BERNECKER beschreibt in seiner AB-Daily das charttechnische Bild einer „Fahnenstange“ im US-Leitindex DOW JONES Industrial Average. Parallel führt er eine Statistik der Bargeldbestände großer Fonds ins Feld, die historisch niedrig sei. Diese Bargeldbestände dienen dazu, die Liquidität bei Ein- und Auszahlungen bequem zu steuern, ohne den eigentlichen Wertpapierbestand anzutasten. Hier scheint eine gewisse Konditionierung der Fondsmanager stattzufinden (Die verantwortlichen Verwalter von Investmentvermögen gewöhnen sich an die steigenden Kurse, werden, bestraft“, wenn sie Liquidität nicht investieren, sondern einfach nur halten.). Wir haben keine Anzeichen für eine Euphorie.
Die Aufwärtsbewegung seit dem Ende der Finanzkrise (an den Kapitalmärkten) im März 2009, die nahezu ungebrochen ist. wird permanent mit warnenden Stimmen begleitet. Hierfür gibt es das passende Bild steigender Kurse an einer Wand von Angst. Diese Angst vor einem Crash hat natürlich, nachdem sich jüngst der Schwarze Freitag, der eigentlich ein Montag war, zum 30. Mal jährte, Hochkonjunktur (Am 19. Oktober 1987 verlor der DOW Jones Industrial Average innerhalb von 20 Minuten 508 Punkte oder rund 20%). Doch sich daran zu gewöhnen, dass Aktienkurse lediglich steigen (können), so wie in den letzten 8½ Jahren, stimmt doch bedenklich, mahnt durchaus zur Vorsicht und stimmt in das oben beschriebene Bild der Angst, die uns in dieser Zeit permanent begleitet, ein.
Es heißt, politische Börsen hätten kurze Beine. Allerdings haben Menschen wie Trump und Erdogan zwar polarisiert, der Börsentendenz aber nicht geschadet:
- Bringt Trump nun eines seiner im Wahlkampf propagierten Projekte, seine Steuerreform, auf den Weg – Danach sieht es bis Jahresultimo 2017 aus! So kann es den Aktienmärkten nicht nur helfen, sondern erfüllt damit einen Teil der Erwartungen seit der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA.
- China, noch zusammen mit Dieselgate Unsicherheitsfaktor im Herbst vor zwei Jahren, schafft mit seinem 5-Jahresplan Planungssicherheit, ungeachtet der Beschlüsse und der Kultur. Börsen lieben Planungssicherheit.
- Die Wiederwahl Shinzō Abes bedeutet eine Bestätigung wie auch Fortsetzung der expansiven Politik Japans und: Planungssicherheit.
- In Europa ist mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Fortsetzung der Niedrigzinspolitik diese Woche zu rechnen (Was auch sonst?). Möglicherweise wird dann auch die psychologische Marke von 13.000 Punkten im DAX® signifikant genommen. Und bestätigte die Sorglosigkeit der Fondsmanager, siehe oben.
Fazit:
The Trend is your friend. Allerdings mit einer größer werdenden Portion Vorsicht, gern auch mit Absicherung (THE ENGINEERS OF FINANCE (TEOF))!!!
Die Schlussstände
| 31.12.2016 | 30.09.2017 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| DAX® (Performance) | 11.481,06 | 12.828,86 | +7,25% | 12.951,54 | 10.174,92 |
| DAX® (Kurs) | 5.588,27 | 6.080,19 | +6,53% | 6.138,33 | 4.952,53 |
| VDAX-NEW | 21,4 | 11,46 | -29,28% | 25,21 | 10,73 |
| TecDax | 1.811,72 | 2.434,14 | +12,98% | 2.467,08 | 1.669,35 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 3.279,00 | 3.594,85 | +6,77% | 3.666,80 | 2.922,82 |
| Dow Jones Industrial | 19.780,00 | 22.405,09 | +4,47% | 22.487,11 | 17.063,08 |
| Nasdaq Composite | 5.383,12 | 6.495,96 | +9,82% | 6.527,22 | 5.034,41 |
| Nikkei 225 | 19.070,00 | 20.356,28 | -0,84% | 20.481,27 | 16.111,81 |
| REXPO | 485,31 | 482,44 | -0,31% | 491,66 | 478,36 |
| Ölpreis (Brent) in US$ | 56,71 | 57,54 | -7,00% | 59,49 | 43,57 |
| €/US$ | 1,0500 | 1,1813 | +1,55% | 1,2093 | 1,0341 |