Der Trend der sinkenden Zinsen zeichnet sich seit geraumer Zeit bereits ab, im Grunde seitdem die Aktienmärkte im März 2003 ihre Tiefstände durchlebten… Psychologisch gesehen führt das Durchleben dieser zyklisch auftretenden Extrema dazu, dass die Marktteilnehmer/Investoren/Anleger äußerst vorsichtig werden, Aktien massiv meiden, Anleihen demzufolge suchen, dessen Kurse somit nach oben ziehen, so dass die Kapitalmarktzinsen fallen, bis dann letztendlich oder auch parallel die Notenbanken ebenfalls diese Entwicklung in ihren Leitzinsen nachzuvollziehen, die Konjunktur somit zu stimulieren versuchen… Anschließend warnen dieselben Bänker mit dem erhobenen Zeigefinger, angstvoll vor Inflation, so dass die Zinsschraube wieder angezogen wird: Die Zinsen steigen wieder!
In meinem Quartalsbericht II 2005 wies ich noch auf die große Flucht aus Aktien hinein in den Hafen der Sicherheit hin, obwohl auch zu diesem Zeitpunkt Aktien die richtige Wahl waren. Nunmehr scheint diese Entwicklung mit einer gewissen Nachlaufzeit von einem halben Jahr auf die Versicherungsbranche hart durchzuschlagen:
DER FONDS, Januar 2006 „Die Abstände werden immer kürzer. Erst waren es acht Jahre, dann nur noch fünf, dann vier, dann drei Jahre. Immer schneller musste die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) ihre Empfehlung für die Höhe des Garantiezinses von klassischen Kapitallebens- und Rentenversicherungen nach unten korrigieren. Zuletzt einigte sich der Vorstand der standesrechtlichen Vereinigung der Versicherungsmathematiker Ende Oktober 2005 darauf, ab dem 1. Januar 2007 den Wert von 2,75 auf 2,25 Prozent zu senken. Zehn Jahre zuvor hatte er mit 4 Prozent seinen historischen Höchststand erreicht, nachdem er über Jahrzehnte bei 3 beziehungsweise 3,5 Prozent gelegen hatte. Die verantwortliche Arbeitsgruppe war zu der Einschätzung gekommen, dass es angesichts der Entwicklung an den Kapitalmärkten erforderlich ist, den Garantiezins neu festzusetzen, so Markus Faulhaber, Leiter des Arbeitkreises Lebensversicherungen bei der DAV und Verantwortlicher Aktuar der Allianz Leben. Denn mit den Versicherungsverträgen werden langfristige Zinsgarantien ausgesprochen. Es ist im Sinne der Versicherten, wenn die Unternehmen diese Verpflichtungen dauerhaft erfüllen können.“
Laut Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten könnte es deshalb künftig Fälle geben, in denen Versicherte trotz Garantien nicht einmal die eingezahlten Beiträge wieder herausbekommen. Dies wäre dann der Fall, wenn die garantierte Verzinsung so gering ist, dass sie gegen hohe Kosten und Provisionen nicht weiter ins Gewicht fiele. Denn der Garantiezins bezieht sich nicht auf die gesamte Versicherungsprämie, sondern nur auf jenen Teil, der nach Abzug aller Kosten für Verwaltung, Abschlussprovision und Todesfallschutz tatsächlich zum Sparen zur Verfügung steht. Wie hoch, diese Sparrate tatsächlich ist, gilt als eines der bestgehüteten Geheimnisse der Versicherungsbranche. Beim Bund der Versicherten schätzt man anhand von öffentlich gemachten Verträgen, dass es durchschnittlich wohl nicht mehr als 75 Prozent der Beitragssumme sind.“
Wer also nach Möglichkeiten der Investition sucht, findet wie schon seit März 2003 in den Aktien die Alternative, zumal die meisten Märkte sich noch deutlich unterhalb der alten Höchststände bewegen, die ja das ist eine alte Börsenregel immer wieder erreicht und übertroffen werden!!! Profitieren Sie also von dieser Regel!!! Die Streuung bei Aktienfonds sowie die Diversifizierung (Verteilung) auf mehrere Fonds und Märkte sowie der Cost-Average-Effekt bei Sparplänen (regelmäßigen beispielsweise monatlichen Einzahlungen) federn Risiken ab und ermöglichen den sehr effektiven Einsatz von hochrentablen Anlagen in Aktienpapieren, nicht zuletzt auch zur Altersvorsorge!!!
Die Indexschlussstände
| 31.12.2004 | 31.12.2005 | Saldo | Hoch 2005 | Tief 2005 | |
| Deutscher Aktienindex DAX® | 4.256,08 | 5.458,58 | +28,25% | 5.469,96 | 4.157,51 |
| VDAX | 13,68 | 14,12 | +3,22% | 18,50 | 10,77 |
| TecDax | 519,99 | 596,50 | +14,69% | 628,94 | 527,95 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 2.951,24 | 3.616,33 | +22,54% | 3.621,89 | 2.911,48 |
| Dow Jones Industrial | 10.800,30 | 10.784,82 | -0,14% | 10.984,46 | 10.000,46 |
| Nasdaq Composite | 2.175,44 | 2.218,16 | +1,96% | 2.278,16 | 1.889,83 |
| Nikkei | 11.488,76 | 16.344,20 | +42,26% | 16.445,56 | 10.788,59 |
P.S.: Die aktuellen Empfehlungen, um den Trend für sich zu nutzen: Deutsche und Japanische Aktien sind im Vergleich noch immer günstig, sprich weit unter ihren Höchstständen: BARING German Growth Trust (€) und INVESCO GT Japan Fund..