Drei vor und drei zurück, vier vor und drei zurück… Seitwärts mit maximal leichter Aufwärtstendenz. Somit ist der Aufwärtstrend allerdings seit der Tiefstände im März 2003 anlässlich des Golfkrieg II nach wie vor intakt!
Die im Erklärungsnotstand befindlichen (orientierungslosen) Journalisten, Analysten und Kommentatoren, aber auch Marktteilnehmer / Investoren nennen als Gründe für diese Lethargie, fast schon Apathie, gern derzeit
a) die Hausse an den Rohstoffmärkten (Otto Normalverbraucher merkt’s deutlich an der Tankzapfsäule)! Diese Argumentation ist allerdings nicht aus der Luft gegriffen, markierte der CRB-Rohstoffindex in diesem I. Quartal 2005 bei 323 ein 24 Jahreshoch! Der Rohstoffhunger der aufstrebenden Märkte zu neudeutsch „Emerging Markets“ – (China, Indien u.a.) treibt sowohl die Preise als auch die Weltkonjunktur, aber auch die Angst vor Inflation der Notenbanker weltweit. Somit wären wir wieder thematisch bei der Überschrift angelangt… Eine Korrektur der Rohstoffpreise scheint sich aber anzubahnen, kann die Initialzündung an den Aktienmärkten liefern, aus der Lethargie reißen, zumal der April – historisch gesehen als stärkster Börsenmonat gilt (+2,7% durchschnittlich im Dax®)…
b) den schwachen US$. Grund dafür war das Zinsgefälle (die USA hatten historisch niedrigste Zinsen) weg vom US$ hin zu den alternativen Währungen. Insbesondere der € hat in diesem Zusammenhang weltweit stark an Bedeutung gewonnen. Allan Greenspan, US-Notenbänker, korrigiert trippelschrittchenweise dieses Missverhältnis, attraktiviert, stärkt auf diese Weise natürlich seine Landeswährung, lenkt auf diese Weise die Kapitalströme wieder in die USA! In Europa kann man aufgrund der äußerst labilen Konjunktur derartige Zinsanhebungen nicht mitgehen. Diskutiert man hierzulande sogar in der Tat noch weitere Zinssenkungen… Aber allein die Zinsanhebungen in den USA korrigieren voraussichtlich das Währungsmissverhältnis zwischen den USA und Europa.
Fast am Rande, aber von den Märkten nicht unberücksichtigt blieb die Aufweichung der Kriterien für die Verschuldung der €-Länder, allen voran Deutschland.
Fazit
Versucht man nun die genannten Trends mit deren Verzahnungen untereinander in Einklang zu bringen, so spricht vieles für eine Fortführung des seit März 2003 eingeleiteten Trends: a) eingeleitete Korrektur an den Rohstoffmärkten, b) eingeleitete Zinswende in den USA und c) die damit verbundene eingeleitete Korrektur des schwachen US$. Mit Sicherheit nimmt der Druck auf die in Anleihen und zinsabhängig geparkten Gelder zu, der wieder anspringende, weiter laufende Aktienmarkt wird diesen Druck nur verstärken!
ALSO: Raus aus den Anleihen (auch Rentenfonds!!!), bevor die Masse anfängt zu galoppieren! Rein in die Aktien! Wer weniger mutig ist, sucht sich Aktienfonds aus, die ihren Akzent auf Werthaltigkeit wie zum Beispiel eine hohen Dividendenrendite setzen! 2005 wird mit großer Sicherheit ein Jahr der Aktie, das Projekt „Dax® 5000″ kann wieder aus der Schublade geholt werden…
Wie immer gilt es, gegen den Trend zu handeln und bevor es in der „BILD“ steht, nur Mut…
Die Indexschlussstände
| 31.12.2004 | 31.03.2005 | Saldo | Hoch 2004 | Tief 2004 | |
| Deutscher Aktienindex DAX® | 4.256,08 | 4.373,53 | +2,76% | 4.435,31 | 4.160,83 |
| VDAX | 13,68 | 11,95 | -12,65% | 14,60 | 10,96 |
| TecDax | 519,99 | 529,47 | +1,82% | 548,14 | 514,88 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 2.951,24 | 3.061,11 | +3,72% | 2.965,15 | 2.630,21 |
| Dow Jones Industrial | 10.800,30 | 10.503,76 | -2,75% | 10.984,46 | 10.368,61 |
| Nasdaq Composite | 2.175,44 | 1.999,23 | -8,10% | 2.191,60 | 1.968,58 |
| Nikkei | 11.488,76 | 11.668,95 | +1,57% | 12.975,46 | 11.2112,63 |