
Das allbestimmende Thema ist die Zinspolitik. Wie bekommt man die mittlerweile negativen Renditen bei festverzinslichen Wertpapieren wieder in einen (positiven) normalen Bereich? Wie schaffen es die Notenbanken, trotz relativ schwacher Wirtschaftszahlen die Zinsen wieder anzuheben, ohne gleich wieder abzuwürgen? Die Antwort darauf lautet: Sehr wahrscheinlich nicht aus sich heraus! Die Märkte allein werden es initial richten (müssen), die Notenbanken werden das, was die Zinsmärkte bereits eingepreist haben werden, dann nachvollziehen.
Die Zinswende selbst hat bereits stattgefunden, der sogenannte Assetwechsel weg vom Festverzinslichen hin zu den sachwertorientierten Investitionen – vollzieht sich bereits seit Jahren, die Geschwindigkeit scheint zuzunehmen, da der Druck bei der Suche nach benötigten Ertrag zuzunehmen scheint. Die Welt benötigt Ertrag, denn Ertrag schafft Liquidität. Jetzt und für später im Alter. Mit einem negativen Zinsumfeld drohen die vorhandenen Rücklagen überproportional schnell aufgezehrt zu werden, die Befürchtung, dass angesammeltes Kapital nicht ausreicht, ist somit also mehr als berechtigt.
Die konventionellen Mechanismen in der Finanzwelt scheinen ausgehebelt, weil zu lange die Zinsen nach unten geführt worden sind. Nun ist eine Situation geschaffen worden, in der einzelne Notenbanken (Schweiz, Japan) in ihrer verzweifelten Suche nach Ertrag bereits Aktien anstatt schlecht oder gar nicht rentierende festverzinsliche Wertpapiere kaufen! Eine Fingerzeig?!? Mit Sicherheit!
Der Anstieg der Rohstoffpreise, siehe Ölpreis (Brent) in US$ in den Schlussständen unten, (und Edelmetalle) in diesem Jahr deutet zudem an, dass sich das Umfeld zu normalisieren scheint, denn die sogenannten Sovereign Wealth Funds, siehe BERND SCHMIDT Quartalsbericht IV.2015 vom 09.01.2016, benötigen ebenso einen höheren Ölpreis. Ob die Welt langfristig Öl als fossilen Brennstoff benötigt, sei berechtigterweise anzuzweifeln. Die betroffenen Länder denken aber bereits seit geraumer Zeit um, um sich auf ihre Zeit nach dem Öl einzustellen. Länder, die im Entwicklungszyklus später dran sind, setzen nicht mehr auf Öl, sondern auf regenerative Energieträger (Philippinen – THOMASLLOYD).
Fazit:
Sachwerte sind und bleiben die Lösung in einem solchen Umfeld, die Schweizer und die japanische Notenbank machen es vor!
Die Schlussstände
| 31.12.2015 | 30.09.2016 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| DAX® (Performance) | 10.743,01 | 10.511,02 | -2,16% | 11.430,87 | 8.699,29 |
| DAX® (Kurs) | 5.390,31 | 5.116,12 | -5,09% | 5.735,43 | 4.349,56 |
| VDAX-NEW | 21,14 | 18,84 | -10,88% | 39,23 | 15,42 |
| TecDax | 1.830,74 | 1.802,30 | -1,55% | 1.889,31 | 1.463,50 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 3.267,52 | 2.998,50 | -8,23% | 3.524,04 | 2.672,73 |
| Dow Jones Industrial | 16.425,03 | 18.308,15 | +11,46% | 18.668,44 | 15.450,56 |
| Nasdaq Composite | 5.007,41 | 5.312,00 | +6,08% | 5.324,88 | 4.209,76 |
| Nikkei 225 | 19.033,71 | 16.449,84 | -13,58% | 20.012,40 | 14.864,01 |
| REXP® | 474,24 | 491,66 | +3,67% | 491,82 | 472,16 |
| Ölpreis (Brent) in US$ | 37,59 | 49,09 | +30,59% | 54,36 | 27,84 |
| €/US$ | 1,0859 | 1,1242 | +3,53% | 1,1617 | 1,0540 |