Das sogenannte Windowdressing zum Quartalsende des I. Quartals 2017 (Saisonale Kurspflege institutioneller Investoren) bedeutete an sämtlichen Aktienmärkten Jahreshöchststände, siehe auch unten in den Indizes. Nicht ganz unschuldig daran waren die Meldung um den STATENS PENSJONSFOND UTLAND, den weltgrößten Sovereign Wealth Fonds, in dem der norwegische Staat die eigene Altersvorsorge organisiert bzw. verwaltet. Das verwaltete Vermögen beträgt derzeit ca. 900.000.000.000 US$. Die marktbewegende Meldung: Die Aktienquote wurde von 60% (in Worten: sechzig Prozent) auf 70% (in Worten: siebzig Prozent) angehoben. Folglich wurden 90.000.000.000 US$ aus festverzinslichen Papieren in Aktien umgeschichtet!
Wenn ein derartiges Schwergewicht eine derartige Umschichtung (Assetwechsel, bereits mehrfach in den BERND SCHMIDT Quartalsberichten beschrieben!!!) vollzieht, so hat dieser Kauf logischerweise direkte Auswirkungen auf die Nachfrage nach Aktien zu diesem Zeitpunkt (Mitte Februar), aber auch Signalwirkung für andere Vermögensverwalter bzw. institutionelle Investoren sowie gemeine Anleger und Sparer!
FONDSPROFESSIONELL Online 10.04.2017… Bert Flossbach warnt vor „Mutter aller Blasen“ bei Anleihen. Die Anleiherenditen sind in den vergangenen Jahren wegen des Niedrigzinsumfelds stark gefallen. Nicht nur am Rentenmarkt gibt es aktuell eine Blase, warnt Vermögensverwalter Bert Flossbach. Starmanager Bert Flossbach: „Weil Immobilien häufig mit Fremdkapital finanziert werden, profitiert ihre Bewertung zusätzlich von niedrigen Kreditzinsen.“ Je länger die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrer aktuellen Politik festhält, desto überzeugter sind Anleger, dass das extrem niedrige Zinsniveau von Dauer ist. Eine Folge dieser Überzeugung ist am Anleihemarkt zu beobachten: Die Kurse vieler Anleihen sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, die Renditen dementsprechend gefallen. „Der Anleihemarkt kann deshalb als Mutter aller Blasen bezeichnet werden“, sagt Vermögensprofi Bert Flossbach.
Auch am Immobilienmarkt hat der Chef der Kölner Vermögensverwaltung FLOSSBACH VON STORCH in einigen Bereichen Preisblasen ausgemacht. „Weil Immobilien häufig mit Fremdkapital finanziert werden, profitiert ihre Bewertung zusätzlich von niedrigen Kreditzinsen“, erklärt er. In Toplagen deutscher Metropolen werden Wohnobjekte mittlerweile zu Mietrenditen von unter drei Prozent vor Kosten gehandelt. „Wer heute solche Objekte zu Rekordpreisen veräußert, kann sich vor allem bei Mario Draghi und dem deutschen Anlegerverhalten bedanken“, sagt Flossbach.
Letzter Ausweg Aktien. Aktien sind die letzte große Anlageklasse, bei der sich die tiefen Zinsen noch nicht in entsprechend höheren Bewertungen niedergeschlagen haben.“
Fazit:
Wer hier regelmäßig liest, der weiß, dass 2025 die 20.000 im DAX® avisiert sind. Als Zwischengröße dürfte Ende 2018 die 17.000 gesehen werden…
Die Schlussstände
| 31.12.2016 | 31.03.2017 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| DAX® (Performance) | 11.481,06 | 12.312,87 | +7,25% | 12.313,29 | 9.214,10 |
| DAX® (Kurs) | 5.588,27 | 5.953,44 | +6,53% | 5.953,44 | 4.486,91 |
| VDAX-NEW | 21,14 | 14,95 | -29,28% | 39,23 | 10,73 |
| TecDax | 1.811,72 | 2.046,86 | +12,98% | 2.046,86 | 1.489,70 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 3.279,00 | 3.500,93 | +6,77% | 3.500,93 | 2.678,27 |
| Dow Jones Industrial | 19.780,00 | 20.663,22 | +4,47% | 21.169,11 | 17.063,08 |
| Nasdaq Composite | 5.383,12 | 5.911,74 | +9,82% | 5.928,06 | 4.574,25 |
| Nikkei 225 | 19.070,00 | 18.909,26 | -0,84% | 19.668,01 | 14.864,01 |
| REXP® | 485,31 | 483,82 | -0,31% | 491,82 | 481,16 |
| Ölpreis (Brent) in US$ | 56,71 | 52,74 | -7,00% | 58,37 | 37,27 |
| €/US$ | 1,0500 | 1,0663 | +1,55% | 1,1617 | 1,1617 |