Was bedeutet Ausschüttungsquote?
Die Ausschüttungsquote beschreibt, wie viel Prozent der erzielten Erträge (Zinsen, Dividenden, Gewinne) ein Fonds tatsächlich an seine Anleger ausschüttet.
Eine hohe Quote bedeutet: Ein großer Teil der Erträge wird ausgezahlt, eine niedrige Quote zeigt, dass mehr im Fonds verbleibt (→ Thesaurierung).
Wie wird die Ausschüttungsquote berechnet?
Die Formel ist einfach:
Beispiel: Ein Fonds erzielt 1.000.000 € Ertrag und schüttet 400.000 € an Anleger aus. → Ausschüttungsquote = 40 %.
Ein Fonds mit 40 % Ausschüttungsquote behält also 60 % der Erträge zur Wiederanlage im Fondsvermögen.
Was bedeutet die Ausschüttungsquote für Anleger?
Die Ausschüttungsquote zeigt, ob ein Fonds auf laufendes Einkommen oder Wachstum ausgerichtet ist:
- Hohe Ausschüttungsquote (z. B. >70 %) → ideal für Anleger, die regelmäßige Erträge wünschen (z. B. Privatiers, Rentner).
- Niedrige Ausschüttungsquote (<30 %) → Fokus auf Kapitalwachstum durch Reinvestition der Gewinne.
- Mittlere Ausschüttungsquote (30–70 %) → ausgewogene Strategie zwischen Ertrag und Wachstum.

Worauf Du achten solltest
- Steuern: Ausschüttungen sind direkt steuerpflichtig. Ein Teil ist oft durch die Teilfreistellung begünstigt.
- Verlässlichkeit: Fonds mit stabiler Ausschüttungsquote bieten planbarere Erträge.
- Vergleichbarkeit: Die Quote variiert stark nach Fondsart (Aktienfonds, Immobilienfonds, Mischfonds).
- Nicht verwechseln: Ausschüttungsquote ≠ Dividendenrendite. Letztere bezieht sich nur auf Aktien und nicht auf Fondsanteile.
Kurz zusammengefasst
Die Ausschüttungsquote zeigt, wie viel vom Fondsgewinn du tatsächlich ausgezahlt bekommst – ein wichtiger Indikator für dein passives Einkommen.