Die Welt hat keine Blaupause für diese Situation: Wie kommt man möglichst schmerzfrei von diesem Niveau der Nullzinsen weg hin zu einem Zins. Sowohl auf der Haben- als auch auf der Sollseite. Das ist die Herausforderung des Hier und Heute. Wie bei einem Drogensüchtigen, den man auf Entzug setzt und bei dem man als verantwortlicher Arzt sicherstellen will, dass der Patient die Entwöhnungskur übersteht. Und: Wie im richtigen Leben: Ohne Schmerzen wird diese Veränderung nicht möglich sein.
Neben dem Zinsverfall gilt es parallel, den Preisverfall bei den Rohstoffen allem voran das Öl umzukehren. Die Welt braucht ebenso wie höhere Zinsen!!! – höhere (Rohstoff-)Preise. Das Ölkartell beispielsweise scheint bereits zerbrochen, auch hier wird sich eine neue Ordnung etablieren.
Wie sich bereits in den letzten drei Wochen zeigte und damit die Entwicklung zum Ende des I. Quartals bestätigte, scheint die Konsolidierung, das Verarbeiten der historischen Höchststände an den Aktienmärkten zum Ende des I. Quartals 2015 (getrieben auch durch das viele billige Geld), nun zu Ende zu gehen. Der erneute Weg zu diesen Ständen scheint frei…
Die Meinung zum Aktienmarkt in der Bevölkerung ist noch sehr reserviert, aber das ist sie immer gewesen, trotz bzw. auch wegen der angesprochenen Höchststände im vergangenen Jahr. Wie soll man auch etwas gutheißen, wo man ohnehin nicht dabei ist, weil man ja so sicherheitsvernarrt ist und der Staat einem in diesem Denken noch bestärkt!?! Nur 14 (in Worten: vierzehn) Prozent der Deutschen besitzen Aktien, obwohl diese mittel- bis langfristig anderen Anlageinstrumenten nachweisbar überlegen sind. Ein Armutszeugnis im wahrsten Sinne des Wortes, da hier auf Erträge verzichtet wird. Im großen Stil. An dieser Stelle darf man sich gern fragen, warum der Staat ein derartiges Fehlverhalten noch dazu unterstützt!
Fazit:
Beobachten, wie sich die Welt durch den doppelten Entzug verändert: Veränderungen sind und waren immer der Stoff, aus dem Phantasie und Wachstum entstehen!
Die Schlussstände
| 31.12.2015 | 31.03.2016 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| DAX® (Performance) | 10.743,01 | 9.965,51 | -7,24% | 12.390,75 | 8.699,29 |
| DAX® (Kurs) | 5.390,31 | 4.980,74 | -7,60% | 6.339,56 | 4.349,56 |
| VDAX | 21,14 | 20,82 | -1,51% | 32,55 | 16,71 |
| TecDax | 1.830,74 | 1.625,92 | -11,19% | 1.889,31 | 1.463,50 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 3.267,52 | 3.004,93 | -8,04% | 3.836,28 | 2.672,73 |
| Dow Jones Industrial | 16.425,03 | 17.685,09 | +7,67% | 18.351,36 | 15.370,33 |
| Nasdaq Composite | 5.007,41 | 4.869,85 | -2,75% | 5.231,94 | 4.209,76 |
| Nikkei 225 | 19.033,71 | 16.758,67 | -11,95% | 20.952,71 | 14.865,77 |
| REXPO | 474,24 | 483,82 | +2,02% | 484,64 | 464,32 |
| Ölpreis (Brent) in US$ | 37,59 | 41,43 | +10,22% | 70,30 | 27,84 |
| €/US$ | 1,0859 | 1,1383 | +4,83% | 1,1714 | 1,0521 |