Der Nebel lichtet sich, als die Märkte die Rezession probten oder Ende mit Schrecken

2008
Quartal I
Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 17. Oktober 2025
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Am Ostermontag war’s dann klar: Die Jahrestiefstände haben wir in diesem Jahr gesehen, die Rezession ist „eingepreist“, also im Kursniveau eingearbeitet. Nachdem wir im Januar die Panik mit den Händen greifen konnten, fragen wir nun mit ein wenig bzw. mit gebührend Abstand zu diesen Tagen, als die Aktienmärkte binnen kurzer Zeit um 20% nachgaben, die Stimmung in den Keller fiel (auf 2,27 Pessimisten kam ein Optimist!), man sah die Stimmung unter der zur Zeit des Golfkrieges vor fünf Jahren (Wir wissen, was danach geschah…) – wofür diese Panik stand. Panik, ebenso Euphorie beendet generell eine Bewegung/einen Abschnitt. Hier war es die sogenannte Subprimekrise! Mit höherer Sicherheit wissen wir das in drei, sechs, neun Monaten!

Zur Zeit, da man sich eines Endes dieser fulminanten Krise noch nicht 100%ig sicher sein kann, grassiert die Stimmung „vorsichtiger Optimismus“. Das HANDELSBLATT dokumentiert die Situation mit einer Beilage „FINANZPLATZ DEUTSCHLAND“ und der Überschrift „Defensiv durch die Turbulenzen“. Börsenanleger sind stark verunsichert und setzen vermehrt auf konservative Wertpapiere. Trotzdem erwarte man zum Jahresende einen DAX® von 8.000 Punkten. Die Stimmung sei so schlecht wie seit Jahren nicht mehr (siehe oben) und verweise auf die anschließende Entwicklung.

Doch viele glauben an ein vorzeitiges Ende dieser Hausse (Aufwärtsbewegung), sehen sich in der Subprimekrise und der akuten Diskussion um rezessive Tendenzen bestätigt. Das Gegenteil ist der Fall, DENN: Euphorie war in den Jahren der Aufwärtsbewegung zu keinem Zeitpunkt zu diagnostizieren! Zu jedem Zeitpunkt gab es eine Vielzahl warnender Stimmen, die um Vorsicht baten! Auch jetzt dokumentiert das HANDELSBLATT diese Zurückhaltung mit einer gesonderten Beilage: „Die Skepsis gegenüber Wertpapieren bleibt hoch“.

Die zum 01. Januar 2009 kommende Abgeltungssteuer wird uns möglicherweise kurzfristig einen versöhnlichen Jahresausklang bei Aktien bescheren, langfristig aber schadet es der ohnehin im internationalen Vergleich deutlich zurückgebliebenen deutschen Aktienkultur immens.

Schaut man sich das aktuelle Kursniveau (siehe unten) einmal an und führe sich vor Augen: Zu Beginn eines Quartals stehen die Zahlen des abgelaufenen Quartals an, die durch viele, viele Gewinnwarnungen zum Ende des I. Quartals die Gewinnerwartungen so tief in den Keller gedrückt haben, dass die eigentlichen Zahlen in der nun beginnenden Berichtssaison nur positiv überraschen können. Bedenkt man zudem, dass (extrem) schlechte Nachrichten, insbesondere in der 1. Aprilwoche, zu (fulminant) steigenden Kursen führten, weil man hierin das „Ende mit Schrecken“ vermutete, will man gern glauben, dass das Schlimmste in der Tat vorüber sei…

Freuen Sie sich auf ein freundliches Restjahr, bevor in Deutschland die Abgeltungssteuer (25% + SolZ+KiSt) kommt!

Die Indexschlussstände

31.12.200731.03.2008SaldoHoch 2008Tief 2008
Deutscher Aktienindex DAX®8.067,326.559,90-18,69%8.100,646.167,82
VDAX16,3623,74+45,11%32,6413,63
TecDax974,19772,17-20,74%986,00669,51
Dow Jones Eurostoxx 504.404,643.641,05-17,34%4.411,593.417,25
Dow Jones Industrial13.264,8212.262,89-7,55%13.279,5411.644,81
Nasdaq Composite2.652,282.279,10-14,07%2.661,502.155,42
Nikkei15.307,7812.525,54-18,18%15.156,6611.691,00

Also: Mut fassen und gegen die landläufige Stimmung investieren / investiert bleiben.

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Verstehe ich gut. Die Finanzbranche hat einen schlechten Ruf . Aber ich bin Vermögens-Architekt, kein Produkt-Verkäufer . Unser erstes Telefonat ist keine Verkaufs-Show, sondern eine reine Diagnose . Wir schauen erst auf den Menschen, dann auf den Markt. Wenn die Chemie nicht stimmt, legen wir auf. Keine Kosten, kein Druck.