„Der Dax steigt, die Stimmung sinkt“

2006
Quartal I
Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 17. Oktober 2025
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HANDELSBLATT Dienstag, 04. April 2006

… wer ein wenig zwischen den Worten dieser Zeile zu lesen vermag und sich ein wenig in die Psyche der Börsianer / Aktionäre hineinzudenken vermag, liest einen wahren Roman ab und richtet folglich seine Strategie danach aus…

Als erstes ist in dieser Zeile die Angst abzulesen! Man erkennt, dass der Markt schon sehr weit gestiegen ist und traut ihm keine weiteren Steigerungen zu! Genau das Gegenteil ist hieraus zu folgern, da die Herde in der Regel (fast) immer falsch liegt: Wenn alle denken, es ginge weiter, immer neue und höhere Zielmarken ausgerufen würden, welche sicherlich auch noch schnell und unproblematisch erreicht würden, so ist Vorsicht geboten, dringende Vorsicht! Solange aber Angst mit dem aktuellen Stand verbunden ist, dem Markt im Grunde gar nichts mehr zutraut wird, steigt er weiter, bis die Herde wieder euphorisch wird. Aber genau diese Euphorie drückt diese Schlagzeile nicht aus!

Wenn man dazu noch bedenkt, dass das Gros der Anleger den durch viel Angst begleiteten Boom der Aktien der Aufschwung währt immerhin schon satte drei Jahre überhaupt nicht im Depot miterlebt hat, weil aus Sicherheitsgründen massiv Festgeld und Anleihen (Rentenpapieren) gesucht waren, so wird schnell deutlich, dass hier eine weitere noch viel gefährlichere Angst mitschwingt: Die Angst, etwas zu verpassen:

„verpassen Aktienboom“ HANDELSBLATT Dienstag, 21. Februar 2006

Während die deutschen Biathleten in Turin Gold in Serie holen, zeichnen sich die deutschen Versicherer durch Dilettantismus aus! Das HANDELSBLATT tituliert treffend dazu „Versicherer verpassen Akteinboom“. Sollten professionelle Vermögensverwalter doch über den Dingen stehen und Weitblick beweisen, dokumentieren die Deutschen, dass sie aus den zurückliegenden Jahren nur die Angst mitgenommen haben, aber keine echten Lehren gezogen zu haben scheinen, denn der Zug zur Sicherheit kennzeichnet hier noch klar das Anlageverhalten dieser so genannten Profis. „Dabei könnten die Lebensversicherer Erträge von der Börse sehr gut brauchen, um ihren Renditen aufzubessern. Denn die zinsabhängigen Papiere, in die die Unternehmen traditionell fast 90% der Kundengelder investieren, werfen kaum noch Erträge ab. Das Zinsniveau liegt selbst nach dem jüngsten Anstieg der Marktzinsen immer noch auf einem historisch sehr niedrigen Niveau von derzeit nur noch 3,5%. Doch beim Thema Aktie ist die Branche ein gebranntes Kind, die meisten Unternehmen haben die Aktie überhaupt erst in den 90er Jahren entdeckt- und sind dann ab 2001 voll in den Aktien-Crash gestürzt. Die Schieflage gipfelte in der Schieflage der MANNHEIMER LEBENSVERSICHERUNG und der FAMILIENVORSORGE LEBEN. Die Branche durchlebte in dieser Zeit die größte Bewährungsprobe seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In der Folge sanken die Gewinnbeteiligungen der Versicherten in mehreren Stufen von über sechs auf im Schnitt 4,28% der Spargelder.“

Es ist davon auszugehen, dass die Aktie erst dann als Anlagemedium wiederentdeckt werden wird, wenn nachhaltig aufgezeigt wird, dass der Trend verschlafen wurde, also wenn der DAX® beispielsweise wieder auf historischen Höchstständen (8.000) notieren wird, als heute den Mut zu besitzen, bei 6.000 einzusteigen… und somit läuft man der aufmerksame Betrachter wird es ahnen Gefahr, dieselben Fehler erneut zu begehen… (das mag polemisch klingen, aber mich persönlich würde es nicht wundern…)

Treten Sie also den entscheidenden Schritt zurück und bilden sich Ihre eigene Meinung: Je schlechter die landläufige Meinung über Aktien ist, je schlechter die gefühlte, fundamental wirtschaftliche Stimmung ist, umso besser ist die Zeit für ein Engagement in Aktien, natürlich immer breit gestreut in ausgezeichneten und ausgewählten Aktienfonds, um hier Risiko zu minieren und nicht von eventuellen Einzelentwicklungen abzuhängen, sondern die primären Trends mitzunehmen! Positionieren Sie sich bitte mit diesem Wissen entsprechend antizyklisch bzw. noch bevor die Masse wieder anfängt zu galoppieren, die Party ist noch lange nicht zu Ende…

Die Indexschlussstände

31.12.200531.03.2006SaldoHoch 2006Tief 2006
Deutscher Aktienindex DAX®5.458,585.970,08+9,37%5.993,455.290,49
VDAX14,1214,03-0,01%18,0110,99
TecDax596,50727,22+21,91%769,41596,41
Dow Jones Eurostoxx 503.616,333.853,74+6,56%3.881,693.515,07
Dow Jones Industrial10.784,8211.109,32+3,01%11.334,9610.000,46
Nasdaq Composite2.218,162.339,79+5,48%2.353,141.889,83
Nikkei16.344,2017.059,66+4,38%17.125,6415.059,52

P.S.: Die derzeitige Hausse währt so liest sich die Fachwelt noch bis 2009/2010, reiten Sie also diesen Trend noch so lange, bis die alten Höchststände an den europäischen Märkten (DAX gut 8.000) erreicht werden…

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Bernd Schmidt
Hand aufs Herz: Hast Du Angst vor einem "Verkaufsgespräch"?

Verstehe ich gut. Die Finanzbranche hat einen schlechten Ruf . Aber ich bin Vermögens-Architekt, kein Produkt-Verkäufer . Unser erstes Telefonat ist keine Verkaufs-Show, sondern eine reine Diagnose . Wir schauen erst auf den Menschen, dann auf den Markt. Wenn die Chemie nicht stimmt, legen wir auf. Keine Kosten, kein Druck.