III. Quartal 1998

1998
Quartal III
Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 12. Oktober 2025
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Das Rezessionsgespenst geht um! … und der Börsenmonat Oktober liegt direkt vor uns. Tolle Nachrichten also: Innerhalb der nächsten vier Wochen werden sich für den mittelfristig orientierten Anleger gute bis sehr gute Gelegenheiten ergeben, um günstig einzusteigen bzw. nachzukaufen! Es lebe die Unsicherheit, die Angst, die Panik, denn diese „Dreifaltigkeit“ macht die Kurse möglich, denen wir vor drei Monaten noch nachgetrauert haben und die so mancher zu Jahresbeginn aus Skepsis nicht genutzt hat! Das Risiko, nicht dabei zu sein, ist teilweise gravierender als das Risiko, investiert zu sein!

1973/74 gaben die europäischen Märkte im Schnitt um bis zu 44% nach, die Korrektur zog sich wie ein Kaugummi über 437 endlose Handelstage. 1987 verloren wir innerhalb von gut drei Wochen 34%. Das Wort Crash wurde aufgrund der Schnelligkeit und Heftigkeit ordnungsgemäß in den Mund genommen.

…und 1998? Seit den Jahreshöchstständen am 22. Juli (6.224,52 Punkte auf Xetra) haben wir, gemessen an unserem DAX, mittlerweile über 34,22 % verloren (4.094,62 Punkte Schlußstand heute). Der Abwärtstrend ist zur Zeit noch intakt, zwei Schritte zurück, einen vor. Ein Ende dürfte allerdings, wie bereits oben angedeutet im Oktober gefunden werden. Klassisch wäre eine Korrektur von 50%, allerdings wird diese Marke meist nur ganz kurz innerhalb eines Tages in der sogenannten Übertreibungsphase (Sell Off) gesehen bzw. dreht der Markt bereits vorher schon wieder nach oben, weil..man’s halt nicht abwarten kann“. Bei einem DAX-Stand unter 3.750 Punkten kann man beruhigt auf mittelfristige Sicht (mindestens zwölf Monate) anfangen bzw. fortfahren, Aktienpakete einzusammeln. Wenn sich eine Umkehrformation ausbildet, werden sich der Märkte von diesem überverkauften Niveau recht schnell auch wieder erholen. Eines konnte man jedenfalls in der Vergangenheit immer beobachten, daß die Tage der größten Depression Schnäppchentage waren!

In Deutschland wurde ein Unsicherheitsfaktor bereits weitestgehend ad acta gelegt: Die Bundestagswahl. Ungewiß bleibt, ob eine rot-grüne Regierung in der Lage ist, den Reformstau im Sinne der Wirtschaft und somit der Börse aufzulösen. Positiv ist das überraschend klare und eindeutige Votum der Bürger. Die Regierungsmehrheit mit 21 Mandaten und die Majorität im Bundesrat bilden den Boden für Veränderungen…

Im Mittelpunkt der aktuellen Diskussionen steht die Frage, ob wir uns auf dem Weg in eine globale Depression, eine Weltwirtschaftskrise befinden. Der aufmerksame Beobachter kann diese Frage sehr rasch für sich beantworten und mit dieser Beobachtung die Zeit der Unsicherheit zu vorsichtigen Käufen nutzen, während die Masse der Investoren noch aus Angst verkauft und jede Nachricht negativ auslegt. „DUISENBERG SIEHT KEINE REZESSION“ Headline HANDELSBLATT vom 23.09.1998. Dagegen: „GLOBALES WACHSTUM AUF TALFAHRT Headline HANDELSBLATT von heute. Zwar prognostiziert der IWF (Internationaler Währungsfonds) eine Halbierung des Wachstums von ca. 4% 1997 auf nunmehr ca. 2% für 1998, allerdings wird in den Folgejahren ein Anstieg auf wieder 4% im Jahre 2002 erwartet. Urteile bitte selbst:

Wirtschaftswachstum 1997 vs. 1998 (Prognose)

  • USA: +3,9% (1997) | +3.5% (é 1998)
  • EU: +2,7% (1997) | +2,9% (é 1998)
  • Lateinamerika: +5,1% (1997) | +2.8% (é 1998)
  • Japan: +0,8% (1997) | -2,5% (é 1998)
  • Asien: +6,6% (1997) | +1,8% (é 1998)
  • Rußland: +0,9% (1997) | -6,0% (é 1998)

Die Aussichten auf eine Besserung in 1999 hätten sich verschlechtert, „die Risiken eines tieferen, weiteren Abschwungs sind offenkundiger geworden.“ Mittelfristig sei der Ausblick unsicher, heißt es weiter. Eine wesentliche Voraussetzung sei auch, daß Japan die geplanten Konjunkturanreize bald realisiert und den Bankensektor umstrukturiert.“

Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig die Auswahl der Region auf mittelfristige Sicht ist, wenn man von steigenden Unternehmensgewinnen in nächster Zukunft profitieren will. Für den vorsichtigeren Investor bietet sich Europa zu über 30% reduzierten Kursen an. Wer sehr mutig ist, wendet sich Asien zu: Spätestens 1999 sollte der Boden gefunden werden. Ein schrittweiser Einstieg über sechs bis neun Monate sollte die richtige und vorsichtige Strategie für einen noch unberechenbaren Markt sein.

Ich sehe in diesen Turbulenzen die Schwere des Weges dieser Märkte, sich den Industriestaaten anzunähern. Allerdings erscheint mir dieser Läuterungsprozeß als notwendig und wichtig: Die „Pubertätsphase“ der sogenannten Schwellenländer. Die aufstrebenden Märkte von heute erwachsen zu den Industrienationen von morgen. Die Chancen, die diese Märkte jetzt bieten, werden voraussichtlich auf Jahre hinaus nicht wiederkehren. Trotzdem sollte hier ein Anlagehorizont von sieben bis zehn Jahren einkalkuliert werden. Ideale Perspektiven, wenn man wie ich für 1999 eine Wende in den zahlreichen Krisenregionen erwartet. Wenn man bedenkt, daß die Börse zwölf Monate vorausschaut…

Solltest Du Weiteres zu Märkten (zum Beispiel Asien, Osteuropa, Lateinamerika), Strategien oder Perspektiven erfahren wollen, so erreichst Du mich wie gewohnt telefonisch unter 02 21 / 668 444 oder via Fax unter 02 21/96 60 34. Ich freue mich, auf Deinen Anruf!

Herzliche Grüße und viel Erfolg bei der Schnäppchenjagd im Oktober

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Bernd Schmidt
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Verstehe ich gut. Die Finanzbranche hat einen schlechten Ruf . Aber ich bin Vermögens-Architekt, kein Produkt-Verkäufer . Unser erstes Telefonat ist keine Verkaufs-Show, sondern eine reine Diagnose . Wir schauen erst auf den Menschen, dann auf den Markt. Wenn die Chemie nicht stimmt, legen wir auf. Keine Kosten, kein Druck.