Break-even

Gewinnschwelle Break-Even-Point Break-Even Trading Renditepunkt

Was bedeutet Break-even-Point?

Der Break-even (auf Deutsch: „Gewinnschwelle“) bezeichnet den Punkt, an dem eine Geldanlage oder ein Investment die anfänglichen Kosten vollständig wieder eingespielt hat.

Ab diesem Moment arbeitest du „im Plus“ – jeder weitere Ertrag ist echter Gewinn.

Einfach erklärt:
Wenn du 10.000 € investierst und durch Gebühren oder Aufschläge zunächst 500 € verlierst, liegt dein Break-even bei 10.500 €. Erst wenn dein Investment diesen Wert erreicht, hast du wieder dein eingesetztes Kapital zurück.
Break-Even Point - Gewinnschwelle
Quelle: Pfafi.de

Wie wird der Break-even berechnet?

Die Formel ist einfach, aber entscheidend:

Break-even-Formel:

Investitionskosten + Nebenkosten = notwendiger Wert zur Gewinnschwelle Beispiel: Anlagebetrag 10.000 € + **Ausgabeaufschlag** 5 % (500 €) = Break-even bei 10.500 €

Interpretation:
Du brauchst also eine Rendite von 5 %, nur um die Einstiegskosten auszugleichen. Erst danach erwirtschaftest du realen Gewinn.

Warum ist der Break-even für Anleger so wichtig?

  • Zeigt, wann sich ein Investment rechnet
  • Hilft beim Vergleich von Produkten (z. B. Fonds mit und ohne Ausgabeaufschlag)
  • Macht Kosten transparent, die oft unterschätzt werden
  • Nützlich für die Planung von Verkaufspunkten oder Cashflow-Zielen

Break-even in der Praxis

Beispiele:

  1. Fondsanlage:
    Du investierst 10.000 € in einen Fonds mit 1,5 % jährlicher Kostenquote (TER).
    → Nach etwa 3,5 Jahren musst du rund 5 % Rendite erzielen, um die Kosten auszugleichen.
  2. Dividendenstrategie:
    Wenn deine Aktien 4 % Dividende pro Jahr bringen, erreichst du den Break-even nach ca. 1,25 Jahren.
Hinweis: Der Break-even verschiebt sich durch Steuern, Kosten und Inflation – deshalb sollte er regelmäßig neu berechnet werden.

Worauf du achten solltest

  • Gebühren einbeziehen: Ausgabeaufschlag, Verwaltungsgebühren, Depotkosten
  • Steuern berücksichtigen: Nur Netto-Ertrag zählt (nach Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag)
  • Realistische Annahmen: Marktverluste oder Inflation verlängern den Break-even-Zeitraum
  • Renditequellen kombinieren: Ausschüttungen + Kursgewinne = schnellerer Break-even

Kurz zusammengefasst

Der Break-even ist der Punkt, an dem du dein eingesetztes Kapital vollständig wieder erwirtschaftet hast. Erst darüber hinaus arbeitest du im Gewinn – er ist der „Nullpunkt“ deiner Renditerechnung.

Häufige Fragen zum Thema Break-even

Der Break-even zeigt, wann du auf Null bist – die Rendite zeigt, wie stark du darüber hinaus wächst.

Das hängt von Rendite, Kosten und Steuern ab. Bei 5 % Kosten brauchst du 5 % Gewinn, um sie auszugleichen.

Ja – Fonds mit Ausgabeaufschlag oder hohen laufenden Kosten erreichen den Break-even später.

Kosten senken, ETFs oder Rabatte nutzen, Ausschüttungen wiederanlegen (Thesaurierung).

Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 13. November 2025
Bernd Schmidt
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