SPIEGEL CHRONIK 2015: „Dieses Jahr hat unser Leben verändert. Die Terroranschläge von Paris haben die Menschen verunsichert, die Skandale bei Volkswagen und beim DFB haben den Ruf deutscher Institutionen beschädigt. Die guten Nachrichten, die es natürlich gab, gingen dabei fast unter.“
Lesen Sie bitte dieses SPIEGEL-Zitat noch einmal und machen Sie sich Ihr eigenes Bild mit der Antwort auf die Frage, wer uns verunsichert und uns die guten Nachrichten so schnell vergessen lässt! Machen Sie sich eine eigene Meinung darüber, welche Qualität unsere (westliche) Nachrichtenkultur hat und wie die öffentliche Meinung durch diese Kultur beeinflusst wird.
Weiterführend überlegen Sie bitte, ob Sie von den sogenannten Sovereign-Wealth-Funds gehört haben. Es geht um die Staaten, die in der Vergangenheit sehr gut aus dem Verkauf des Rohstoffes Öl nicht nur gut leben, sondern auch ordentliche Rücklagen aus den Überschüssen bilden konnten. Diese Überschüsse landeten in den erwähnten Sovereign-Wealth-Funds. Laut BERNECKER gibt es knapp 70 dieser staatlichen Fonds in einer Größe von ca. 7 Billionen US$. Da diese Öl-Staaten mit einem Ölpreis von 100 US$ (aktuell zur Jahreswende 37,59 US$, siehe unten neu aus diesem Anlass aufgenommen in den Schlussständen) ihre Staatshaushalte kalkulieren, herrscht akute Unterdeckung. Logisch: Wenn Einnahmen fehlen, finanziert man sich übergangsweise aus den Rücklagen. Genau das geschieht in diesen Staaten: Hauptsächlich Staatsanleihen, aber auch Aktien werden verkauft. Die Welt benötigt demzufolge einen höheren Ölpreis.
Zeichen der Zeit, die aber in den gemeinen Nachrichten KEINE Berücksichtigung finden. Maximal lediglich Fragmente dieser zeitbestimmenden Zusammenhänge. Warum? Die weiterführende / abschließende entscheidende Frage für alle Beteiligten ist: Wo erhalten Sie Informationen, die nicht verunsichern, sondern helfen, rational die Situation zu beurteilen. um vernünftige, sprich richtige/richtungsweisende Entscheidungen zu treffen?
2015 ist das Jahr der Zinswende mit jetzt steigenden Zinsen, sowohl am Kapitalmarkt als auch bei den Zentralbanken. Es gibt KEINE Blaupause, wie sich die Kapitalmärkte weder auf der Zinsseite noch auf der Seite der Sachwerte verhalten werden, wenn derart viel billiges Geld aus dem System genommen wird. Eine Prognose scheint unmöglich. Am besten ist man /frau erfahrungsgemäß allerdings im Sachwert aufgehoben. Der ist aus jedweder Situation am besten hervorgegangen!
Fazit:
Ruhe bewahren und Schwankungen erLEBEN! Sammeln Sie Erfahrungen!
Die Schlussstände
| 31.12.2014 | 31.12.2015 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| DAX® (Performance) | 9.805,55 | 10.743,01 | +9,56 % | 12.390,75 | 9.325,05 |
| DAX® (Kurs) | 5.044,71 | 5.390,31 | +6,85% | 6.339,56 | 4.678,84 |
| VDAX | 19,48 | 21,14 | +8,52% | 29,94 | 14,66 |
| TecDax | 1.371,36 | 1.830,74 | +33,50% | 1.889,31 | 1.358,95 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 3.146,43 | 3.267,52 | +3,85% | 3.836,28 | 2.973,16 |
| Dow Jones Industrial | 17.823,07 | 16.425,03 | -7,84% | 18.351,36 | 15.370,33 |
| Nasdaq Composite | 4.736,05 | 5.007,41 | +5,73% | 5.231,94 | 4.292,14 |
| Nikkei 225 | 17.450,77 | 19.033,71 | +9,07% | 20.952,71 | 16.592,57 |
| REXP® | 472,44 | 474,24 | +0,38% | 477,95 | 464,32 |
| Ölpreis (Brent) | 57,56 | 37,59 | -34,69% | 70,30 | 36,00 |
| €/ US$ | 1,2099 | 1,0859 | -10,25% | 1,2146 | 1,0458 |