Rente sind, siehe Asset-Klasse

Aktie

Wertpapier. Hier: Die Verbriefung eines Anteils an einer

B

Biozönose

Eine B. ist eine Gemeinschaft von Lebewesen innerhalb eines abgegrenzten Lebensraumes (Biotop). Sie stehen untereinander in Wechselbeziehungen, ebenso beeinflussen sie die abiotischen Faktoren und werden von ihnen beeinflusst. B. und Biotop bilden zusammen ein Ökosystem.

Biotop

Ein Biotop ist der Lebensraum von bestimmten Lebewesen. Das Wort kommt von den griechischen Wörtern für Leben und „Ort”. Man sagt „der Biotop” oder „das Biotop”.
Das B. beschreibt bei Wissenschaftlern alle Dinge in einem Lebensraum, die selber nicht leben. Dazu gehören zum Beispiel die Temperatur von Luft und Wasser, der Niederschlag oder die Beschaffenheit des Bodens. Diese Dinge haben Einfluss darauf, welche Tiere, Pflanzen und Pilze in einem B. leben können.
Alle Tiere, Pflanzen und Pilze in einem B. bezeichnet man zusammen als „Biozönose”. B. und Biozönose ergeben zusammen ein Ökosystem. So nennen Biologien eine Gemeinschaft von Lebewesen, die sich gegenseitig beeinflussen.

Biodiversität

Oft wird Biodiversität mit Artenvielfalt gleichgesetzt. Es geht um die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten, also auch um die genetische Vielfalt innerhalb einer Art und um die biologische Vielfalt der Lebensräume, wie Wälder, Seen oder Wiesen, auch Ökosysteme genannt. Die Vielfalt dieser drei Ebenen – Gene, Arten und Ökosysteme – ergeben zusammen die B., die biologische Vielfalt. Kurz: das Leben auf unserer Erde.
Wie viele Arten von Lebewesen es auf der Erde gibt, ist unbekannt. Schätzungen schwanken stark, sie gehen von 5 bis 100 Millionen Arten aus. 1,8 Millionen Arten, also nur ein Bruchteil, sind wissenschaftlich erfasst. Riesige Schatzkammern der Natur, so genannte Hot Spots, finden sich in Meeren, den Tropen und auch alten Kulturlandschaften. Die biologische Vielfalt ist nicht gleichmäßig verteilt. Durch Klima- und andere Standortfaktoren sind Regionen mit einer besonders hohen Dichte an Arten, Ökosystemen und Genressourcen entstanden. In den tropischen Regenwäldern werden insgesamt 50 bis 70 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten vermutet. 
Für uns sind die Leistungen der biologischen Vielfalt etwas völlig Selbstverständliches. Wenn wir genau hinsehen, wird schnell klar, dass die B. ein gigantischer Dienstleister ist. Arten liefern Nahrungsmittel, Rohstoffe und Arzneien. Ökosysteme sorgen für saubere Luft, sauberes Wasser und fruchtbare Böden, sie leisten Hochwasser- und Erosionsschutz. Als Lebensraum bieten sie uns Erholung und Freizeitmöglichkeiten. Die Industrie ist direkt von vielen Rohstoffen abhängig, wie Holz, Ölen, Mineralien oder Farbstoffen. Arten liefern außerdem Vorbilder für technische Innovationen. Ein interessantes Beispiel ist der Lotus-Effekt, abgeleitet von der selbstreinigenden, extrem abweisenden Blattoberfläche der Lotusblume.
Gefunden: weleda.de

Bond

zu deutsch: Anleihe, siehe Anleihe

BVI

Bundesverband Investment und Asset Management e.V. Der BVI ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Heute vertritt er die Interessen von 116 Fondsgesellschaften und Asset-Managern mit 4 Billionen Euro Anlagekapital für Privatanleger, Versicherungen, Altersvorsorgeeinrichtungen, Banken, Kirchen und Stiftungen. Insgesamt sind hierzulande rund 700 Fondsgesellschaften im Markt aktiv, von der unabhängigen Fondsboutique bis zur konzerneigenen Banken- oder Versicherungstochter. Die 116 Mitglieder des BVI verwalten ein Gesamtvermögen von 4 Billionen Euro und decken damit über 95 Prozent des Marktes ab. 50.000.000 private und institutionelle Anleger investieren direkt oder indirekt in Fonds. 300.000 Arbeitsplätze profitieren von der Fondswirtschaft (Stand 07.2022) Quelle: bvi.de

Blindpool

B. bezeichnet bei geschlossenen Fonds die fehlende Festlegung, in welche Projekte bzw. Objekte der Fonds investiert wird. Anleger wissen zum Zeitpunkt ihres Einstiegs in den Fonds nicht, was der Fonds mit zugeflossenen Mitteln erwerben wird.

Basiswissen zu Fonds

C

CCBA

CLIMATE, COMMUNITY & BIODERVERSITY ALLIANCE. Eine Partnerschaft von CARE, CONSER$VARION INTERNATIONAL, The NATURE CONSERVANCY, der RAINFOREST ALLIANCE und der WILDLIFE CONSERVATION SOCIETY.
Die CCBA ist eine einzigartige Partnerschaft führender internationaler NGOs, die 2003 mit dem Ziel gegründet wurde, Landbewirtschaftungsaktivitäten anzuregen und zu fördern, die den globalen Klimawandel glaubwürdig mildern, das Wohlergehen verbessern und die Armut lokaler Gemeinschaften verringern und die biologische Vielfalt erhalten. Die CCBA bringt verschiedene Interessengruppen durch einen transparenten und integrativen partizipativen Prozess zusammen, um Standards und Instrumente zu entwickeln, die qualitativ hochwertige Landbewirtschaftungsaktivitäten mit vielfältigen Vorteilen anregen, identifizieren und fördern.

CCB

Abkürzung für climate community biodiversity
Der Climate, Community & Biodiversity (CCB) Standard identifiziert Projekte, die sich gleichzeitig mit dem Klimawandel befassen, lokale Gemeinschaften und Kleinbauern unterstützen und die biologische Vielfalt erhalten bzw. verbessern.
Die von VERRA verwalteten CCB-Standards wurden von der CLIMATE, COMMUNITY & BIODERVERSITY ALLIANCE (CCBA) entwickelt.
Übrigens: Fast 200 Projekte wurden nach den CCB-Standards validiert, von denen nur 50 eine vollständige Überprüfung erhalten haben. THE GENETAION FOREST ist einer davon.
CCB-Projekte erstrecken sich über 60 Länder auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis. Projekte, die nach den CCB-Standards validiert und verifiziert wurden, umfassen mehr als 10 Millionen Hektar, eine Fläche von der Größe Islands.

CO2-Fußabdruck

Nachhaltig Investieren und CO2 reduzieren

Der C. ist eine Bezeichnung für die Menge von CO2-Emissionen, die direkt und indirekt durch eine Aktivität, eine Unternehmung oder einen Prozess verursacht wird.
Die frei zugänglichen CO2-Rechner bieten meist an, ungefähr die verursachten Treibhausgas-Emissionen einer Person einzuschätzen.

Hier geht´s zum BAYERISCHES LANDESAMT FÜR UMWELT CO2-Rechner. – Finden Sie heraus, in welchen Bereichen Sie bereits einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und wo noch Ihre Potentiale heute und auch morgen verborgen sind.

Er gibt Ihnen Orientierungs- und Näherungswerte für die von Ihnen mit Ihrem Lebensstil pro Jahr wahrscheinlich verursachte Menge an CO2-Ausstoß.

CSRD

Corporate Sustainability Reporting Directive – EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeits-Berichtserstattung Mit dem Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinien 2013/34/EU, 2004/109/EG und 2006/43/EG und der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, plant die Europäische Kommission Unternehmen zur Veröffentlichung von Informationen zur Nachhaltigkeit ihrer Geschäftstätigkeit zu verpflichten. Das Gesetzgebungsverfahren begann am 22. April 2021 mit der Veröffentlichung des Entwurfs durch die Kommission. Eine Anwendbarkeit ist für Geschäftsjahre beginnend mit dem 1. Januar 2023 geplant. Die Richtlinie regelt die Berichtspflichten von Unternehmen bezüglich der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsthemen, sofern diese wesentlich für ihr Geschäftsergebnis oder aus ökologischen oder sozialen Gründen wesentlich sind. Wobei einer der Gründe ausreicht um der Pflicht der Nachhaltigkeits-Berichterstattung zu unterliegen.

CO2-Zertifikat

Ein Zertifikat ist im Umweltrecht ein verbrieftes Recht, in einem bestimmten Zeitraum eine bestimmte Menge eines Schadstoffes zu emittieren. CO2-Zertifikate sind an den Energiebörsen (beispielsweise an der EEX) handelbar, wodurch das CO2-Emissionsrecht einen Marktpreis bekommt. Indem immer weniger Zertifikate ausgegeben werden, sollen die Unternehmen einen Anreiz erhalten, in klimafreundliche Techniken zu investieren. Seit 2013 gibt es eine EU-weite Zertifikat-Obergrenze (Cap) und EU-weit einheitliche Zuteilungsregeln. Wobei der überwiegende Teil der Emissionszertifikate nicht mehr kostenlos vergeben, sondern versteigert wird. Das Cap verringert sich bis 2020 um 1,74 Prozent pro Jahr. Die Erlöse aus der Versteigerung fließen zu mehr als 90 Prozent in den Klimaschutz. Quelle: https://www.bundesregierung.de

CO2

Kohlen(stoff)dioxid. C. ist die chemische Summenformel für das aus Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O2) bestehende Molekül Kohlenstoffdioxid, auch als Kohlendioxid bekannt. Das Gas Kohlenstoffdioxid ist farblos, gut in Wasser löslich, nicht brennbar, geruchlos und ungiftig. Es ist neben Stickstoff, Sauerstoff und sogenannten Edelgasen ein natürlicher Bestandteil der Luft und ist eines der bedeutendsten Treibhausgase. C. macht mit nur etwa 0,038 % einen geringen Teil der Luft aus, hat aber in seiner Funktion als Treibhausgas eine entscheidende Rolle für unser Klima: C. absorbiert einen Teil der von der Erde in das Weltall abgegebenen Wärme und strahlt diese zurück auf die Erde. Durch diesen natürlichen Treibhauseffekt entsteht auf der Erde das uns bekannte gemäßigte Klima, welches Flora und Fauna gedeihen lässt. Kohlenstoffdioxid kommt natürlich und in großen Mengen in der Erdatmosphäre vor. Es ist ein natürliches Nebenprodukt der Zellatmung vieler Lebewesen und entsteht zudem bei der Verbrennung von Holz, Kohle, Öl oder Gas. Auch beim Zerfall toter Organismen oder durch natürliche C.-Quellen, wie beispielsweise Vulkangase, wird Kohlenstoffdioxid frei. Einmal in die Atmosphäre abgesondert, baut sich C. im Gegensatz zu anderen Stoffen nicht selbst ab. Im Zuge des sogenannten Kohlenstoffkreislaufs wird freigesetztes C. entweder durch Gewässer physikalisch gespeichert oder durch Grünpflanzen im Zuge der Photosynthese abgebaut. Dabei wird mit Hilfe von Sonnenlicht Kohlenstoffdioxid in Glucose (die als kohlenhydrathaltige Biomasse ein Grundstoff für alle Organismen ist) und Sauerstoff umgewandelt. Der Sauerstoff wird an die Umgebung abgegeben. Diese natürlichen Kohlenstoffdioxidspeicher werden auch „Kohlenstoffsenken“ genannt. Den Superbaum Paulownia pflanzen und großflächig CO2 aus der Luft filtern.

D

Dividende

Quasi als Anerkennung werden die Aktionäre am Erfolg, also am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Das geschieht in Form einer Dividende, die gewöhnlich jährlich ausgeschüttet wird. Die Dividende ist der Gewinnanteil eines Unternehmens, der direkt an die Aktionäre geht. Der „Zins“ der Aktie 3 % Dividendenrendite per annum sichern.

Depotbank

Fond#Fondsgesellschaften sgesellschaften dürfen die von ihr aufgelegten Sondervermögen (Fonds) nicht selbst verwahren, damit dieses strikt vom Vermögen der Gesellschaft getrennt bleibt. Die Verwahrungsaufgabe übernimmt die #Depotbank. Bei Fondsgesellschaften von Banken übernehmen zumeist die Mutterinstitute diese Aufgabe. Aufgabe der Depotbank sind die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen sowie die Prüfung der von der Fondsgesellschaft ermittelten börsentäglichen Ausgabe- und Rücknahmepreise, die Durchführung der Ausschüttungen an die Anteilinhaber, aber auch die Abwicklung des Fondsvermögens im Falle der Auflösung des Fonds. Quelle: FAZ.NET Börsenlexikon

DAX®

Der DAX® ist der bedeutendste deutsche Aktien-Index. Derzeit misst er die Wertentwicklung der 40 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes und repräsentiert rund 80 Prozent der Marktkapitalisierung börsennotierter Aktiengesellschaften in Deutschland. Er wurde am 01.07.1987 eingeführt und wurde damals auf 1.000 Punkte nominiert. Aktuell liegt er bei 13.214,727 (04.11.2022, 09h28). Wer also zu Beginn 1.000 € in den DAX® investiert hätte (und alle Anpassungen im Lauf der gut 35 Jahre 1:1 nachvollzogen hätte), hätte heute seinen Einsatz gut ver13facht, also 13.214,73 €, eine jährliche Rendite von 7,398 %. Unter uns: Eine Rendite, mit der jeder Anleger hochzufrieden ist!

E

ESG

Environmental Social Governance – zu Deutsch: Umwelt, Soziales und
Unternehmensführung
Unter E. versteht man die Berücksichtigung von Kriterien aus den Bereich
Umwelt (Environmental),
Soziales (Social) und
verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance).

ETF

Exchange Traded Fund – Ein Investmentfonds, der fortlaufend an einer Börse gehandelt wird und die Wertentwicklung eines Index oder Strategie, wie beispielsweise des DAX oder eines definierten Segmentes, abbildet.
Meist als Synonym für einen Indexfonds benutzt.
Ein in der Regel passives Mandat, das heißt, das Fondsmanagement investiert also das Fondsvermögen nicht auf Basis eigener Meinungen, sondern bildet die Wertentwicklung einer vorab definierten Benchmark bzw. Strategie in Form eines Finanzindexes nach. Es werden auch aktiv gemanagte E.s angeboten, diese haben aber einen sehr geringen Marktanteil. Dabei ist auch die Abgrenzung zu Strategieindizes nicht scharf.
E.s werden gern genutzt, um den vermeintlichen hohen Gebühren bei An- und Verkauf und den vermeintlich hohen Gebühren für die Fonds auszuweichen. Da bei einem E. jedoch lediglich passiv und stumpf ein Index nachgebildet wird, ist er auch im besten Fall nie so gut wie der Index selbst. Ein aktives Mandat ist im Gegensatz dazu in der Lage den Index – trotz Gebühren – zu schlagen.
Wichtig: Es ist zwischen physischen und synthetischen E.s zu unterscheiden: Ein physischer E. repliziert die Wertentwicklung des Index, indem er alle oder einen Teil der Indexbestandteile physisch hält. Währenddessen repliziert ein synthetischer E. die Wertentwicklung des Index über Swap-Vereinbarungen.

Die Wahl der Replikationsmethode hängt zum Teil von der Anzahl an Werten ab, die im nachzubildenden Index enthalten sind. Die Replikationsmethode hat einen Einfluss auf die Kosten, die Performance und das Tracking Error eines E.s, und die Sicherheit des investierten Vermögens. Die drei unterschiedlichen Replikationsmethoden von E.s sind: physische Replikation, Sampling und die synthetische Replikation.

Physische Replikation – Echter Nachbau – Sachwert!!! Anders als synthetische E. kaufen physisch replizierende E.s die einzelnen Werte entsprechend ihrer Gewichtung im Index. Bei Aktienindizes wie dem DAX, der aus 30 Aktien besteht, ist diese Form der Replikation kostengünstig durchzuführen. Viele populäre Indizes enthalten jedoch weitaus mehr Aktien als der DAX. Zum Beispiel bildet der MSCI World Index die Wertentwicklung von mehr als 1600 einzelnen Aktien ab. Der Kauf aller darin enthaltenen Werte ist daher aus Kostengesichtspunkten nicht sinnvoll. In solchen Fällen wird häufig auf die Sampling-Methode zurückgegriffen.
Sampling Auch bei der Replikationsmethode Sampling investiert der E. in die dem Index zugrundeliegenden Werte direkt. Jedoch wird die Auswahl der Werte aus dem Index auf diejenigen begrenzt, die eine gewisse Gewichtung im Index ausmachen und liquide handelbar sind. Bspw. sind im MSCI World Index Aktien enthalten, die mit weniger als 0,01 % gewichtet sind und somit die Wertentwicklung des Indexes geringfügig beeinflussen. Dazu sind solche Aktien häufig illiquide. Daher investiert der E. zum Beispiel in solche Aktien nicht, da der Verzicht nur zu einer minimalen Abweichung von der tatsächlichen Wertentwicklung des Index führt, Kosten dagegen eingespart werden.
Synthetische E. – künstlicher Nachbau – KEIN Sachwert!!! Synthetisch replizierende E.s investieren nicht ausschließlich in die Werte des nachzubildenden Indexes. Theoretisch kann ein synthetisch replizierender E. in ganz andere Werte investiert sein, und wird trotzdem die Wertentwicklung des Index bestmöglich nachbilden. Denn über Swap-Geschäfte (Tausch von Zahlungsströmen) bekommt der E. die für die Wertentwicklung des Index notwendigen Zahlungen von einer weiteren Partei, dem Kontrahenten. In der Regel ist dieser Kontrahent die Muttergesellschaft des E.-Anbieters.

Während diese Replikationsmethode bei E.s auf Aktienindizes hinsichtlich der Kosten und der Performance gegenüber einer physischen Replikation vorteilhaft sein kann, ist die synthetische Replikation bei anderen Anlageklassen nahezu unverzichtbar. Bspw. kann ein Rohstoffindex schwer physisch repliziert werden. In Rohstoffindizes sind unter anderem Getreide wie Weizen und Mais enthalten. Diese physisch zu erwerben und für die Abbildung der Wertentwicklung des Rohstoffindex zu lagern, wäre viel zu teuer. Daher wird bei E.s auf Rohstoffindizes die Wertentwicklung der dem Index zugrundeliegenden Rohstoffe über Swap-Geschäfte abgebildet.

Vor- und Nachteile unterschiedlicher Replikationsmethoden (Replikation – Nachbildung) Da ein synthetisch replizierender E. nicht die einzelnen Werte eines Index kaufen muss, entstehen bei dieser Methode weniger Kosten als bei der physischen Replikation, bei der jede einzelne Aktie entsprechend ihrer Gewichtung im Index gekauft wird. Dies macht sich in der Verwaltungsgebühr von E.s auf den gleichen Index bemerkbar, die bei synthetischen E.s in der Regel geringer sind als bei physischen E.s.
Die Kosten des einzelnen Kaufs können auch zu größeren Abweichungen der Wertentwicklung (=Tracking Error) des E.s im Vergleich zum nachzubildenden Index führen als es bei synthetischen E.s der Fall ist. Bei der Sampling-Methode ist das Tracking Error tendenziell am höchsten, da hier nicht in alle Werte aus dem Index investiert wird.
Noch wichtiger als die Abweichung der Wertentwicklung allgemein, ist die Performance des E.s abzüglich der Verwaltungsgebühr, besonders im Vergleich zur Performance des zugrundeliegenden Index (Tracking Difference). Während synthetische E.s zwar nicht immer besser abschneiden als physische E.s, liegen die synthetischen E.s häufig vorne.
Ein synthetisch replizierender E. ist meist hinsichtlich der steuerlichen Behandlung vorteilhaft, da die Zahlungsströme, die der E. von dem SWAP-Partner erhält, steuerlich anders behandelt werden als bei einem physisch replizierenden E. Dies macht sich besonders bei E. auf den wichtigen US-Amerikanischem Aktienmarkt bemerkbar, da hier zusammen mit einem günstig gewählten rechtlichen Sitz des E. (Fondsdomizil) Dividendengewinne nahezu steuerfrei vereinnahmt werden können.
Bei synthetisch replizierenden E.s wird als Nachteil oft das Kontrahenten-risiko genannt. Häufig ist der Kontrahent die Muttergesellschaft des E.-Anbieters oder eine andere Großbank, die bessere Konditionen anbietet. Der Anteil am verwalteten Vermögen des E.s, der in Swap-Geschäfte oder andere Derivate investiert werden darf, ist per Gesetz (OGAW-Richtlinie) auf 10 % beschränkt. Das bedeutet, dass 90 % des verwalteten Vermögens besichert sein muss, es also in Form von Wertpapieren oder als Bankguthaben als Sicherheit hinterlegt sein muss. In den seltensten Fällen reizen E.-Anbieter diese Grenze aus, oft ist nur ein viel geringerer Anteil als 10 % in Swap-Geschäften investiert. Das Kontrahentenrisiko besteht nun darin, dass der Geschäftspartner, mit dem das Swap-Geschäft eingegangen wurde, in Zahlungsschwierigkeiten kommt oder sogar vollständig ausfällt. Dann könnte dieser Kontrahent im schlimmsten Fall die zugesicherten Zahlungen, die für die Abbildung des Indexes notwendig sind, nicht tätigen. Das Kontrahentenrisiko ist überschaubar, da ein Ausfall der Geschäftspartner sehr unwahrscheinlich und der nicht besicherte Anteil in der Regel weitaus geringer als 10 % des verwalteten Vermögens ist. Bei einigen E.-Anbietern, wie z.B. der DWS, ist der Anteil an unbesicherten Swap-Geschäften bei den meisten E.s sogar 0 %, so dass diese Übersicherung das Kontrahentenrisiko eliminiert. Zudem wird die Besicherung der Swap-Geschäfte üblicherweise täglich zurückgesetzt. Entwickelt sich zum Beispiel der dem E. zugrundeliegende Index besser als die hinterlegten Sicherheiten, so ist der Kontrahent verpflichtet, diese Differenz auszugleichen. Da dies in der Regel täglich stattfindet, ist das Risiko, dass der Kontrahent den Zahlungsausgleich nicht tätigen kann, stark begrenzt.
Ein weiterer Grund dafür, dass synthetische E.s aufgrund des Kontrahentenrisikos nicht zwangsläufig riskanter als physische E.s sind, ist die Wertpapierleihe bei physischen E.s. Um die Rendite von physischen E.s zu verbessern, verleiht der E.-Anbieter Teile seines Portfolios an Kontrahenten, zum Beispiel an Hedgefonds oder andere institutionelle Anleger. Dafür erhält der E. Sicherheiten, eine Leihgebühr und der Kontrahent ist verpflichtet die Wertpapiere wieder zurückzugeben. Falls nun der Kontrahent aufgrund von extremen Veränderungen der Marktlage nicht mehr in der Lage ist, die Wertpapiere zurückzugeben, würde ein Verlust in Höhe der Differenz des verliehenen Wertpapiere und der hinterlegten Sicherheiten für den E. entstehen. Somit gibt es auch ein Kontrahentenrisiko bei physisch replizierenden E.s. Quelle: growney.de/finanzwiki/

Empfehlung für Privatanleger
Wir empfehlen ganz klar aktive Mandate, denn wir wollen den Sachwert dahinter haben und nicht irgendwas synthetisch Nachgebautes, das nie besser als die Vorlage sein kann.

ETC

Exchange Traded Commodities (ETCs) sind börsengehandelte Wertpapiere, die Anlegern eine Investition in die Anlageklasse Rohstoffe (engl.: Commodities) erlauben. Es handelt sich um eine Sonderform von Zertifikaten, genauer gesagt um unbefristete, besicherte Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten. ETCs sind ähnlich ausgestaltet wie börsengehandelte Indexfonds (ETFs) und haben mit diesen viele Vorteile gemeinsam: Sie sind offen strukturiert, kostengünstig und ihre Preisbildung ist transparent. Sie verfügen über eine unbegrenzte Laufzeit, werden an der Börse gehandelt und bieten Anlegern zudem ein hohes Maß an Liquidität. Rechtlich gesehen stellen ETCs jedoch unbefristete, besicherte Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten dar und nicht Sondervermögen, wie das bei Fonds der Fall ist. Quelle: www.boerse.de/boersenlexikon/

EEX

European Energy Exchange AG – Die Europäische EnergieBörse mit Sitz in Leipzig ist der größte Handelsplatz für Energie in Europa. An der Energiebörse werden neben Strom unter anderem auch Erdgas, Kohle und Öl sowie energienahe Produkte und CO2-Zertifikate frei gehandelt. https://www.eex.com/de/ Besser als CO2-Zertifikate kaufen: Mit seinem Geld eine direkte messbare, nachhaltige Wirkung erzielen. Geld wirkt. Pro € 30.000 10t CO2einsparen. CTA

F

Fondswirtschaft

Die F. ist neben den Banken und Versicherungen die dritte Säule der Finanzwirtschaft. Quelle: BVI

Fonds

G

Greenwashing

Eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen, ohne dass es dafür eine hinreichende Grundlage gibt. Der Versuch (von Firmen, Institutionen), sich durch Geldspenden für ökologische Projekte, PR-Maßnahmen o. Ä. als besonders umweltbewusst und umweltfreundlich darzustellen. Nach eigner Einschätzung: Moderner Ablasshandel. In diesem Zusammenhang siehe: Impact Investing – sich nicht nur einen grünen Anstrich verpassen, sondern eine echte nachhaltige Wirkung erzielen – Stichwort “Geld wirkt!”

Green Bonds

Nachhaltig investieren - Grüne ETFs, Fonds und mehr

Grüne Anleihen, siehe Anleihe. Also ein festverzinsliches Wertpapier, das zur Kapitalbeschaffung für Aktivitäten zur Verringerung bzw. Verhinderung von Umwelt- bzw. Klimaschäden dient. G.B. sind Finanzinstrumente, die dem Bereich „Green Finance“ zuzuordnen sind. Oft handelt es sich bei ihnen um einfache Anleihen (mit fester Verzinsung und bei Fälligkeit voll ablösbar) oder forderungsbesicherWertpapiere, die sich von anderen Wertpapieren durch die besondere Verwendung der Mittel für Umweltthemen unterscheiden.

Manche G.B. sind von Firmen aus der Umweltbranche emittierte Unternehmensanleihen, andere sind direkt Umwelt- oder Klimaprojekten zugeordnet oder finanzieren Tranchen von mehreren Projekten. Dabei sind die G.B. eines Emittenten i.d.R. gleichrangig zu seinen anderen Emissionen. Das finanzielle Risiko hängt entsprechend von der Bonität des Emittenten ab und nicht vom „grünen“ Projekt selbst.

Die Bewertung von G.B., inklusive fundamentaler und technischer Faktoren, obliegt dem Markt. Dabei spielt die Transparenz des Gr.B.-Emittenten hinsichtlich der Mittelverwendung eine zentrale Rolle für Investoren für seine Attraktivität und nicht etwa ein möglicher Renditeaufschlag für den G.B. Jedoch beeinflusst die Transparenz allein nicht das Risiko-Rendite-Profil der Anleihe.

Entwicklung: Gr.Bs. haben in den vergangenen zehn Jahren eine dynamische Entwicklung erfahren. Nachdem die ersten G.B. erst in 2007 von der Weltbank herausgegeben wurden, wuchs das jährliche Volumen an neuen G.B. bis 2017 auf ca. 160 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht zwar aktuell weniger als drei Prozent des globalen Anleihenmarktes, für 2018 erwarten Voraussagen aber bereits ein Volumen von neuen Gr.Bs. zwischen 250 und 300 Mrd. US-Dollar und für 2020 von bis zu einer Billion US-Dollar. Die Gründe für das dynamische Wachstum des Marktes für G.B. sind vielfältig.

Dazu tragen bei: der seit der Klimakonferenz von Paris in 2015 wachsende Fokus von internationalen Organisationen und Investoren auf die Klimaerwärmung, die stärkere Beachtung nichtfinanzieller Risiken und eine diesbezügliche Unternehmensberichterstattung, die Professionalisierung des Marktes durch Standards und Leitlinien, der Eintritt neuer Emittentengruppen (nicht mehr nur Entwicklungsbanken, sondern auch andere Banken und Unternehmen sowie einzelne Länder) sowie die breitere geografische Herkunft sowohl der Emittenten als auch der finanzierten Projekte (mit immer mehr Aktivitäten von Emittenten aus Entwicklungsländern). Einen Überblick über den Markt geben eigens für G.B. entwickelte Indizes, z.B. der Bloomberg Barclays MSCI Global Green Bond Index

Quelle: GABLER Banklexikon

Geld wirkt. Pro € 30.000 jährlich 10t CO2 einsparen.

Geldwert

Gegenspieler zum Sachwert, unterliegt der Inflation (=geldwertes Risiko)

GEEREF

Global Energy Efficiency and Renewable Energy Fund – Der von der Europäischen Investitionsbank (EIB)-Gruppe beratene GEEREF ist ein innovativer Dachfonds, der Kapital des privaten Sektors in Projekte im Bereich der sauberen Energie in Entwicklungs- und Transformationsländern investiert. Investoren: Europäische Union (EU), BUNDESAMT für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz https://geeref.com

H

Homeoffice

In Zeiten von Corona beschäftigen viele Unternehmen ihre Angestellten im H. Früher passierte die Heimarbeit noch auf Wunsch, doch heute ist sie eine neue Realität für viele Arbeitgeber- und Arbeitnehmer. Als Führungskraft wirft die Arbeit von zu Hause völlig neue Fragen auf. Wie steht es zum Beispiel um das gegenseitige Vertrauen? Wie kannst Du das Vertrauen Deiner Mitarbeiter:innen – auch in der Ferne – gewinnen?
Vertrauen – die Basis für das H.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – so ein altbewährtes Sprichwort. Auf das H. trifft jedoch das Gegenteil zu. Kontrollen sorgen nur für Druck und Stress. Vertrauen hingegen signalisiert zum einen eine Beziehung auf Augenhöhe. Zum anderen bildet es den Ausgangspunkt für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Distanz. Vertrauen passiert nicht von heute auf morgen – nur weil Du in der Chefetage sitzt, haben Deine Angestellten nicht automatisch das Gefühl, dass sie sich auf Dich verlassen oder mit Dir offen reden können. Eine aktuelle Corona-Umfrage hat ergeben, dass Führungskräfte ihren Mitarbeitern wesentlich mehr Vertrauen schenken als umgekehrt, die Mehrheit aller Arbeitgeber:innen vertrauen ihren Mitarbeitern uneingeschränkt oder weitgehend.
Leider kommt von diesem Vertrauen nur wenig bei den Mitarbeitern an, denn die Hälfte der befragten Angestellten befürchtet, dass ihnen ihr:e Chef:in im H. nicht vertraut. Viele haben den Eindruck, dass ihnen im H. misstraut oder ihre Arbeit nicht genügend wertgeschätzt wird – die Motivationskiller schlechthin! Als Führungskraft musst Du dafür sorgen, dass Dein Vertrauen bei den Mitarbeitern ankommt und verstanden wird. Hier nun Anregungen, wie das gehen kann:
Wie schafft man Vertrauen im Homeoffice?
Vertrauen ist Beziehungssache und braucht Zeit. In der Arbeitswelt müssen Mitarbeiter:innen und Führungskräfte ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Erst die langfristigen persönlichen Erfahrungen, die Angestellte mit ihren Vorgesetzten sammeln, lassen Vertrauen entstehen – oder eben auch nicht. Ein:e Chef:in, der/die sich immer nur von seiner/ihrer unnahbaren Seite zeigt, nie Zeit für Gespräche hat und seine/ihre Mitarbeiter:innen pausenlos kontrolliert, wird so schnell wohl nicht als vertrauenswürdig eingestuft werden. Besonders im Homeoffice, wenn der persönliche Kontakt komplett wegfällt, ist gegenseitiges Vertrauen jedoch wichtiger als je zuvor.
1. Kommunikation fördern
Bei der Arbeit von zu Hause fallen die täglichen Begegnungen und kurzen Gespräche in der Teeküche weg. Ohne den Austausch mit anderen fühlen sich Eure Mitarbeiter:innen schnell isoliert. Als Vorgesetzte:r solltest Du die Kommunikation im H. aktiv fördern. Du kannst z. B. ein- oder zweimal täglich Kaffeepausen per Videokonferenz veranstalten. Das ist die Gelegenheit, um gemeinsam mit Deinem Team über das vergangene Wochenende oder den nächsten Urlaub zu plaudern. Zeige dich möglichst nahbar und locker – so lernen dich deine Angestellten auf einer persönlichen Ebene kennen. Je besser sie Dich kennen, desto mehr vertrauen sie Dir.
2. Hilfe anbieten
Die Telearbeit eignet sich nicht für jeden Angestellten gleich gut. Während die einen es lieben, im H. zu arbeiten, halten die anderen es kaum aus und können sich nur schwer motivieren. Hinzu kommt die lähmende Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, wenn man weniger produktiv ist, als am regulären Arbeitsplatz. Als Vorgesetzte:r gewinnst Du das Vertrauen Deiner Mitarbeiter:innen bei Gesprächen über ihre Herausforderungen im H. Bei jenen Mitarbeitern, die sich auf biegen und brechen selbst nicht motivieren können, kannst du Unterstützung anbieten. Deine Hilfsbereitschaft wird der oder die Angestellte wohl so schnell nicht mehr vergessen – Du weckst das Gefühl, der Person den Rücken stärken zu wollen.
3. Freiheiten schenken
Viele Führungskräfte haben Angst, die Kontrolle über ihre Angestellten im H. zu verlieren. Anders als im Büro kannst Du das Arbeitsverhalten Deiner Mitarbeiter:innen im H. nicht überprüfen. Obwohl Du vielleicht sehr versucht bist: Kontrolliere nicht jeden einzelnen Schritt Deines Teams! Falls Du Deinen Mitarbeitern hingegen Freiheiten gibst, werden sie schon bald bemerken, dass Du ihnen vertraust. So musst Du nicht den Weg zu einem bestimmten Ziel überwachen, sondern Du bewertest das Endergebnis. Dein Team fühlt sich wertgeschätzt und wird Dich höchstwahrscheinlich mit Vertrauen belohnen.
4. Regeln aufstellen
Wie es am regulären Arbeitsplatz klar definierte Regeln gibt, braucht es diese noch viel mehr im H. Wenn Du als Führungskraft klare Grundregeln für die Telearbeit aufstellst, kann Dein Team gezielter arbeiten. Hinzu kommt, dass Dir Deine Mitarbeiter:innen wesentlich mehr vertrauen, sobald sie bemerken, dass Du alles unter Kontrolle hast. H.-Leitlinien eignen sich sehr gut, um z. B. die Kernarbeitszeit, Erreichbarkeit und Pausenankündigungen schriftlich festzuhalten. So können Deine Mitarbeiter:innen auch jederzeit nachlesen und sich die Regeln nochmals in Erinnerung rufen.
5. Wertschätzung und Lob im H.
Während im normalen Büroalltag Wertschätzung Lob leicht zu integrieren sind, fällt das im Homeoffice schon wesentlich schwerer. Wenn Chefs im eigenen H. zur Kaffeemaschine gehen, treffen sie eben keine 2-3 Kollegen, denen Sie aufmunternde oder anerkennende Worte mitgeben können. Versuche daher jedem im H.-Team täglich eine kurze Rückmeldung (z.B. Smiley) oder ein kurzes Lob per Telefon zukommen zu lassen.
Gegenseitiges Vertrauen – eure Erfahrungen
Vertrauen bildet also die Basis für die erfolgreiche Zusammenarbeit im H. Als Vorgesetzte:r hast du allerdings das Vertrauen Deiner Angestellten nicht automatisch in der Tasche. Gefunden auf XING! am 09.11.2022. Autor: theyoungprofessional.de.

Siehe auch Work-Life-Balance und Work-Life-Blending.

I

Investmentfonds

Sondervermögen eines Vermögensverwalters, siehe Vermögensverwalter, siehe UCITS und OGAW Zum Schutze der Anleger: 1.) Das Sondervermögen darf im Konkursfall der KVG nicht zur Konkursmasse der KVG gerechnet werden. Es gehört allein den Anlegern! 2.) Das Sondervermögen ist zudem extern getrennt vom Betriebsvermögen bei einer externen Depotbank zu verwalten. Die Depotbank handelt auf Anweisung der KVG im Sinne der im Verkaufsprospekt festgelegten Richtlinien. Es ist zwischen aktiven und passiven Mandaten / Sondervermögen zu unterscheiden. Das passive Mandat ist in der Regel der ETF, siehe ETF, das aktive Mandat wird individuell markt- und situationsbedingt gemanagt. 90 % der aktiven Mandate schlagen ihren Vergleichsindex nicht, der per se ja keine Kosten hat. Es heißt im Umkehrschluss aber auch, dass 10 % ihren Vergleichsindex schlagen, in der Regel sehr regelmäßig, nahezu „planbar“. Es ist zwischen offenen und geschlossenen I. zu unterscheiden. Bei offenen Investmentfonds gibt die Fondsgesellschaft laufend neue Anteile aus. Die Anzahl der umlaufenden Anteile ist nicht begrenzt. Weiterhin ist die Kapitalanlagegesellschaft verpflichtet, die Anteile jederzeit wieder zurückzunehmen. Zum Ende des Jahres 2020 wurden weltweit etwa 126.457 offene Investmentfonds verwaltet. Bei geschlossenen I. ist die Zahl der ausgegebenen Anteile bzw. das Kapital von vornherein festgelegt und in der Regel mit einer bestimmten Zahl an Zielinvestments verbunden. (Ausnahme: Blindpool) Im Jahr 2020 waren 10.409 vertriebsberechtigte EU-OGAW-Fonds (Vorjahr: 10.550 Fonds) in Deutschland zugelassen, 7.668 stammen davon von deutschen Fondsgesellschaften (Stand 05.2022 Quelle Deutsche Bundesbank). Weltweit stehen 126.457 Fonds zur Wahl (Stand 2022. Quelle: Statista) identifiziert für Sie die zu Ihnen passenden und planbaren Mandate.

Infrastruktur

Sachwert!!! Notwendiger wirtschaftlicher und organisatorischer Unterbau als Voraussetzung für die Versorgung und die Nutzung eines bestimmten Gebiets, für die gesamte Wirtschaft eines Landes. I. bezeichnet die Ausstattung eines Landes, die für das Funktionieren und die Entwicklung einer Volkswirtschaft nötig ist. Im Vordergrund steht meist die materielle I., also etwa Straßen, Brücken, öffentliche Gebäude, Datenleitungen und Kanalisation.

Älteste Asset-Klasse, da bereits die Römer hiermit Geld verdienten. Nachhaltige Infrastruktur ist entsprechend per se mit einer gewissen Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit verbunden, hier: Um eine zielgerichtete Wirkung zu erzielen, insbesondere CO2 einzusparen und auf diese Weise den augenscheinlichen Klimawandel zu stoppen. Auch wenn wir in Europa CO2-neutral lebten, würden wir den Klimawandel NICHT stoppen, wenn in Asien (insbesondere China und Indien als weltweit größte CO2-Produzenten Siehe Asset-Klasse.

Eine gratis Beratung schadet nie – kostenfrei mehr zum Thema Infrastruktur-Investments erfahren

investment infrastruktur schienenverkehr

Inflation

Dieser Begriff bedeutet Geldentwertung und leitet sich aus dem lateinischen Wort „inflatio“ ab, was sich mit „Aufblähen“ übersetzen lässt. In einer Inflation blähen sich die Preise auf. Einfach gesprochen – wenn mehr Geld als Waren vorhanden ist, werden die Produkte immer teurer. Je teurer die Produkte werden, umso weniger kann man sich davon für das gleiche Geld kaufen. Das Geld verliert also an Wert. Um das auszugleichen, verlangen die Menschen mehr Lohn. Diese höheren Ausgaben legt der Unternehmer wiederum auf die Produktpreise um. So entsteht ein Teufelskreislauf aus steigenden Preisen und Löhnen.

Index

Ein Index ist allgemein eine Kennzahl, die die Kurse an einem Markt oder Marktsegment mit einem Durchschnittswert abbildet. Das lateinische Wort „index“ steht für „Kennzeichen, Zeigefinger, Verzeichnis. Ein Index soll eine Marktentwicklung mit einem einzigen Wert kennzeichnen. Die im Index enthaltenen Einzelwerte werden dabei nicht einzeln betrachtet. Im Börsenhandel weisen Indizes die Richtung, in die sich der jeweilige Markt gerade bewegt und bildet damit eine wichtige Grundlage für die Einschätzung der Marktlage und für Investment-Entscheidungen. Der bekannteste deutsche Index ist der DAX. siehe DAX

Impact Investing

Gutes bewirken mit Rendite. Um die drängendsten Probleme unserer Zeit auf einer globalen Skala zu lösen, steht nicht genug philantropisches Kapital in Form von Spenden und Stiftungen oder Entwicklungshilfe von Regierungen zur Verfügung. Dazu wird auch wirtschaftlich orientiertes Kapital nötig sein. Ein aus diesen Überlegungen heraus entstehender Trend im Anlageumfeld von Stiftungen und philantropisch interessierten Personen ist das sogenannte Impact Investing, das eine Brücke zwischen Spenden und Stiften auf der einen sowie gewinnmaximierenden Investitionen auf der anderen Seite schlägt. Dabei stehen nicht nur die finanziellen Interessen des Impact Investors im Vordergrund, sondern der Beitrag zur Lösung von sozialen und ökologischen ist meistens gleichbedeutend. (Quelle: BERENBERG Privatbankies seit 1590) Geld wirkt. Pro € 30.000 10t CO2einsparen.

Immobilien

Eine Immobilie besitzt einen realen Wert und fällt damit in die Gruppe der Sachwerte. Das bedeutet, dass ihr ein Gebrauchswert innewohnt, der unabhängig von allgemeinen Marktentwicklungen ist. Die Mieteinnahme gilt als der Zins des Immobilien-Investments. In Zeiten von Niedrigzinsen sprechen die sehr attraktiven Darlehenskonditionen der Banken ganz klar für die Investition in Immobilien als Kapitalanlage. Betongold statt Aktienfonds! Wenn die Zinsen wieder steigen, sollte bei einer Immobilie als Kapitalanlage genau hingeschaut und berechnet werden, ob sich das Investment lohnt. Wenn in eine Immobilie investiert wird, sollten Verschleißerscheinungen einkalkuliert werden, denn früher oder später fallen Sanierungen oder Renovierungsarbeiten an, die den Wert des Eigentumes erhalten. Wird eine Immobilie als Kapitalanlage genutzt, können Kosten wie z.B. Grunderwerbsteuer, Notarkosten für die Grundbucheintragung, Renovierungs- und Sanierungskosten oder sogar Verpflegung von Handwerkern beim Finanzamt geltend gemacht werden. Um bei einem Verkauf den Wertzuwachs nicht versteuern zu müssen, sollte seine Immobilie nach frühestens zehn Jahren verkaufen.

J

Keine Einträge vorhanden

K

Kunst

Eigene Asset-Klasse. Die Anlageklasse K. bezieht sich auf den Kauf und Verkauf von K.-Werken als Anlageform. Dazu gehören beispielsweise Gemälde, Skulpturen, Fotografien und andere künstlerische Werke. K. ist einer der ältesten und zugleich wertbeständigsten Sachwerte überhaupt. Vermögende auf der ganzen Welt sichern seit jeher einen Teil ihres Vermögens in diesem besonderen Sachwert. K. verzeichnet dabei – Wichtig: Losgelöst von den Kapitalmärkten! ! Und somit ideal zur Streuung! – eine schwankungsarme Wertentwicklung. Kunstwerke können eine attraktive Anlageform sein, da sie in der Regel von hoher Qualität und Unikate sind und daher eine gewisse Wertbeständigkeit aufweisen können. Es gibt auch spezielle Kunstfonds, die in Kunstwerke investieren und die es Investoren ermöglichen, in Kunstwerke zu investieren, ohne sie selbst kaufen zu müssen. Allerdings kann der Kunstmarkt sehr spekulativ und unvorhersehbar sein, es gibt keine Garantie für die Wertentwicklung von Kunstwerken. Daher empfiehlt es sich für Investoren, die in Kunstwerke investieren möchten, sich gründlich über den Kunstmarkt und die Werke zu informieren, in die sie investieren möchten, und ihre Anlageentscheidungen sorgfältig abzuwägen. Es ist absolut empfehlenswert, bei dieser Anlageklasse ein Spezialisten an seiner Seite zu haben.

Kondratieffzyklus

Die Kondratjew-Zyklen beschreiben den Kern einer von dem sowjetischen Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kondratjew (* 1892, † 1938) entwickelten Theorie zur zyklischen Wirtschaftsentwicklung, die Theorie der Langen Wellen.
Ein Kodratieff-Zyklus wird durch eine Basisinnovation, eine grundlegend neue technische Erfindung, ausgelöst. Diese Basisinnovation löst dann einen starken Wachstumsschub (nachhaltige Veränderung der Wirtschaft und des Lebens und dem Miteinander der Menschen) aus, welcher zu einem Aufschwung führt.
Nachdem die Basisinnovation in der Gesellschaft angekommen ist und sich in der Allgemeinheit durchgesetzt hat, ist die Innovationskraft erschöpft. Das bedeutet, dass das Angebot die Nachfrage übersteigt. Ab diesem Zeitpunkt folgt eine Abschwungphase. Diese hält so lange an, bis eine neue Basisinnovation einen neuen Aufschwung erzeugt.
Die Dauer eines Zyklus beläuft sich auf ca. 50 bis 60 Jahre.
Die unterschiedlichen Wellen können sich sowohl zeitlich als auch räumlich voneinander unterscheiden.
Dies liegt unter anderem an den unterschiedlichen Standorterfordernissen der Basisinnovationen. Dadurch entstehen mit einer neuen Welle auch neue Strukturen und Verbindungen im Raum. Am Anfang einer Welle wird das dementsprechende Zentrum Wachsen, gegen Ende jedoch wieder an Bedeutung verlieren. Dies gilt sowohl für das Zentrum selbst, als auch für die darum liegende Peripherie.
Als internationale Zentren haben sich im Laufe der Zeit folgende Länder herausgestellt:
England
Deutschland
USA
Japan
Die Zentren haben jeweils eine unterschiedliche Gewichtung.
1. Kondratieffzyklus ab  ca. 1780 – Massenproduktion – Basisinnovation: Dampfmaschine, Mechanisierung
2. Kondratieffzyklus ab  ca. 1850 – Transport – Basisinnovation: Stahl, Eisenbahn
3. Kondratieffzyklus ab  ca. 1890 – Massenkonsum – Chemie, Elektrizität
4. Kondratieffzyklus ab  ca. 1935 – Individuelle Mobilität – Automobil/Flugzeug, Petrochemie
5. Kondratieffzyklus ab  ca. 1980 – Information/Kommunikation – Basisinnovation: Informationstechnologie (Computer, Handy, E-Mail etc)
6. Grüner Kondratieffzyklus ab  ca. 2010 – Resourcen-/Energieproduktivität – Basisinnovation: Clentech-Infrastruktur (Erneuerbare Energie, Smart Grids, Cloud-Computing)

KVG

KapitalVerwaltungsGesellschaft, alt: KAG KapitalAnlageGesellschaft, auch Investmentgesellschaft. Institut, das mit der speziellen Aufgabe betraut ist, Sondervermögen in Form von Investmentfonds mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger zu verwalten. Quelle: GABLER Wirtschaftslexikon

Kurs

Preis für einen Geld- oder Sachwert

Kryptowährung

K. sind digitale (Quasi-)Währungen mit einem meist dezentralen, stets verteilten und kryptografisch abgesicherten Zahlungssystem. Zu ihnen gehören Bitcoin und Litcoin. K.en haben sich in bestimmten Ländern als ernstzunehmende Alternative zur Zahlung unter Privatpersonen herausgebildet. Während man früher virtuelles Geld auch durch die Zurverfügungstellung von Rechenleistung und Netzinfrastruktur erhalten hat, muss man es heute meist mit konventionellen Mitteln erwerben. Sinn und Zweck von K.en ist, bargeldlosen Zahlungsverkehr ohne die Abhängigkeit, Aufsicht oder Mitwirkung von Banken und Behörden zu ermöglichen. Sie werden mancherorts unterstützt, mancherorts bekämpft, etwa durch staatliche Stellen. Die Währungseinheiten werden nach vorheriger Absprache in der entsprechenden Gemeinschaft in festgelegter Zahl erzeugt. Blockchain ist das System hinter den K.en. Erfasst und beschrieben werden damit die Transaktionen. Veränderungen werden auf verschiedenen Computern gespeichert und sind so schwer manipulierbar Quelle: GABLER Wirtschaftslexikon

Klimawandel

K., Klimaschutz, Treibhauseffekt – in all diesen Themen spielt ein Begriff eine zentrale Rolle: Kohlenstoffdioxid, kurz Kohlendioxid oder ganz kurz CO2. Nicht nur natürliche Prozesse setzen CO2 frei, sondern vor allem der Mensch hinterlässt einen großen CO2-Fußabdruck auf der Erde. Durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl oder Erdgas in der Industrie oder beim Heizen wird seit dem Beginn der Industrialisierung weltweit immer mehr CO2 freigesetzt. Allein seit Mitte des 20. Jahrhundert hat sich der globale CO2-Anstieg fast vervierfacht (Quelle: Umweltbundestamt) Die natürlichen Kohlestoffsenken sind nicht in der Lage, das durch den Menschen zusätzlich verursachte CO2 gänzlich zu binden oder umzuwandeln. In der Folge steigt die Sättigung der Atmosphäre mit Kohlenstoffdioxid. Die erste Messung der CO2-Dichte in der Luft wurde im Jahr 1958 von dem 2005 verstorbenen Wissenschaftler Charles David Keeling an einer eigens eingerichteten Messstation in Hawaii durchgeführt. Seitdem sind einige Messstationen dazu gekommen und das Ergebnis ist eindeutig: Die Anreicherung der Atmosphäre mit Kohlenstoffdioxid nimmt jährlich zu. Quelle: https://co2-Online.de

Klima

Wenn man vom K. spricht, ist gemeint, dass es irgendwo normalerweise warm oder kalt ist, dass es trocken oder feucht ist. Das K. einer Gegend ist so, wie man es über Jahre beobachtet hat. Man denkt also an einen langen Zeitraum. Das Wetter ist etwas Ähnliches, aber vom Wetter spricht man, wenn man an einen Tag oder wenige Wochen denkt. Es geht also beim Wetter um einen kurzen Zeitraum. Das K. hängt stark von der Nähe zum Äquator ab. In seiner Nähe ist es heißer, gegen den Nordpol oder den Südpol hin wird es kälter. Europa liegt etwa in der Mitte. Deshalb haben hier die meisten Länder ein gemäßigtes K. Es wird also meistens nicht sehr kalt und nicht sehr warm, außer in vielen Gebieten südlich der Alpen. Heiß ist es hingegen in den Gegenden um den Äquator, zum Beispiel in Afrika und in Südamerika. Dieses Gebiet nennt man Tropen. Dort kann es feucht-heiß sein, dort findet man oft Regenwald. Ist es trocken-heiß, findet man Wüste. Das K. kann sich ändern, das dauert aber normalerweise viele Jahre. Auch die Menschen tragen dazu bei, dass das K. der Welt sich ändert. Dieser Klimawandel kommt dadurch, dass vor allem Fabriken, Autos, Flugzeuge, Heizungen und Vieh Gase ausstoßen, zum Beispiel Kohlenstoffdioxid. Solche Gase sorgen dafür, dass bestimmte Teile der Sonnenstrahlen die Erde stärker erwärmen.

KIID

Key Investor Information Document – zu deutsch: Wesentliche Anlegerinformationen. Pflichtunterlage bei Zeichnung eines Investmentfonds, ersetzt den bisher verwendeten vereinfachten Verkaufsprospekt.

KAG

siehe KVG

Kondratieffzyklus

Die Kondratjew-Zyklen beschreiben den Kern einer von dem sowjetischen Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kondratjew (* 1892, † 1938) entwickelten Theorie zur zyklischen Wirtschaftsentwicklung, die Theorie der Langen Wellen. Ein Kodratieff-Zyklus wird durch eine Basisinnovation, eine grundlegend neue technische Erfindung, ausgelöst. Diese Basisinnovation löst dann einen starken Wachstumsschub (nachhaltige Veränderung der Wirtschaft und des Lebens und dem Miteinander der Menschen) aus, welcher zu einem Aufschwung führt. Nachdem die Basisinnovation in der Gesellschaft angekommen ist und sich in der Allgemeinheit durchgesetzt hat, ist die Innovationskraft erschöpft. Das bedeutet, dass das Angebot die Nachfrage übersteigt. Ab diesem Zeitpunkt folgt eine Abschwungphase. Diese hält so lange an, bis eine neue Basisinnovation einen neuen Aufschwung erzeugt. Die Dauer eines Zyklus beläuft sich auf ca. 50 bis 60 Jahre. Die unterschiedlichen Wellen können sich sowohl zeitlich als auch räumlich voneinander unterscheiden. Dies liegt unter anderem an den unterschiedlichen Standorterfordernissen der Basisinnovationen. Dadurch entstehen mit einer neuen Welle auch neue Strukturen und Verbindungen im Raum. Am Anfang einer Welle wird das dementsprechende Zentrum Wachsen, gegen Ende jedoch wieder an Bedeutung verlieren. Dies gilt sowohl für das Zentrum selbst, als auch für die darum liegende Peripherie. Als internationale Zentren haben sich im Laufe der Zeit folgende Länder herausgestellt: England Deutschland USA Japan Die Zentren haben jeweils eine unterschiedliche Gewichtung. 1. Kondratieffzyklus ab ca. 1780 – Massenproduktion – Basisinnovation: Dampfmaschine, Mechanisierung 2. Kondratieffzyklus ab ca. 1850 – Transport – Basisinnovation: Stahl, Eisenbahn 3. Kondratieffzyklus ab ca. 1890 – Massenkonsum – Chemie, Elektrizität 4. Kondratieffzyklus ab ca. 1935 – Individuelle Mobilität – Automobil/Flugzeug, Petrochemie 5. Kondratieffzyklus ab ca. 1980 – Information/Kommunikation – Basisinnovation: Informationstechnologie (Computer, Handy, E-Mail etc)6. Grüner Kondratieffzyklus ab ca. 2010 – Resourcen-/Energieproduktivität – Basisinnovation: Clentech-Infrastruktur (Erneuerbare Energie, Smart Grids, Cloud-Computing)

Klimaschutz

Gesamtheit der Maßnahmen zur Vermeidung unerwünschter Klimaänderungen

L

LOHAS

Lifestyles of Health and Sustainability Das Akronym steht für einen besonders gesundheitsbewussten, nachhaltigen Lebensstil. Im Marketing wurde der Begriff zu Charakterisierung eines entsprechenden Konsumententyp aufgegriffen. Häufig handelt es sich um Personen mit überdurchschnittlichem Einkommen.

M

MiFID

Markets in Financial Instruments Directive – Die europäische Finanzmarktrichtlinie Eine Richtlinie der EU zur Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt. Ziele sind mehr Transparenz und ein verbesserter Anlegerschutz sowie die Stimulierung des Wettbewerbs.

N

NGO

NGO steht für non-governmental organisation, also zu deutsch: Nicht-Regierungsorganisation. Damit ist schon gesagt, dass diese Art von Institutionen nicht staatlich gegründet oder gelenkt ist. Die Bedeutung von NGOs besteht darin, dass sie Stellung in gesellschaftlichen Debatten beziehen. Sie verschaffen sich Gehör. Und sie bringen oft neue Perspektiven und Argumente ein. Gleichzeitig engagieren sie sich auch selbst für gesellschaftliche Veränderung. Dabei sind sie thematisch nicht festgelegt. So legen einige NGOs ihren Schwerpunkt etwa auf soziale Themen wie Armutsbekämpfung. Dagegen setzen andere auf ökologische Themen oder Tierschutz. Die formalen Vorgaben, die eine NGO erfüllen muss, sind von Land zu Land unterschiedlich.

Nettoinventarwert

Der N. eines Investmentfonds ergibt sich aus der Summe aller bewerteten Vermögensgegenstände abzüglich sämtlicher Verbindlichkeiten. Er wird üblicherweise täglich von der Depotbank berechnet und auf die Fondsanteile umgelegt. Quelle: FAZ.NET Börsenlexikon

nEHS

nationales Emissionshandelssystem, siehe EEX

net asset value. Zu deutsch: Nettoinventarwert, siehe

Nachhaltigkeit

N. bedeutet, nur so viel von einer Sache zu verbrauchen, wie in der Natur neu entsteht. Wenn man etwas nachhaltig macht, bedeutet das, dass man damit auch in Zukunft immer so weitermachen könnte. Ohne N. muss man irgendwann damit aufhören. Schon vor 300 Jahren haben Menschen überlegt, wie man Holz in einem Wald fällen kann, ohne dass der Wald dadurch kleiner wird. Sie haben jedes Jahr nur so viel Holz geholt, wie in der Zwischenzeit nachwachsen konnte. Das ist ein Beispiel für nachhaltige Forstwirtschaft. Heute spricht man viel über N., vor allem in Verbindung mit Klimaschutz. Denn wenn der Klimawandel unsere Erde verändert, dann gibt es vieles für die Menschen in der Zukunft nicht mehr, von dem wir jetzt leben. Viele Menschen wollen aber nicht weniger verbrauchen und auf etwas verzichten. Es bleibt daher schwierig, die Menschen zu überzeugen, ihr Verhalten zu ändern. Quelle: Klexikon.de

O

Ökosystem

Ein Ö. setzt sich aus unbelebten (abiotischen) und belebten (biotischen) Komponenten zusammen. Die Gesamtheit der biotischen Organismen – also der Tiere und Pflanzen – wird auch als Biozönose oder Lebensgemeinschaft bezeichnet. Die Biozönose besiedelt einen unbelebten Lebensraum, das Biotop.
Es wird in folgende Bereiche untergliedert:
Die Gesteinsschicht (Lithosphäre), die Bodenschicht (Pedosphäre), die umgebende Gasschicht (Atmosphäre), die Gesamtheit aller Gewässer (Hydrosphäre) und die belebte Umwelt (Biosphäre).

Obligation

Anleihe, siehe Anleihe

OGAW

Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (siehe auch UCITS)

Ökonomie

Ein anderes Wort für Wirtschaft ist Ö. Bei diesem Wort denkt man oft an die Volkswirtschaft, also das Arbeiten, Herstellen, Kaufen und Verkaufen in einem ganzen Land. Oder man spricht bei der Weltwirtschaft, davon, wie die Wirtschaft in allen Ländern der Welt funktioniert.

Ökologie

Die Ö. ist ein Teilgebiet der Biologie. Sie beschäftigt sich mit ökologischen Aspekten, wie den Wechselwirkungen zwischen Organismen und der unbelebten Umwelt. Das griechische Wort „Öko“ bedeutet „Haus“ oder „Haushalt“. Da geht es um das Zusammenleben der Menschen mit ihren Dingen. Der Begriff Ö. bedeutet übersetzt so viel wie „Lehre des Haushalts“. Sie beschreibt die Beziehungen von Lebewesen, also Tieren und Pflanzen, untereinander und ihre Wechselwirkungen mit der unbelebten Umwelt. Darunter sind Faktoren wie Temperatur, Licht oder Wasser zu verstehen. Jedes Lebewesen ist auch für andere Lebewesen wichtig, und sie verändern auch ihre Umgebung, in der sie leben.

P

purpose

Zweck – Bestimmung – Ziel – Sinnhaftigkeit – Zweck – Absicht

Portefeuille

z. B. von Wertpapieren. Allgemeiner eine Zusammenstellung von Dingen. z. B. das Produkt-P. eines Herstellers.

Portfolio

Im übertragenen Sinne versteht man unter einem P. einen Bestand an artverwandten Rechtsobjekten

PINAI

Philippine Investment Alliance for Infrastructure ist ein geschlossener Fonds, der u.a. von den nachfolgend beschriebenen institutionellen Investoren (GSIS, APG, Macquarie) gemeinsam gegründet wurde, um auf dem philippinischen Infrastruktur-Investmentmarkt zu investieren

per annum

lateinisch: pro Jahr, frei: jährlich

Q

Keine Einträge vorhanden

R

Risiko

Im Alltag wird der Begriff „Risiko“ oft in der Bedeutung von „Wagnis“ verwendet. Dies ist jedoch nicht ganz richtig. Vielmehr handelt es sich bei einem R. um ein Ereignis oder eine Entscheidung mit unbestimmtem Ausgang: Der erhoffte oder befürchtete Fall kann eintreten, vielleicht aber auch nicht.
Neben dem Ertrag geht es auch um das R. – hier zu verstehen als jährliche Schwankungen des per annum-Ertrages um den langfristigen Durchschnitts- bzw. Erwartungswert.
R. definiert sich demzufolge als Schwankung bzw. Abweichung vom komplett schwankungsfreien und geglätteten Mittelwert. So gilt dementsprechend: Je höher die Abweichung, umso größer das Risiko. Jedes Asset hat also ein für sich wesenstypisches R. Der Faktor Zeit spielt hier eine wichtige Rolle, da Schwankungen über die Zeit ihre Ausprägung verlieren, also folglich ausgesessen bzw. geheilt werden können, sich also „verlieren“ bzw. „verschwinden“.

Renten(papiere)

siehe Anleihen, siehe auch Green Bonds.

Rohstoff

R.e sind Stoffe, die der Natur entnommen werden, um daraus etwas herzustellen. Holz, Metallerze, Kohle und Öl, aber auch Pflanzen und Tiere als Nahrungsmittel – alles, was wir zum Leben brauchen, hängt mit R.en zusammen. Bei den R.en wird zwischen erneuerbaren (regenerativen) und nicht erneuerbaren (nicht regenerativen) unterschieden.

Renten(Papiere)

Anleihen oder Wertpapiere mit fester Verzinsung. Der Käufer verleiht sein Geld an den Anleihen-Geber (z.B ein Staat oder Unternehmen) und erhält dafür eine regelmäßige und fest laufende Verzinsung. Rentenpapiere gelten als sicherste Anlageform. Der Investor hat eine höhere Sicherheit als z.B. bei Aktien, wofür er aber mit in der Regel deutlich niedrigeren Zinsen leben muss.

S

Skin in then game

zu deutsch: Haut im Spiel
Auch wenn es nicht chic ist, eine Deutung mit „Wenn…“ zu starten:
Wenn ich bei einer unternehmerischen Entscheidung s. i. t .g. habe, gehe ich (auch) ein persönliches Risiko ein. Die Formulierung kann so verstanden werden, dass es schmerzlich für mich würde, wenn die Sache in die Hose ging. Kein s. i. t .g. zu haben, bedeutete, dass ein Fehlschlag zwar anderen, aber nicht mir weh tun würde.
Der Begriff wurde durch das Buch „Das Risiko und sein Preis – Skin in the Game” von Nassim Nicholas Taleb bekannt. Taleb argumentiert, dass die Abwesenheit von s. i. t .g. eine der größten Ursachen für unternehmerische Fehlentscheidungen sei. Demnach sollten Menschen, die nicht unmittelbar von den Folgen einer Entscheidung betroffen sind, auch nicht in der Position sein, sie zu treffen.
Mit eigenen Worten: Entscheider in wichtigen Schlüsselpositionen dürfen gern mit eigenem Geld an Bord sein, so dass nicht nur fremdes Geld betroffen ist, sondern auch das eigene. Von entscheidender Bedeutung an der Stelle ist die Größenordnung der „eigenen Haut“, die im Spiel ist: Sie sollte eine für den Entscheider kritische bzw. relevante Größenordnung haben, dass er die notwendige Sorgfalt anwendet, als wäre es (komplett) sein eigenes Geld.
Vermögensverwalter, Fondsmanager, aber auch Berater beispielsweise dürfen also s.i.t.g. haben, also mit eigenem Geld an Bord sein!
Unternehmen wie zum Beispiel GMBHs sollten demnach (langfristig) nicht nur mit den Mindestsummen an Eigenkapital ausgestattet sein.

Schuldverschreibung

Die Schuldverschreibung, auch Anleihe, Rentenpapier oder Obligation genannt, ist ein Wertpapier, für das der Anleger im Regelfall Zinsen erhält. Mit einer Schuldverschreibung überlässt der Anleger dem Aussteller der Schuldverschreibung einen bestimmten Betrag für eine gewisse Zeit.

Stille Beteiligung

Unternehmerische Beteiligung am Gewinn und der Wertsteigerung des Unternehmens Einkünfte aus Kapitalvermögen typischKein Recht auf Mitbestimmung, Kontrolle und Information atypischRecht auf Mitbestimmung, Kontrolle und Information Verlustbegrenzung bis zur Höhe der Einlage

SRRI

Synthetic Risk and Reward Indicator zu deutsch: Synthetischer Risiko- und Ertragsindikator. Eine Kennzahl aus der Finanzwirtschaft, welche als Indikator für die Höhe der Schwankung eines Assets steht. Anhand der Intensität der Wertschwankungen, die auch als Volatilität bezeichnet wird, kann geschlussfolgert werden, wie hoch das Risiko von Kursverlusten ist bzw. wie hoch die Chancen sind, Kursgewinne zu realisieren. Die Kennzahl wird nach europäischen und deutschen Vorschriften einheitlich berechnet und von den Fondsgesellschaften veröffentlicht. Um einem breitgestreuten Portfolio, das sich also aus sehr unterschiedlichen Mandaten zusammensetzt, auch ein Mandat, das für sich betrachtet in einer S. sieben eingestuft wird, beizumischen, gilt es in der Vorgabe des S. den S. zu benennen, der den höchsten S. trägt.

Sondervermögen

Das bei der Investmentgesellschaft gegen Ausgabe von Anteilscheinen eingelegte Kapital und die damit angeschafften Vermögensgegenstände bilden ein S. Es ist vom Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt! Dadurch soll sichergestellt werden, dass das eingelegte Kapital der Anleger vor dem Zugriff der Investmentgesellschaft selbst und vor dem Zugriff von Gläubigern (im Insolvenzfall) geschützt ist. Investmentgesellschaften können mehrere Sondervermögen bilden.

Smart Grid

Intelligente Stromnetze (Smart-Grids) kombinieren Erzeugung, Speicherung und Verbrauch. Eine zentrale Steuerung stimmt sie optimal aufeinander ab und gleicht somit Leistungsschwankungen – insbesondere durch fluktuierende erneuerbare Energien – im Netz aus. Die Vernetzung erfolgt dabei durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie dezentral organisierter Energiemanagementsysteme zur Koordination der einzelnen Komponenten. Das bedeutet, dass in einem Smart-Grid nicht nur Energie sondern auch Daten transportiert werden, sodass Netzbetreiber in kurzen Abständen Informationen zur Energieproduktion und -verbrauch erhalten. Bisher hatten die Netzbetreiber weder Kontrolle noch Kenntnis, wann und wo eine dezentrale Erzeugungsanlage Strom ins Netz einspeist. Wird der Anteil solcher „unkoordinierten“ Erzeuger zu hoch, steigt das Risiko von instabilen Netzzuständen. www.umweltbundesamt.de

SFDR

Sustainable Finance Disclosure Regulation – zu deutsch: NachhaltigkeitsFinanzOffenlegungsRichtlinie
Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor
Artikel 6 SFDR          Kein ESG oder minimaler Standard
Artikel 8 SFDR          Investmentprozess fördert systematisch und explicit ESG-Merkmale der Kapitalanlage
Artikel 9 SFDR          Investmentprozess soll ein ausweisbares außerfinanzielles Nachhaltigkeitsziel erfüllen
Impact Investing!!! Unserer Meinung nach gilt es, hier sein Geld regelrecht hart
arbeiten zu lassen, um die (Um)Welt, unser Klima zu verbessern oder gar zu retten.
An mancher Stelle wird behauptet, wir retteten die Menschheit, wenn wir dem
unbestreitbaren Klimawandel erfolgreich begegneten.

SDG

Sustainable Development Goals – Ziele für nachhaltige Entwicklung 17 ZIELE FÜR EINE NACHHALTIGE ZUKUNFT

Vor genau 30 Jahren (1992) während des „Earth Summit“ in Rio de Janeiro (Brasilien) vereinbarten 178 Staaten die Entwicklung von Zielen zum Schutz der Umwelt und eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Weltbevölkerung. In den Jahren danach wurden die heutigen 17 Ziele entwickelt und am 25. September 2015 während des UN Sustainable Development Summit (New York) wurde die Agenda verabschiedet. 
Diese Agenda beinhaltet die sogenannten 17 Nachhaltigkeitsziele.
Damit gibt es zum ersten Mal einen universalen Katalog, der alle Nachhaltigkeitsdimensionen beinhaltet.
Das Ziel dieser Agenda ist, bis 2030 globale Entwicklungen nachhaltig zu gestalten.
1.         No poverty                              Keine Armut
2.         Zero hunger                            Kein Hunger
3.         Good health und well-being   Gesundheit und Wohlergehen
4.         Quality Education                  Hochwertige Bildung
5.         Gender equality                      Gleichberechtigung der Geschlechter
6.         clean water and sanitation      Sauberes Wasser und Sanitäre Einrichtungen
7.         Affordable and clean energy  Bezahlbare und saubere Energie
8.         Decent work und economic growth                   Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
9.         Industry, innovation and Infrastructure Industrie, Innovation und Infrastruktur
10. Reduce inequality Ungleichheit veringern
11.       Sustainable cities and communities                   Nachhaltige Städte und Gemeinden 
12.       Responsible consumption and production Nachhaltige/r Konsum und Produktion
13.       Climate action                        Maßnahmen zum Klimaschutz
14.       Live below water                    Leben unter Wasser
15.       Life on land                            Leben an Land
16.       Peace, justice and strong institutions                Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
17.       Partnerships for the goals            Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
 https://sdgs.un.org/goals

Sachwert

Das vor Inflation geschützte Gut!, Gegenspieler zum Geldwert, siehe Geldwert.

T

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U

Umwelt

Mit dem Wort U. meint man zunächst die Umgebung, also alles was um einen herum ist. U. ist aber mehr als das. Alle Lebewesen sind von ihrer U. abhängig und umgekehrt. Die U. verändert die Lebewesen und die Lebewesen verändern ihre U. U. und Lebewesen haben viel miteinander zu tun. Heute meint man deshalb mit dem Wort U. oft die gesamte Natur. Den Ausdruck „Umwelt“ gibt es erst seit etwa 200 Jahren. Richtig wichtig wurde er aber erst in den Jahren nach 1960. Da stellten manche Leute nämlich fest, dass die Menschen einen schlechten Einfluss auf die Umwelt ausüben. Vor allem verschmutzten sie die U.: Abgase aus Autos und Heizungen verpesteten die Luft. Toilettenspülungen und Abwässer von Fabriken verdreckten die Flüsse, Seen und Meere. Immer mehr Menschen wollten das nicht und haben mit dem Umweltschutz begonnen. Heute spricht man auch oft von „Nachhaltigkeit“. Das bedeutet, dass man alles so tun sollte, dass es ewig so weitergehen könnte. In der Natur ist das so: Es gibt zum Beispiel den Wasserkreislauf, der nie aufhört. Tiere fressen Pflanzen. Ihr Kot ist Dünger für den Erdboden. So wachsen neue Pflanzen. Das kann ewig so weitergehen. Derzeit brauchen wir Menschen aber viel mehr Erdöl, Erdgas und andere Bodenschätze, als sie sich neu bilden können. Irgendwann werden also keine mehr da sein. Und vor allem verschmutzen wir mit diesem übermäßigen Verbrauch unsere U. Das ist nicht nachhaltig, also nicht umweltgerecht. Quelle: klexikon.de

UCITS

Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities (siehe auch OGAW) Im europäischen Rechtsrahmen versteht man darunter Investmentfonds, die in gesetzlich definierte Arten von Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten investieren (Wertpapierfonds). Die OGAW-Richtlinie schreibt ferner eine Reihe von Pflichtinformationen für Anleger vor. Hierzu gehören der ausführliche und der vereinfachte Verkaufsprospekt sowie die Jahres- und Halbjahresberichte. Auf diese Weise sollen einheitliche Standards beim Anlegerschutz gewährleistet und das grenzüberschreitende Angebot von Investmentfonds erleichtert werden. OGAW profitieren vom „Europa-Pass“, der es ihnen gestattet, vorbehaltlich einer Anzeige in allen EWR-Staaten (EU plus Norwegen, Liechtenstein und Island) öffentlich angeboten zu werden, sofern sie über eine Zulassung in ihrem Herkunftsland verfügen.

V

VERRA

V. katalysiert spürbare Klimaschutzmaßnahmen und nachhaltige Entwicklungsergebnisse. Die Standards von VERRA treiben umfangreiche Investitionen in wirkungsvolle Aktivitäten voran, die einige der dringendsten ökologischen und sozialen Probleme unserer Zeit angehen. Siehe auch https://www.verra.org

Volatilität

Schwankung. V. nach oben (Norden – mit positivem Vorzeichen) wie nach unten (Süden – mit negativem Vorzeichen) definiert das Risiko eines Assets

Vermögensverwalter

juristisch korrekter: Kapitalverwaltungsgesellschaft, siehe KVG

Verkaufsprospekt

Der V. enthält alle Angaben von wesentlicher Bedeutung, die für die Beurteilung einer Investmentanlage wichtig sind. Dem Anteilerwerber muss zusammen mit dem Rechenschaftsbericht und ggf. dem Halbjahresbericht das V. ausgehändigt werden. Der V. für die Anleger muss die Angaben enthalten, die für die Beurteilung des Fonds wichtig sind, dazu zählen Informationen über Kosten, Laufzeit, Anlagegrundsätze und Strategie. beim ersten öffentlichen Angebot von Wertpapieren ist jeder Emittent seit 1991 zur Erstellung eines V.es verpflichtet. Der Prospekt entspricht im Aufbau dem Börsenzulassungsprospekt allerdings mit geringeren Anforderungen.

Vergleichsindex

Index als Maßstab zum Vergleich eines Investmentfonds, siehe Investmentfonds, siehe Index

VaR

Value at risk – Wert im Risiko. Der Begriff bezeichnet ein Risikomaß für die Risikoposition eines Portfolios.

W

Work-Life-Balance

Siehe Work-Life-Blending.

B$ PFAFI Kommentar: Vermögensverwalter identifizieren Unternehmen, in denen ein/e gewünschte/s Work-Life-Balance bzw. neu: Work-Life-Blending gelebt wird, weil diese Freiheit bzw. dieses Mindset die Mitarbeiterzufriedenheit beeinflusst und somit eine gewisse Bindung ans Unternehmen schafft. Gerade vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und latenter Überforderung steigert ein solcher Softfact den Unternehmenswert, weil in der Regel zu viel Arbeit von zu wenig Mitarbeitern bewältigt wird: Mitarbeiter sind ausgeglichener, motivierter und somit effizienter, produktiver. Der Grad an gelebter Freizeit während unseres Berufs (kommt von Berufung) bestimmt über die eigene Lebensqualität. Arbeit mutiert auf diese Weise nicht “nur” zu Arbeit, sondern wird zu mehr als nur einem Job: Wenn parallel zusätzlich bestimmte (höhere) Unternehmenswerte – Zum Beispiel. Das Klima zu retten! – unsere Arbeit, unseren Beruf positiv aufladen und motivieren!

Work-Life-Blending

Work-Life-Balance ist old school. Das neue Arbeitszeitmodell heißt: W.-L.-B.!
Der Fokus hierbei liegt auf der Verschmelzung von Arbeitszeit und Freizeit.
Das neue Arbeitszeitmodell gibt es schon seit Längerem; allerdings in anderen Ländern. In Deutschland ist dieser Trend noch nicht wirklich angekommen. Nur die hippsten Unternehmen setzen auf W.-L.-B. und lassen ihren Mitarbeitern viele Freiheiten in Bezug auf die Arbeit. 
Der Arbeitsmarkt verändert sich, daran gibt es nichts zu rütteln. Je mehr digital natives die Jobwelt betreten, desto mehr werden die alten Arbeitsstrukturen aufgebrochen. Kein:e junge:r Angestellte:r möchte heutzutage 8 Stunden lang in einem stickigen Büro verbringen – und die wertvolle Lebenszeit an sich vorbei rauschen sehen. Auch eine zu kurze Mittagspause von 30 Minuten, in der man es so gerade eben schafft, um den Block zu laufen oder sich ein Sandwich rein zu pfeifen, ist nicht gerade ein Lockmittel für junge Arbeitnehmer:innen. Die größtmögliche Freiheit ist heute die Devise!
Wer da nicht mitzieht, hat schlechte Chance, auf dem globalen Arbeitsmarkt wahrgenommen zu werden. Das erkennen mittlerweile auch viele deutsche Unternehmen und bröckeln peu à peu ihre starren Arbeitszeitmodelle auf.
Die neue Normalität
Mal eben mit dem Hund rausgehen, während du im Homeoffice bist und an einem Projekt arbeitest? Deine Mittagspause verlängern, um persönliche Erledigungen zu tätigen? Mit dem neuen Arbeitsmodell des W.-L.-B. ist das kein Problem mehr. Die verlorene Arbeitszeit hängst du einfach individuell hinten an sobald dir danach ist: Abends entspannt im Bett, früh morgens oder sogar nachts, wenn du nicht schlafen kannst.
Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit, wie das noch bei der Work-Life-Balance wichtig war, ist aufgehoben und existiert nicht mehr. Arbeit wird während der Freizeit ausgeübt und Freizeit während der Arbeitszeit. Das Privatleben wird in den Joballtag integriert und andersherum.
Vorteile der neuen Arbeitswelt
Das Arbeitszeitmodell des W.-L.-B. bringt sehr Vorteile mit sich – sowohl für Arbeitgeber:innen als auch für Angestellte.
Du kannst völlig selbstbestimmt deine Zeit einteilen
Welches Projekt ist wichtig und muss sofort abgearbeitet werden? Welche Aufgabe kannst du ruhig noch ein paar Tage liegen lassen? Du selbst hast es in der Hand und kannst selbst darüber bestimmen, woran du arbeiten möchtest – und vor allem, wie lange du arbeitest.
Bist du eher der Typ, der vier Stunden am Stück straight arbeiten kann? Oder brauchst du viele Pausen, gehst zwischendurch mal an die frische Luft oder hängst im Café ab. Alles machbar, denn du bestimmst über deine Arbeitszeiten. Der Bonus für dich als Young Professional: Größere Freiräume = zufriedenere Mitarbeiter:innen.
Flexibilität & Produktivität
Durch die freie Zeiteinteilung bekommst du viel mehr private Termine unter einen Hut. Wer täglich starre Arbeitszeiten von 8 bis 17 Uhr hat, der kommt oft in Bredouille, wenn man danach noch zum Einkaufen fahren muss… Oder die Kinder abholen muss.. Oder sich um die kranken Eltern kümmern muss.
Mit dem W.-L.-B. kannst du nach deinen persönlichen Bedürfnissen und nach deinem Bio-Rhythmus arbeiten. Bist du Langschläfer und kommst vor 10 Uhr nicht so richtig aus den Puschen? Dann fängst du halt erst mittags mit deiner Tätigkeit an. Oder arbeitest du lieber in den frühen Morgenstunden und hast den restlichen Nachmittag frei. Deine Entscheidung, dank der Flexibilität.
Gefunden auf XING! am 09.11.2022

B$ PFAFI Kommentar: Siehe Work-Life-Balance.

Wertpapier

W.e halten eine Beteiligung an einem Unternehmen oder ein Schuldverhältnis in Schriftform fest. Sie verbriefen ein Recht. Die wichtigsten W.-Arten sind Aktien, Anleihen, Zertifikate und Optionsscheine, Fonds und ETFs.

Wetter

siehe Klima

Wechselkurs

siehe Währung

Währung

Unter W. versteht man die Geldsorten verschiedener Staaten. Weltweit sind heute über 160 W.en anerkannt. Manche W.en gelten in mehreren Ländern. In vielen europäischen Ländern ist der Euro seit dem Jahr 2002 die offizielle W. In Europa hatte jedes Land seine eigene W. In Deutschland war es die D-Mark und in Österreich der Schilling. In Italien war es die Lira, in Griechenland die Drachme und so weiter. Manchmal haben W.en einen ähnlichen Namen, sind aber verschieden. Den Namen Dollar gibt es in etwa 20 verschiedenen Ländern. Die wichtigste W. mit dem Namen ist der amerikanische Dollar, der US-Dollar. In Großbritannien und anderen Ländern heißt das Geld Pfund. In der Schweiz und in Liechtenstein wird mit dem Schweizer Franken bezahlt. Wie viel ist eine W. wert? Wer Geld in einer bestimmten Währung hat, kann es in eine andere Währung umtauschen. So tauscht man zum Beispiel etwas von den Euros, die man hat, in Schweizer Franken. Man bekommt aber nicht für einen Euro genau einen Franken. Wie viel der Franken wert ist, verglichen mit dem Euro, das nennt man den Wechselkurs. Wenn der Kurs günstig ist, bekommt man für seine Euros eher viele Franken. Zu einer anderen Zeit ist der Kurs aber womöglich ein anderer. Das kommt daher, dass eine W. wertvoller oder auch weniger wertvoll werden kann. Den täglich gültigen Wechselkurs kann man bei einer Bank erfahren. Wenn der Franken teuer und der Euro billig ist, bedeutet dies: Für Deutsche werden schweizerische Produkte teurer. Auch Urlaub in der Schweiz wird teurer. Es bedeutet aber auch: Deutsche Produkte werden in der Schweiz billiger. Das bedeutet wiederum, dass Deutschland besser Waren in die Schweiz verkaufen kann. Das sichert Arbeitsplätze in Deutschland. Wenn der Wechselkurs steigt oder sinkt, hat das jeweils seine Vor- und Nachteile.

X

Keine Einträge vorhanden

Y

Keine Einträge vorhanden

Z

Zins

und „Der Neue Zins!“ https://youtu.be/q1NJqPmlVk0 Verschiedene Worte mit „Zins“ im Namen haben wir vermutlich alle schon häufiger bei einer Bank, beim Autohändler oder im Elektromarkt gesehen. Doch was sind eigentlich Zinsen und was steckt hinter den verschiedenen Begriffen, die „Zins“ im Namen tragen? Den wichtigsten von ihnen wollen wir einmal auf den Grund gehen. Zinsen sind der Preis für das Leihen von Geld. Die Höhe der Zinsen hängt dabei vom vereinbarten Zinssatz ab. Der Zinssatz wird üblicherweise mit dem Prozentzeichen dargestellt, wobei „Prozent“ „von hundert“ bedeutet. Er gibt an, in welcher Höhe vom angelegten oder geliehenen Betrag Zinsen berechnet werden. Kommen wir nun zu konkreten Zins-Begriffen und beginnen mit dem Einlagenzins: Menschen sparen auf Ihrem Bankkonto Geld. Dafür kann die Bank dem Kontoinhaber Zinsen zahlen. Die Höhe des dabei angewandten Zinssatzes richtet sich nach dem allgemeinen Zinsniveau sowie der Höhe der Einlage. Außerdem gilt in der Regel: Je länger die Sparer auf ihr Geld verzichten, desto höher ist üblicherweise der Zinssatz. Kommen wir nun zum Fall, wenn man sich etwas kaufen möchte, wofür das Ersparte nicht ausreicht. Dann kann man sich Geld leihen, z.B. über einen Kredit bei einer Bank. Hierfür muss der Kreditnehmer – also der, der sich das Geld leiht – Zinsen an die Bank zahlen. Die Höhe dieses sogenannten Kreditzinses hängt unter anderem davon ab, wie kreditwürdig der Kreditnehmer ist: Je höher das Risiko für die Bank ist, dass der Kreditnehmer den Kredit nicht zurückzahlen kann, desto höher ist der Zinssatz, den dieser zahlen muss. Ebenso hängt die Höhe des Zinssatzes von der Laufzeit des Kredits ab. Je länger die Bank das Geld zur Verfügung stellt, desto höher ist der Zinssatz. Manche Kosten eines Kredits sind aber nicht auf den ersten Blick erkennbar. So kann es z.B. sein, dass ein Kreditnehmer nur einen geringeren Betrag als den Kreditbetrag tatsächlich ausgezahlt bekommt. Es kann auch sein, dass zusätzlich zum Kreditbetrag noch eine Gebühr bezahlt werden muss. Der sogenannte effektive Jahreszinssatz enthält alle Kosten für einen Kredit. Banken, aber auch Autohändler oder Elektromärkte sind verpflichtet, den effektiven Jahreszinssatz auszuweisen, damit die Kunden verschiedene Kreditangebote miteinander vergleichen können. Es gibt aber noch einen weiteren Zinssatz. Und dieser hat großen Einfluss auf alle anderen Zinsen: Der Leitzinssatz. Wenn Banken Geld brauchen, müssen sie sich dieses letztlich bei der Zentralbank leihen. Dafür müssen sie Zinsen zahlen. Die Höhe dieser Zinsen in Prozent der geliehenen Summe ist der Leitzinssatz. Er wird im Euroraum vom Rat der Europäischen Zentralbank festgelegt. Seine Höhe wird so bestimmt, dass die Kaufkraft des Geldes stabil bleibt. Der Leitzins beeinflusst alle anderen Zinsen in einer Volkswirtschaft und hat damit auch Einfluss auf das gesamte Wirtschaftsleben: Wenn die Zentralbank den Leitzinssatz erhöht, erhöhen auch die Geschäftsbanken die Zinssätze für ihre Kunden. Dadurch werden für die Kunden Kredite teurer und Sparen lohnender. So sinkt tendenziell die Nachfrage in der Wirtschaft und in der Folge auch der Preisauftrieb. Umgekehrt regen sinkende Zinsen die Kreditnachfrage an und machen Sparen weniger lohnend. So steigt die Nachfrage in der Wirtschaft und in der Folge nehmen auch die Preise tendenziell schneller zu. Die Entwicklung der Preise wird mit der Inflationsrate gemessen. Diese ist im Zusammenhang mit zwei weiteren Zinsbegriffen von Bedeutung: dem nominalen und dem realen Zinssatz. Die angegebenen Zinssätze werden als nominale Zinssätze bezeichnet. Wird von diesen die Inflationsrate abgezogen, spricht man von realen Zinssätzen. Zins ist also nicht gleich Zins. Sparer freuen sich über hohe Zinssätze. Kreditnehmer sind dagegen froh, wenn ihre Zinssätze möglichst niedrig sind. Und alle – Banken, Unternehmen, Verbraucher und Staat – beobachten den Leitzins als wichtiges Signal für die Wirtschaft. Quelle: Was sind Zinsen? | Deutsche Bundesbank

Zertifikat

[amtliche] Bescheinigung, Beglaubigung Ein Z. ist eine Schuldverschreibung, deren Wertentwicklung wiederum von der Wertentwicklung eines zugrundeliegenden Basiswerts abhängt. Basiswerte können unter anderem Aktien eines bestimmten Unternehmens, Indizes, aber genauso Rohstoffe oder Währungen sein.

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