„The only free lunch is to diversify.“
Harry Markowitz, amerikanischer Ökonomen und Nobelpreisträger, der als Pionier der modernen Portfoliotheorie gilt.
Funktionsweise / Hintergrund
Die moderne Portfoliotheorie, die Markowitz entwickelt hat, betont die Bedeutung der Diversifikation und der Streuung von Anlagen, um das Risiko zu minimieren und die Rendite zu maximieren. Das Zitat „The only free lunch is to diversify“ drückt aus, dass Diversifikation eine risikofreie Möglichkeit ist, um das Portfolio zu verbessern, ohne dass dies mit zusätzlichen Kosten oder Risiken verbunden ist.
Eine gut gestreute Anlagestrategie kann beispielsweise darin bestehen, dass ein Anleger sein Portfolio über diverse Asset-Klassen streut, wobei er innerhalb jeder Klasse noch einmal in verschiedene Werte investiert, um das Risiko noch weiter zu minimieren. Durch die Diversifikation des Portfolios kann ein Anleger das Risiko einer schlechten Performance in einem Bereich oder einer Branche reduzieren, während er gleichzeitig von einer guten Performance in einem anderen Bereich profitieren kann.
Streuung ist ein wichtiger Grundsatz in der Anlageberatung und kann dazu beitragen, ein ausgewogenes und diversifiziertes Portfolio aufzubauen, das den individuellen Anlagezielen und Risikobereitschaften des Anlegers entspricht.

Beispiel
Ein Bildnis sagt mehr…
Der eine Korb
Eine Geschichte über Eier, Stolpersteine – und finanzielle Klugheit.
Es war einmal ein Mann namens Jonas.
Jonas hatte sich über die Jahre ein hübsches Vermögen angespart. Er war kein Spekulant, kein Zocker – einfach jemand, der fleißig arbeitete, sparte und irgendwann sagte:
„Jetzt investiere ich. Ich will, dass mein Geld für mich arbeitet.“
Also tat Jonas, was viele tun:
Er packte sein gesamtes Geld in einen einzigen Korb – metaphorisch gesprochen. Dieser Korb war gefüllt mit Aktien eines großen Tech-Unternehmens, das gerade in aller Munde war.
„Das Ding läuft!“, sagte Jonas.
„Alle reden davon – das kann doch nur gut gehen.“
Und anfangs ging es auch gut. Sehr gut sogar. Die Kurse stiegen, Jonas fühlte sich klug und bestätigt. Freunde begannen, ihn um Tipps zu bitten.
Aber dann kam es:
Ein Stolperstein auf dem Weg.
❌ Eine Zinswende.
❌ Ein Skandal in der Branche.
❌ Ein plötzlicher Kurssturz.
Jonas stolperte – und sein einziger Korb fiel zu Boden.
Alle Eier: zerbrochen.
Zur gleichen Zeit, im selben Ort, lebte Lisa.
Lisa hatte dasselbe Ziel wie Jonas: Ihr Geld für sich arbeiten zu lassen.
Doch Lisa hatte etwas gelesen.
Etwas über Streuung.
Etwas über Risiken, die man nicht ausschalten, aber verteilen kann.
Also verteilte sie ihr Geld:
- In Aktien verschiedener Branchen
- In Immobilienfonds
- In Infrastrukturprojekte
- In Rohstoffe
- Und ließ auch etwas auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto
Und auch Lisa begegnete dem Stolperstein.
Aber als einer ihrer Körbe herunterfiel – blieb der Rest intakt.
Ein Rückschlag? Ja. Ein Desaster? Nein.
🧠 Die Moral von der Geschichte:
Wenn du nur einen Korb hast –
und der fällt –
ist alles kaputt.
Hast du aber viele Körbe –
dann bringt dich ein Rückschlag nicht aus dem Gleichgewicht.
Streuung ist kein Luxus.
Streuung ist kein Extra.
Streuung ist Vernunft.
Du willst Dein Kapital elegant streuen, um Risiken zu reduzieren und gleichzeitig die Rendite noch oben ziehen?
– Maile an bernd.schmidt@pfafi.de mit dem Betreff „GLOSSAR&LEXIKON: The only free lunch ist to diversify”