Die Situation gilt als historisch zu bewerten und macht es auf den ersten Blick so schwer, mit ihr umzugehen:
- Die Zinsen waren noch nie bei 0%. Es gibt also keine Blaupause, von der abzuleiten ist, wie die Kapitalmärkte mit dieser verfahrenen Situation umgehen und daraus hervorgehen. Wir betreten Neuland, schreiben Geschichte! Ebenso ist es Neuland für die Zentralbanken, die nun das viele billige Geld wieder einsammeln müssen. Die USA, die seit geraumer Zeit diesen Schritt vorbereiten, zaudern noch. Der schon lange erwartete und zudem notwendige Schritt steht immer noch aus und wurde in der Erwartungshaltung auf Dezember verschoben. Die Welt, die nach festen, planbaren Erträgen giert, benötigt dringendst höhere Zinsen. Dem entgegen stehen die Schuldner, die keine höheren Zinssätze bezahlen wollen / können. In diesem Umfeld wird es das eine oder andere Blutbad zwingend geben! Auf der einen wie auch auf der anderen Seite des Zinses. Die Lösung sind Sachwerte, gerade wenn der Geldwert schwächelt, weil der Zinsertrag fehlt.
- China als ehemaliges Schwellenland reift zum Industrieland. Wenn billig produziert werden soll, so ist China nicht mehr das Maß der Dinge. Es sind Länder wie Bangladesh, Indonesien (REEBOK), Thailand (ADIDAS). Stichwort Growing Markets 2.0″, siehe LU0800346016 / ÖKOWORLD S.A. Growing Markets 2.0 C, oder „Next Eleven“, siehe LU0385343941/GOLDMAN SACHS N-11 Equity Portfolio Base (dis.). Die Welt gewöhnt sich an das neue Normal, an ein neues Gleichgewicht. Das ist nicht völlig neu, muss aber verarbeitet und eingepreist werden. Eines der Themen 2015, das sich langsam dem Ende neigt.
- Der Rohstoff-Super-Zyklus, auch durch das Wachstum Chinas befeuert, ist ins Stocken geraten. Auch hier gilt es ein neues Gleichgewicht zu finden. Die regenerativen Energien finden ihre Daseinsberechtigung, sind Teil des notwendigen Entwicklungsprozesses. Die erdölexportierenden Länder, die sich auf ein Leben nach dem Öl schon längst eingestellt haben, aber noch lange nicht am Endes dieses Prozesses sind, benötigen deshalb noch höhere Ölpreise. Die Schwäche in den zurückliegenden Monaten an den Aktienmärkten wurde auch von genau diesen Ländern provoziert, da sie Liquidität benötigten, um deren Haushalte zu finanzieren. Die Einnahmen aus dem Ölgeschäft fehlten. Auch hier wird ein neues Gleichgewicht gefunden werden.
Fazit:
Drei Gleichgewichte, die neu gesucht und mit Sicherheit gefunden werden. Um diesen Unwägbarkeiten zu begegnen sind Sachwerte, Werte mit realem Hintergrund, vor allem auch dynamische Sachwerte, also Aktien, Mittel zum Zweck. Sie lösen die Herausforderung in der weltweiten hungrigen Suche nach Ertrag / Performance, um davon zu leben. Gerade, wenn die Veränderung am größten ist, sind Aktien immer der überlegene Sachwert gewesen. Diese Lehre lässt sich aus der Vergangenheit durchaus ziehen!
Die Indexschlussstände
| 31.12.2014 | 30.09.2015 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| DAX® (Performance) | 9.805,55 | 9.660,44 | -1,48% | 12.390,80 | 8.354,97 |
| DAX® (Kurs) | 5.044,71 | 4.847,12 | -3,92% | 6.339,56 | 4.298,42 |
| VDAX | 19,48 | 27,50 | +41,17% | 29,94 | 14,11 |
| TecDax | 1.371,36 | 1.747,74 | +27,45% | 1.840,27 | 1.089,92 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 3.146,43 | 3.100,67 | -1,45% | 3.836,28 | 2.789,63 |
| Dow Jones Industrial | 17.823,07 | 16.284,70 | -8,63% | 18.351,40 | 15.370,30 |
| Nasdaq Composite | 4.736,05 | 4.620,16 | -2,45% | 5.231,94 | 4.116,60 |
| Nikkei 225 | 17.450,77 | 17.388,15 | -0,36% | 20.868,00 | 14.532,50 |
| REXP® | 472,44 | 473,99 | +0,33% | 477,56 | 464,20 |