Verkaufspanik & Kapitulation und trotzdem noch nicht unten?!? – Der Weg zur Demut?!?

2009
Quartal I
Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 17. Oktober 2025
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Teun Draaisma, Stratege bei MORGAN STANLEY, schickte gestern die Aktienkurse mit den Worten auf Talfahrt: „Der Bärenmarkt ist noch nicht zu Ende.“ Wieder einmal hat sich das zarte Pflänzchen sein Köpfchen ein wenig erhoben, nachdem Anfang März neue Verlaufstiefs markiert wurden und im Anschluss ein markante Erholung (ca. 25 %) einsetzte. Aber auch wenn diese gewichtigen Worte offensichtlich gern zum Anlass wurden, die Gewinne der vergangenen vier Wochen wieder mitzunehmen, wieder „in Pessimismus zu machen“, so scheint sich die Stimmung doch etwas verändert zu haben: Man schließt eine Erholung der Wirtschaft, angeschoben durch die zahlreichen weltweiten Konjunkturprogramme, nicht mehr ganz aus. Zwar hört und liest man immer wieder – analog zum Teun Draaisma Kommentar- derartige missmutige Töne, aber kein weiß heute mit Sicherheit, ob es anschließend wirklich runter, weiter südwärts geht…

Fakt bzw. Erfahrung ist, dass die Tiefstände in den größten Pessimismus hinein „geboren“ werden, die Erholungen daraus immer mit äußerster Zurückhaltung begleitet werden und man mit einem zeitlichen Abstand erst erkennen kann, dass es sich um den Tiefpunkt in diesem Verlauf handelte! Der vorsichtige Optimismus in dieser Phase wird immer mit warnenden Stimmen wie oben begleitet… Der Erholungen im Anschluss an diese Tiefstände ist immer sehr kräftig….

Deutlich erkennbar sind die historisch geringen Lagerbestände durch die als Folge der scharfen Rezession – kräftig herunter gefahrene Produktion. Die akut anziehenden Rohstoffpreise sowie der anziehende Baltic Dry Index (Index für Frachtraten) signalisieren ein „Anspringen“ der Wirtschaft allein bei geringster Nachfrage, bedingt auch durch die oben angesprochenen Konjunkturpakete…

Ob hieraus mehr wird als nur eine temporäre Erholung ist heute leider noch nicht absehbar, es besteht aber zumindest die Gefahr, dass die Pessimisten Lügen gestraft werden…

WICHTIG: Anleihen bzw. Renten, ebenso diesbezüglich lastige Fonds sind einer derartige Situation äußerst gefährlich, da das Zinssenkungspotential und das damit verbundene Kurspotential für Anliehen auf dem aktuell historisch niedrigen Niveau als gering eingestuft werden kann. Da Inflation für alle bereits allein aufgrund der Konjunkturprogramme hausgemacht scheint, werden die Zinsen nicht lange auf diesem Niveau verharren, wenn die Rezession ihrem Ende entgegen geht. Denn der Auslöser für die Kreditkrise waren die zu lange niedrig gehaltenen Zinsen. Diesen Fehler wird man kein zweites Mal begehen! Der Flucht in Sicherheit, sprich Anleihen, wird die Flucht aus Sicherheit folgen, sobald die Zinsen wieder anspringen, hiervon werden natürlich Aktien sowie andere Sachwerte profitieren…

Dem Blutbad an den Kredit- und Aktienmärkten wird das Blutbad an den Anleihemärkten folgen, da zu viele gleichzeitig den Hafen der Sicherheit verlassen werden wollen! Dazu braucht man kein Prophet zu sein…

Wo man derzeit investiert:

  • Der Defensive investiert in dividendenstarke Titel bzw. Fonds, beispielsweise den DWS Top Dividende.
  • Der durchschnittlich Risikobereite sucht sich einen weltweit investierenden, substanzorientierten (Value) Fonds heraus, beispielsweise den SPARINVEST Global Value ODER eine situationsbedingte Beteiligung, beispielsweise den OWNERSHIP Marktchance (!!!).
  • Der Mutige und Risikobereitere sucht sich Technologiefonds oder weltweit aufgestellte Aktienfonds heraus, beispielsweise ein JPMORGAN Europe Technology Fund oder JPMORGAN Global Focus Fund, oder greift bei Schwellenländerfonds zu, beispielsweise ein GARTMORE Emerging Markets Fund oder ein FIDELITY EMEA Fund (!!!).

Was man derzeit abstößt:

  • Rentenlastige Fonds (!!!)

Die Indexschlussstände

31.03.200931.12.2008Saldo52 Wochenhoch52 Wochentief
Deutscher Aktienindex DAX®4.084,764.810,20-15,08%7.231,863.588,89
VDAX37,9637,80+0,42%74,00 (!!!)16,37
TecDax479,91508,31-5,59%887,47400,15
Dow Jones Eurostoxx 502.071,132.451,48-15,52%3.900,301.765,49
Dow Jones Industrial7.608,928.668,39-12,22%13.136,696.469,95
Nasdaq Composite1.528,591.550,70-1,43%2.551,471.265,52
Nikkei 2258.109,538.859,56-8,47%14.601,276.994,90
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Bernd Schmidt
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Verstehe ich gut. Die Finanzbranche hat einen schlechten Ruf . Aber ich bin Vermögens-Architekt, kein Produkt-Verkäufer . Unser erstes Telefonat ist keine Verkaufs-Show, sondern eine reine Diagnose . Wir schauen erst auf den Menschen, dann auf den Markt. Wenn die Chemie nicht stimmt, legen wir auf. Keine Kosten, kein Druck.