Wenn man sich unten auf diesem QB die Veränderung der wichtigsten Indizes im ersten Quartal 2019 anschaut, so dominiert die Farbe grün. Lediglich a) die gemessene Schwankung (VDAX-NEW), ein Gradmesser für die Nervosität der Aktienmärkte (hier: auf den DEUTSCHEN AKTIENINDEX DAX®), b) die für Europa wichtigste Rohölsorte Brent und c) der € zum US$ (Wir wissen, dass ein schwacher €, die Wirtschaft unterstützt, also hilft!!!) sind zurückgegangen und somit rot.
Der VDAX-NEW ist deutlich zurückgegangen und bewegt sich auf normalem, beruhigtem Niveau. Er spiegelt wider, dass die Aktienmärkte nach dem schwachen wie nervösen Jahr 2018 allesamt in den ersten drei Monaten dieses Jahres gestiegen sind sich somit deutlich erholt zeigen.
Die Gründe – das weiß man JETZT in der Rückbetrachtung! – sind fundamental in der nachlassenden Konjunktur des letzten Jahres zu finden. In Teilen Europas hatten wir Rezession, also ein Schrumpfen der Konjunktur. Das durchaus zuvor sehr positiv erwartete BIP-Wachstum wurde demzufolge zu Beginn dieses Jahres von der Bundesregierung und von offizieller Seite (EU-KOMMISSION, SACHVERSTÄNDIGENRAT DER FÜNF WIRTSCHAFTSWEISEN u.a.) nach unten korrigiert. Nicht ungewöhnlich, denn derartige Institutionen betrachten immer nachlaufend das Bild der Vergangenheit, überzeichnen somit die leicht düstere Stimmung der Gegenwart, helfen zur Bewertung im Hier und Jetzt nicht weiter (Es sei denn, man wertet diese Revision kontraindikativ! Die dazu passende Börsenweisheit: „Die Börse steigt an einer Wand von Angst!“).
Leider bieten sie also nie eine Perspektive, auf die man, den Blick in die Zukunft gerichtet, investiert. Der ifo-Geschäftsklima-Index* allerdings, ein vorausschauender Index, ist im März 2019 des erste Mal nach sieben Monaten des Rückgangs in Folge wieder gestiegen und konterkariert, nein, bestätigt im Grunde die oben angesprochene Korrektur der Wirtschaftsprognosen! Sie ziehen bitte hieraus Ihre eigenen Schlüsse!
Wenn man zudem weiß, dass nach einem schwachen Börsenjahr in der Regel ein gutes Jahr folgt, so passt die Entwicklung der Börsen zu Beginn diesen Jahres vor dem Hintergrund der Korrektur der Wachstumsprognosen mit den vermeintlich konterkarierenden Aussichten der Unternehmer idealerweise und tatsächlich gut ins Bild. An der Börse wird die Zukunft gehandelt und noch ’ne Börsenweisheit: – Die Börse hat immer recht, preist sei doch alle Gegebenheiten ein und bildet die Situation sehr authentisch ab. So heißt es auch: So wie das Jahr startet, verläuft auch der Rest des Jahres…
Fazit:
Es ist sehr gut möglich, dass die bereits im I. Quartal 2018 gestartete Konsolidierung nun endlich ein Ende findet und 2019 nach einem guten I. Quartal auch insgesamt ein gutes Börsenjahr wird!
Die Schlussstände
| 31.12.2018 | 31.03.2019 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| DAX® (Performance) | 10.558,96 | 11.526,04 | +9,16% | 13.204,31 | 10.279,20 |
| DAX® (Kurs) | 4.862,74 | 5.274,00 | +8,46% | 6.095,24 | 4.733,90 |
| VDAX-NEW | 23,39 | 15,69 | -32,92% | 25,92 | 12,57 |
| TecDax | 2.450,18 | 2.671,68 | +9,04% | 3.049,60 | 2.375,59 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 2.991,00 | 3.359,50 | +12,32% | 3.596,20 | 2.908,70 |
| Dow Jones Industrial | 23.056,00 | 25.942,00 | +12,51% | 26.951,81 | 21.712,53 |
| Nasdaq Composite | 6.584,22 | 7.729,32 | +17,39% | 8.133,30 | 6.190,17 |
| Nikkei 225 | 20.014,77 | 21.305,00 | +6,45% | 24.448,07 | 18.948,58 |
| REXPO | 487,68 | 492,53 | +0,99% | 492,67 | 478,18 |
| Ölpreis (Brent) in US$ | 53,23 | 68,38 | +28,46% | 86,74 | 49,93 |
| €/US$ | 1,1466 | 1,1200 | -2,32% | 1,2415 | 1,1176 |
* Das ifo Geschäftsklima basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „gut“ und „schlecht“, der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „günstiger“ und „ungünstiger“. Das Geschäftsklima ist ein transformierter Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen.