Strategen halten Aktien in den USA und Europa für günstig HANDELSBLATT, 10.10.2005
Leverkusen, 11.10.2005
NEW YORK/DÜSSELDORF. Trotz explodierender Energiepreise, Hurrikanschäden und drohender Abkühlung der US-Volkswirtschaft rechnen die Analysten der Investmentbanken mit hohen Gewinnen europäischer und amerikanischer Unternehmen im dritten Quartal. Für die 500 größten Unternehmen in den USA, wo am Montag die Berichtssaison mit dem weltgrößten Aluminiumhersteller Alcoa beginnt, und die 50 größten europäischen Firmen haben die Experten ihr ohnehin hohen Gewinnerwartungen in den vergangenen Wochen noch einmal heraufgesetzt. Die 30 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland erwarten einen Ergebniszuwachs um rund 25 Prozent nach jeweils 22 Prozent in den vorangegangenen Quartalen. (Ende des HANDELSBLATT Zitats)
Gebetsmühlenartig kann ich meine Botschaft quartalsweise nur wiederholen bzw. bestätigen: Aktien schlagen Renten und Festgeld klar und eindeutig, der Trend ist seit dem Iraq-Krieg II intakt, die Anzeichen für diese Superhausse (der DAX® hat beispielsweise seit der Tiefstände aus dieser Zeit (2.188, 75 siehe Quartalsbericht II.2003) mittlerweile gut 130 % zugelegt, der DJ EUROSTOXX50 gut 85%) sind klar erkennbar: Die Aktienmärkte zeigen trotz der oben angedeuteten Widrigkeiten keine echten Schwächen, im Gegenteil: schwächere Tendenzen werden gesucht, um Käufe zu platzieren! Auf diese Weise klettern die Aktien Schritt für Schritt nach oben!!! Ebenso sind die Märkte nach unten hin relativ abgesichert!
Vor dem Hintergrund steigender Zinsen (steigende Unternehmensgewinne – siehe Überschrift – lassen Notenbänker nicht langfristig ,,ungestraft“, sondern ziehen steigende Leitzinsen nach sich und somit fallender Rentenkurse) fließt massiv Geld aus den sicheren Anlagehäfen (siehe Quartalsbericht II. 2005!) zurück in sie sogenannten Risikopapiere, sprich Aktien, der bestehende Trend wird auf diese Weise nur verstärkt!
Ein abschließendes Zitat aus dem HANDELSBLATT, 04.10.2005: Profis nutzen Herdentrieb an den Märkten … Bereits am 9. Februar hat Cortes … empfohlen, da kostete… noch 37 €. Inzwischen steht… bei 51 €. „Der Ablauf it immer gleich“, erläutert Cortes. Erst entdeckten nur einige Anleger den Titel, die große Mehrheit warte jedoch ab. Ziehe der Aktienkurs dann an, steigen immer mehr Marktteilnehmer ein: „Die meisten Menschen brauchen sehr lange, bis sie neue Informationen verwerten.“
Demnach kann es sich auch durchaus lohnen, bei positiven Gewinnüberraschungen noch einzusteigen, wenn die Information bereits auf dem Markt ist. Hat sich die Situation… grundlegend verbessert, glaubt das ein Großteil der Anleger erst mit größerer Zeitverzögerung.
Bitte dran denken: An der Börse kann man am meisten Geld verdienen, wenn man mutig gegen den Strom schwimmt, also dann einsteigt, wenn keiner sich traut, die Stimmung also am schlechtesten ist, aber auch, wenn der Markt schon ein wenig gelaufen ist, lohnt sich der Einstieg noch, da die Masse diese Tendenz noch gar nicht verwertet hat!!!
Die Indexschlussstände
| 31.12.2004 | 30.09.2005 | Saldo | Hoch 2005 | Tief 2005 | |
| Deutscher Aktienindex DAX® | 4.256,08 | 5.083,56 | +18,52% | 5.044,12 | 4.157,51 |
| VDAX | 13,68 | 15,18 | +10,96% | 18,01 | 10,77 |
| TecDax | 519,99 | 592,65 | +13,97% | 620,06 | 495,64 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 2.951,24 | 3.428,51 | +16,17% | 3.464,24 | 2.559,88 |
| Dow Jones Industrial | 10.800,30 | 10.274,97 | -5,11% | 10.984,46 | 10.000,46 |
| Nasdaq Composite | 2.175,44 | 2.151,69 | -1,10% | 2.219,91 | 1.889,83 |
| Nikkei | 11.488,76 | 13.582,95 | +18,23% | 13.678,44 | 10.770,58 |