Mit dem Börsencrash werden extreme Kursverluste auf breiter Front bezeichnet, das heißt das alle an der jeweiligen Börse gehandelten Wertpapiere mehr oder weniger stark betroffen sind. Ein Crash wird in der Regel von negativen wirtschaftlichen Nachrichten oder Daten ausgelöst, die zu panikartigen Verkäufen führen.

Schwarze Tage, die Geschichte schrieben:

Der Begriff “Schwarzer Freitag” ist zum Synonym für einen Kurszusammenbruch (Börsencrash) geworden, der sich an einem Freitag ereignet. Dieser Wochentag wird seit dem 9. Mai 1873 als besonders kritisch angesehen.

An jenem Freitag leiteten panikartige Wertpapierverkäufe die schwere Rezession während der Gründerzeit ein.

Der bedeutendste Schwarze Freitag ist der 25. Oktober 1929, als an der New Yorker Börse die Hausse der vorangegangenen Jahre und mit ihr der Konjunkturaufschwung zusammenbrach und die Weltwirtschaftskrise ausgelöst wurde.

An diesem Tag sank der Dow Jones Industrial Average um rund 12 Prozent und löste eine Kaskade von Panikverkäufen aus, die zu erheblichen wirtschaftlichen Turbulenzen in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt führten.

Als sich die USA in den sogenannten „goldenen“ 1920ern in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs befanden und der Dow Jones einen Rekordstand von 331 Punkten erreichte, investierten große Teile der Bevölkerung ihr Geld in Aktien, auch jene, die nicht über ausreichend eigenes Vermögen verfügten. Jeder wollte am Boom teilhaben. Also nahmen sie bei Banken Kredite auf und hofften, dass sie diese mit dem erwarteten Gewinn an der Börse zurückzahlen können. Doch die guten Zeiten konnten nicht ewig dauern: Als der Dow Jones im Oktober 1929 nicht mehr stieg, breitete sich zuerst Unsicherheit und später am 24. Oktober auch Panik unter den Anlegern aus. Am darauffolgenden (schwarzen) Dienstag versuchten alle Investoren gleichzeitig ihre Aktien zu verkaufen. Es folgten die große Depression in den USA und die Weltwirtschaftskrise.

In Europa wurde Deutschland besonders hart von der Krise getroffen. Nachdem sich die junge Weimarer Republik in den 1920er langsam festigen konnte und sich unter anderem mit Hilfe amerikanischer Darlehen auch die deutsche Wirtschaft teilweise von den Folgen des Versailler Vertrags erholte, brachte die Weltwirtschaftskrise erneut Massenarbeitslosigkeit und Armut. Mit ihr konnten demokratiefeindliche Parteien, die mit falschen Versprechungen für das Ende der geschwächten Republik warben, die Unterstützung großer Teile der Bevölkerung gewinnen. Und der Rest ist Geschichte.
Quelle: https://www.bankingclub.de

Es war der größte Börsen-Crash der Nachkriegszeit: Als Schwarzer Montag ging der 19. Oktober 1987 in die Geschichte ein. An einem einzigen Tag verlor der Dow-Jones-Index fast ein Viertel seines Werts.

Der Mensch, als vernunftbegabtes Wesen, wird vor allem dann unruhig, wenn etwas geschieht, das er sich nicht rational erklären kann. Etwa wenn der Autoschlüssel vermeintlich verschollen ist und dann plötzlich zwischen zwei Tiefkühlpizzen wieder auftaucht. Wenn die deutsche Nationalmannschaft einen 4:0-Vorsprung gegen Schweden verspielt. Oder wenn die Aktienmärkte ohne Vorwarnung verrückt spielen.

Am 19. Oktober 1987 brach der Dow Jones Industrial Index in New York um fast 23 Prozent auf 1.728 Punkte ein – der größte prozentuale Tagesverlust in der Geschichte des amerikanischen Aktienindex. Der Börsen-Crash ging als “Schwarzer Montag” in die Geschichte ein – an der Wall Street brach an jenem Tag Panik aus.

Mike Earlywine, heute ein erfolgreicher Hedgefonds-Manager war damals im Finanzdistrikt unterwegs. “Die Menschen sind buchstäblich zusammengebrochen”, erinnert er sich. “Du stehst da auf dem Bürgersteig und Leute stolpern aus den Ausgängen der Gebäude. ‘Es ist weg, es ist alles weg’, sagten einige Männer während sie weinend auf der Schulter anderer Männer lehnten”, erzählt Earlywine.

Die Auswirkungen der Panik an der Wall Street waren nicht nur in den USA zu spüren: In Tokio gab es in der Folge des Dow-Jones-Absturzes den bis dato schwersten Kurssturz in der Geschichte der japanischen Börse, in Sydney büßten Aktien binnen 45 Minuten 20 Prozent ihres Wertes ein, in Hongkong wurde die Börse für den Rest der Woche geschlossen.

“Wir kamen gar nicht mehr hinterher”

Auch im Handelssaal der Frankfurter Börse herrschte Chaos: “Das war schon heftig. Ich habe nur gedacht, ich muss ein Vorbild sein für meine Händler und darf nicht in Panik ausbrechen”, sagt Fidel Helmer, der schon seit mehr als 40 Jahren an der Börse arbeitet. “Die Verkaufsaufträge gingen waschkörbeweise ein. Die Orderzettel wurden per Hand ausgefüllt und wir kamen gar nicht mehr hinterher”, erinnert er sich. “Viele Makler waren total überfordert, manche Kollegen übernachteten sogar in der Börse, die Pizzadienste hatten Hochkonjunktur”, erzählt Helmer. “Wir haben auch nicht realisiert, wieviel Kapital da vernichtet wurde”, fügt er hinzu.

Zuvor hatten die Aktienkurse in jenen Jahren fast nur eine Richtung gekannt: nach oben. Quasi über Nacht wurde Spekulanten und Millionen Kleinanlegern nun teils schmerzhaft bewusst, dass das Geschäft mit den Wertpapieren keine Einbahnstraße ist. Ein Börsianer, der damals ein großes Aktienportfolio verwaltete, erinnert sich: “Ich ging zu meiner Freundin und sagte ihr: ‘Ich glaube, ich habe heute richtig viel Geld verloren.’ Danach habe ich eine Flasche Whisky aufgemacht.”

Gefunden auf https://www.sueddeutsche.de


Wichtig zu wissen ist, dass solche Tage dazu gehören, wenn Du auch einen Teil Deines Vermögens in Aktien(fonds) investierst. Mit gutem Recht und aus gutem Grund! Mittel- bis langfristig wirst Du mit derartigen Assets mehr verdienen. Wichtig ist, diese phasenweise unterdurchschnittlicher Entwicklungen durchzustehen, um zu erkennen, dass es anschließend wieder (deutliche) Erholungen gibt!
Aber nicht nur Aktien haben diese Phase unterdurchschnittlicher Einwicklungen, alle Sachwerte kennen diese schwierigen Zeiten.