Vor dem Sprung oder Die Geschichte von den Lemmingen

2004
Quartal III
Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 12. Oktober 2025
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Vor dem Sprung oder Die Geschichte von den Lemmingen

26.10.2004

Es bauen sich derzeit bzw. haben sich bereits mächtige, gewaltige Blasen aufgebaut. Der aufmerksame Zeitgenosse wird erstens fragen „Welche Blasen?“, zweitens – noch wichtiger „Wann werden sie platzen?“, und drittens – vielleicht „Mit welchen Folgen?“

Die Schauplätze können zunächst klar benannt werden:

  1. Das Erdöl und
  2. Die sicheren Häfen (Festverzinsliches: Vom Kopfkissen, dem Tagesgeld über die langlaufenden Anleihen bis hin zu den (Schieflagen in den) Offenen Immobilienfonds)

Der gestiegene Ölpreis (1. Höchste Notiz, seitdem Erdöl überhaupt offiziell gehandelt wird) schwächt die Konjunktur, somit werden Aktien unattraktiver, sie werden folglich also verkauft. Unternehmen (aktuell Automobilhersteller), die immer noch auf der Kostenbremse stehen, also mit Stellenabbau bzw. Arbeitplatzverlagerung ins Ausland drohen, schüren diese Stimmungslage. Die Menschen werden bzw. bleiben depressiv, das Konsumverhalten verbleibt tief im Keller. Aus Angst, morgen nichts (Job, Geld) mehr zu haben, wird also nicht konsumiert, sondern krampfhaft festgehalten. Auf der anderen Seite vergeben die Banken nur sehr zögerlich und ebenso verängstigt Darlehen für notwendige Investitionen. Zudem werden Reserven abgebaut, wenn sich einmal die individuelle Lage zuspitzt, Aktien werden sowohl verkauft, um Löcher zu stopfen, als auch aus Angst, Kursverluste zu erleiden, um also in den sicheren Hafen zu tauschen.

Unzählige Milliarden werden also bei einem Platzen dieser „Sicherheitsblase“ in Aktien zurückfließen. Auch wenn’s heute nicht vorhersehbar ist, so hat die Geschichte doch gezeigt, dass diese Teufelskreisläufe immer durch gewisse Ereignisse durchbrochen werden. Blasen platzen einfach. Möglicherweise ist es der Ölpreis auch selbst, der von Spekulanten hoch gehalten bzw. getrieben ist. Er ist möglicherweise der erste Dominostein, der fällt. Somit fiele klar ein Belastungsfaktor für den Aktienmarkt weg, die Lemminge kämen genau zu diesem Zeitpunkt auf den Plan: Sie kauften dann nämlich Aktien (zurück). Andere, die aus Angst im sicheren Hafen eingelaufen sind, müssten auf den fahrenden Zug am Aktienmarkt aufspringen, verstärkten den Trend hier…

Also, keine Angst, auch diese Blasen werden wieder platzen! Willkommen, Ihr Lemminge!

Die Indexschlussstände

31.12.200330.09.2004Hoch 2004Tief 2004
Deutscher Aktienindex DAX®3.965,163.892,904.175,483.618,58
VDAX20,7417,0027,6215,71
TecDax541,07496,09654,97431,25
Dow Jones Eurostoxx 502.760,662.726,302.965,152.630,21
Dow Jones Industrial9.275,0010.080,2710.753,639.814,59
Nasdaq Composite2.003,371.896,842.153,831.640,88
Nikkei10.676,6010.832,5712.195,6610.299,43
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Bernd Schmidt
Hand aufs Herz: Hast Du Angst vor einem "Verkaufsgespräch"?

Verstehe ich gut. Die Finanzbranche hat einen schlechten Ruf . Aber ich bin Vermögens-Architekt, kein Produkt-Verkäufer . Unser erstes Telefonat ist keine Verkaufs-Show, sondern eine reine Diagnose . Wir schauen erst auf den Menschen, dann auf den Markt. Wenn die Chemie nicht stimmt, legen wir auf. Keine Kosten, kein Druck.