HANDELSBLATT Donnerstag, 11. Juli 2017E: „Vier Jahre lang sanken bei den 500 größten Unternehmen Europas. 2017 könnten sie 05 Prozent mehr verdienen als im Vorjahr, weil die Wirtschaft stärker wächst als erwartet. Europas Unternehmen starten durch. Der Gegensatz „Schwaches Europa, starke USA“ galt in den vergangenen Jahren. Doch jetzt holt die europäische Wirtschaft auf. Nur in der Technologie scheint Amerikas Vorsprung uneinholbar. In der Realwirtschaft wie an der Börse. Europäische Unternehmen profitieren vom globalen Wachstum, zudem sorgen die brummende europäische Konjunktur und die anziehende Inflation für ein gutes Umfeld.“
HANDELSBLATT Donnerstag, 13. Juli 2017: „Angela Merkel und Emmanuel Macron wollen das europäische Haus neu beleben. Beim Ministertreffen in Paris sollen Projekte zur Stärkung der Gemeinschaft vorgestellt werden. Im Mittelpunkt steht eine gemeinsame Unternehmensbesteuerung. „Wir werden Europa neu gründen“ so lautet das verheißungsvolle Versprechen Emmanuell Macrons. Neben den Themen Verteidigung und Sicherheit steht vor allem die Finanz- und Wirtschaftspolitik im Mittelpunkt.“
Zieht man den Blick weitest möglichst auf, so zeigen die Fundamentaldaten folgendes Szenario:
JPMORGAN Weekly Brief 13.07.2017: „Angesichts des steigenden globalen Wachstums werden sich Investoren der Widerstandsfähigkeit immer bewusster. Die weichen“ Daten haben sich allgemein verbessert und die Einkaufsmanagerindizes (PMI) sind auf solidem Niveau oberhalb der 50 Punkte-Marke geblieben. Der synchronisierte Anstieg der globalen Einkaufmanagerindizes seit Mitte 2016 hat die Stärke einer weltweiten Wirtschaftserholung angekündigt.“ Es „spiegelt sich die Stärke dieser weichen“ Daten auch in den „harten“ Daten wider, besonders im weltweit wachsenden Export von fast 4%. Zusätzlich schieben die die starken Ergebnisse der US-Konjunkturumfrage… die Sorgen über die Konjunkturverlangsamung in den USA beiseite. Dass das globale Konjunktur-Momentum weiter anzieht, während die politischen Risiken abnehmen, könnte weiterhin ein positives Umfeld für Aktien bieten.“
BERNECKER hat im aktionärsbrief 28.17 „keine Zweifel“ an der Fortsetzung der Hausse“. Korrekturen in einer Größenordnung von fünf bis zehn Prozent stellten immer wieder Kaufgelegenheiten im übergeordneten Trend dar und vermeiden, dass Märkte überhitzen. Wichtiger und noch entscheidender sei, dass der Beginn einer Zinswende nach oben „für die Aktienmärkte stets positiv“ sei. „Das ist historisch sauber zu belegen. Je tiefer die Ausgangsbasis beim Zins, desto sicherer wird die Tendenz der nächsten Jahre. Steigende Zinsen drücken nämlich eines aus: Ein Erstarken der Wirtschaft mit anziehenden Gewinnen. Erst in der fortgeschrittenen Phase steigender Zinsen auf 4 bis 5 Prozent (also deutlich fallende Anleihekurse) werden die Bondmärkte eine echte Alternative zum Aktienmarkt. Deshalb nehmen wir anziehende Renditen gelassen hin – begrüßen sie sogar.“
Fazit:
Die Aktie bleibt und steht klar im Fokus. Im Bestand und bei freien Rücklagen.
Die Schlussstände
| 31.12.2016 | 31.03.2017 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| DAX® (Performance) | 11.481,06 | 12.312,87 | +7,25% | 12.313,29 | 9.214,10 |
| DAX® (Kurs) | 5.588,27 | 5.953,44 | +6,53% | 5.953,44 | 4.486,91 |
| VDAX-NEW | 21,4 | 14,95 | -29,28% | 39,23 | 10,73 |
| TecDax | 1.811,72 | 2.046,86 | +12,98% | 2.046,86 | 1.489,70 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 3.279,00 | 3.500,93 | +6,77% | 3.500,93 | 2.678,27 |
| Dow Jones Industrial | 19.780,00 | 20.663,22 | +4,47% | 21.169,11 | 17.063,08 |
| Nasdaq Composite | 5.383,12 | 5.911,74 | +9,82% | 5.928,06 | 4.574,25 |
| Nikkei 225 | 19.070,00 | 18.909,26 | -0,84% | 19.668,01 | 14.864,01 |
| REXP® | 485,31 | 483,82 | -0,31% | 491,82 | 481,16 |
| Ölpreis (Brent) in US$ | 56,71 | 52,74 | -7,00% | 58,37 | 37,27 |
| €/US$ | 1,0500 | 1,0663 | +1,55% | 1,1617 | 1,1617 |