Das größte Experiment, das aus der Aneinanderreihung von Krisen, begonnen mit der Finanzkrise 2007/2008, resultiert und zu Negativzinsen geführt hat, tritt in ihre nächste Evolutionsstufe. Die Idee der Negativzinsen – so deute ich sie zumindest – war: Zahlt Strafzinsen auf Eure Guthaben oder holt diese Guthaben einfach, um etwas Sinnvolleres damit anzustellen, als Strafzinsen zu kassieren. Schickt Euer Geld wieder arbeiten, anstatt es mit Gebühren zu belasten. Verdient nicht im Geldsystem Geld mit Eurem Geld, sondern sucht Euch ein anderes Geschäftsmodell. Man sprach damals davon, dass das Geschäftsmodell der Banken tot sei, weil es kein sogenanntes Zinsdifferenzgeschäft mehr gab.
Nun hat uns die mit dem Ukraine-Krieg verbundene weltweite Explosion der Energiekosten und der daraus resultierenden Inflation die Zinsen zurückgebracht. Obwohl es hieß, die Welt könne sich bzw. die Staaten können sich, so überschuldet wie sie sind (als Folge der zahlreichen Krisen) höhere Zinsen kaum leisten. Die Frage: Ist das nun wirklich so, können sich die Staaten diese höheren Zinsen (wieder) leisten?
Hört man DANIEL BERNECKER unter der Überschrift „Notenbanken fluten Wirtschaft mit Liquidität“ zu – er spricht von heimlicher Stimulanz der Notenbanken mit über 19 Billionen US$ (Herausgefunden von CROSSBORDER CAPITAL) – so erklärt sich die stärkste Rallye an den Aktienmärkten seit fünf Jahren innerhalb von drei Monaten.
Es zwingt sich die Frage auf: Was ist genau, was da gerade passiert? Wie passt diese Rallye ins Gesamtbild in der Evolution der Zinsen und wie verteilen wir praktisch wie sinnvoll unser Vermögen auf die Asset-Klassen in dieser Situation?
Fazit:
Taktischer Asset-Klassen-Wechsel aus den Aktien in die Infrastruktur. Zur praktischen Umsetzung: Planen wir gern gemeinsam.
Die Schlussstände
| 31.12.2023 | 31.03.2024 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| DAX® (Performance) | 16.750,39 | 18.494,89 | +10,41% | 18.517,59 | 14.606,20 |
| DAX® (Kurs) | 6.828,85 | 7.293,20 | +6,79% | 7.301,61 | 5.789,37 |
| VDAX-NEW® | 13,5317 | 12,7697 | -5,63% | 22,3776 | 11,3478 |
| TecDax® | 3.337,41 | 3.454,38 | +3,50% | 3.490,44 | 2.788,38 |
| FTSE 100 Index | 7.735,3184 | 7.963,103 | +2,94% | 7.977,22 | 7.216,23 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 4.532,6836 | 5.092,592 | +12,35% | 5.107,208 | 3.987,80 |
| Dow Jones Industrial | 37.707,76 | 39.757,00 | +5,43% | 39.867,668 | 32.331,30 |
| Nasdaq 100 | 16.897,803 | 18.245,79 | +7,98% | 18.416,80 | 14.188,50 |
| Nikkei 225 | 33.475,656 | 40.369,44 | +20,59% | 41.087,75 | 30.537,80 |
| MSCI EM® | 1.022,9654 | 1.056,22 | +3,25% | 1.071,10 | 932,128 |
| REXP® | 447,8665 | 449,603 | +0,39% | 453,55 | 440,571 |
| Ölpreis (Brent) in US$ | 77,6081 | 87,41 | +12,63% | 95,9319 | 71,8756 |
| €/US$ | 1,1063 | 1,0786 | -2,50% | 1,1275 | 1,0449 |
| Gold US$/Oz Bid | 2.064,7578 | 2.228,80 | +7,94% | 2.232,80 | 1.810,75 |
| Bitcoin in € | 38.255,5816 | 66.038,6731 | +72,62% | 68.324,50 | 23.957,80 |
| S&P Global Infra. Index | 2.731,67 | 2.825,90 | +3,45% | 2.828,73 | 2.308,87* |
*Superwahljahr 2024
- 07. Januar: Parlamentswahl Bangladesch
- 13. Januar: Präsidentenwahl in Taiwan
- 28. Januar: Präsidentschaftswahl in Finnland
- 11. Februar: Wiederholung der Bundestagswahl in Berlin
- 17. März: Präsidentschaftswahl in Russland
- 31. März: Kommunalwahlen in der Türkei
- 10. April: Parlamentswahl in Südkorea
- April/Mai: Unterhauswahlen in Indien
- 26. Mai: Kommunalwahlen in Thüringen
- 02. Juni: Parlamentswahl in Mexiko
- 06. bis 09. Juni: EU-Parlamentswahlen
- 09. Juni: Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt
- 01. September: Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen
- 22. September: Landtagswahlen in Brandenburg
- September/Oktober: Nationalratswahlen Österreich
- 05. November: US-Präsidentschaftswahl
- Noch nicht terminiert: Unterhauswahlen in Großbritannien