Anfang vom Ende oder Ende vom Anfang…

2002
Quartal II
Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 12. Oktober 2025
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Fundamental zeichnet sich das ab, worauf die Börse seit langem sehnsüchtig wartet: Den konjunkturellen Aufschwung! Man muß es sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, bevor man wieder zur Tagesordnung übergeht: Die US-Wirtschaft hat im ersten Quartal 2002 noch rasanter zugelegt als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte nach Angaben des Handelsministeriums in Washington im Zeitraum Januar bis März mit einer hochgerechneten Jahresrate von 6,1 % zu! Damit ist die US-Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres so stark gewachsen wie seit zwei Jahren nicht mehr!!! Konsequenterweise kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Börsen diese fundamentalen Vorgaben endlich wieder beachten und honorieren!!!

Nur Mut! Derzeit wird allerdings die Trumpfkarte „Verunsicherung“ und „Angst“ gespielt, sie sticht alles aus, um im Bild zu bleiben. Europa durchleidet seine schwerste Baisse. Losgelöst von Konjunkturdaten und Unternehmensnachrichten kennen die Aktienkurse nur eine Richtung: nach unten.

Für den privaten Anleger, der nicht gezwungen ist, Kasse zu machen, lautet die beste Strategie, sich nicht nervös machen zu lassen, mit dem Wissen aus den Tagen um den 11. September herum: Dort brachen die Kurse auf breiter Front crashartig ein, bildeten bis dato den Tiefstpunkt dieser Baisse (siehe Chart unten), erholten sich allerdings nach dem eindeutigen Ausverkauf am 21. September 2001 relativ schnell wieder, der DAX® zum Beispiel machte in der Folge glatte 50% Kursplus. Wer dann vielleicht ausgestiegen ist, verpasst dann gegebenenfalls den rechtzeitigen Wiedereinstieg, hat die Verluste realisiert, und ist bei der Erholung nicht dabei, wird doppelt bestraft.

In Europa gab es, gemessen an den aktuellen Indexständen, nie zuvor eine Abwärtsbewegung dieses Ausmaßes. Seit seinen Höchstständen im März 2000 verlor der DAX® knapp 50%, die europäischen Standardwerte verloren mit 45% kaum weniger. Noch schwärzer sieht es bei den Technologiewerten aus, die mittlerweile zu den Totgesagten gehören: Der NASDAQ-Index verlor seit seinem Hoch ebenfalls im Frühjahr 2000 78%. Alles in den Schatten stellt die Entwicklung am Neuen Markt in Frankfurt: Hier summierten sich der Verluste in 2¼ Jahren auf sage und schreibe 93%. Die DEUTSCHE TELEKOM AG, Schwergewicht im DAX®, die ihr Hoch bei gut 100 € fand, notiert mittlerweile unter 10 €, einst Liebling des Deutschen Volkes, avanciert nun zum Symbol für Geldvernichtung und Risiko schlechthin.

DAX 1999 bis 2002
Der Deutsche Aktienindex DAX® der letzten drei Jahre

Bitte beobachten Sie, ob der DAX® nun die W-Formation vollendet! Wichtig ist, dass der zweite Haken des Ws nicht unterhalb des ersten landet, ansonsten wäre damit fatalerweise der im Frühjahr 2000 begonnene Abwärtstrend immer noch intakt… Mit dieser möglichen Umkehrformation schlösse der Deutsche Markt die noch intakte Baisse (Abwärtsbewegung) charttechnisch ab, der Weg für steigende Kurse wäre somit frei… Wenn das keine Perspektive ist?!! Die anziehende Konjunktur sollte ihr Scherflein dazu beitragen…

Eine nach wie vor schwierige Zeit der Orientierung, Positionierung! Trotzdem: Der richtige Zeitpunkt zu kaufen ist immer jetzt!

Die Schlußstände

31.12.200128.06.2002JahreshochJahrestief
Deutscher Aktienindex DAX5.160,104.382,565.467,313.946,70
Nemax AllShare1.095,83664,551.222,45614,41
Dow Jones Eurostoxx 503.806,133.133,393.864,082.827,79
Dow Jones Industrial10.021,509.243,2610.679,128.062,34
Nasdaq Composite1.950,401.463,212.181,051.356,03
Nikkei10.457,6110.621,8012.081,409.420,80
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Verstehe ich gut. Die Finanzbranche hat einen schlechten Ruf . Aber ich bin Vermögens-Architekt, kein Produkt-Verkäufer . Unser erstes Telefonat ist keine Verkaufs-Show, sondern eine reine Diagnose . Wir schauen erst auf den Menschen, dann auf den Markt. Wenn die Chemie nicht stimmt, legen wir auf. Keine Kosten, kein Druck.