- August 2015. China dirigiert den Yuan nach unten. Und die Angst vor einem Schwächeln der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt greift global um sich. Das HANDELSBLATT tituliert treffend am 13. August 2015, nachdem die Börsen weltweit deutlich in Mitleidenschaft gezogen wurden „Droge China der Entzug“.
Das HANDELSBLATT hatte bereits im Finanzteil seiner Ausgabe am 11. August geschrieben, dass die Börsen „Gefangen im Seitwärtstrend“ seien, es wurde die „Spanne von 11.000 bis 11.800 Punkten“ genannt. BERNECKER hatte kurz zuvor in seiner AB-Daily Ähnliches formuliert, die Untergrenze für die turnusmäßig turbulente Zeit (Herbst eines jeden Jahres) bei 10.600 gesetzt. Eine Marke, die für unsere Dispositionen in den nächsten Wochen relevant ist!
Denn: Die Welt geht nicht unter, auch wenn China in größtem Masse Unsicherheit versprüht. Für uns bedeuten diese Turbulenzen, dass es endlich wieder einmal Zeit ist, sich auf die Kaufseite zu stellen!
Hilfreich ist an dieser Stelle die äußerst negative Stimmung, welche die DAII (AMERICAN ASSOCIATION OF INDIVIDUAL INVESTORS) jede Woche unter Anlegern misst. Dieser Wert erreicht mittlerweile ein Mehrjahrestief:
Bullische Stimmungsumfrage
(Gleitender 8-Wochen-Durchschnitt)
JPMORGAN zitiert an selber Stelle (The Weekly Brief 17. August 2015) treffenderweise Investorenlegende Warren Buffet, dessen Worte in den kommenden Wochen Programm sein könnten:
„Sei gierig, wenn die anderen ängstlich sind, und ängstlich, wenn die anderen gierig sind.“
Prominenter Pessimist und Bär (Symbol für fallende Kurse) ist die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ) am vergangenen Sonntag, den 16. August 2015: „DIE ZINSWENDE Amerikas Notenbank steht kurz davor, die Zinsen anzuheben erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit. Aktien würden wir jetzt erst mal nicht mehr kaufen.“
(Als wenn in deutschen Zeitungen zum Kauf von Aktien geraten würde. Ein Pladoyer für das Festgeld erfreut jeden Hasenfuß und Banker, der ohnehin keine Lust hat, ein dokumentierendes Protokoll zu schreiben. Aus Angst schief zu liegen! Und uns, die solche Pessimisten suchen, um genau das Gegenteil zu tun, ganz bewusst genau das Gegenteil zu tun!)
Die Indexschlussstände
| 31.12.2014 | 30.06.2015 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| DAX® (Performance) | 9.805,55 | 10.944,97 | +22,03% | 12.390,80 | 8.354,97 |
| DAX® (Kurs) | 5.044,71 | 5.491,63 | +21,67% | 6.339,56 | 4.298,42 |
| VDAX | 19,48 | 27,06 | +4,36% | 27,06 | 10,80 |
| TecDax | 1.371,36 | 1.642,21 | +17,80% | 1.740,60 | 1.089,92 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 3.146,43 | 3.424,30 | +17,51% | 3.836,28 | 2.789,63 |
| Dow Jones Industrial | 17.823,07 | 17.619,51 | +0,86% | 18.351,40 | 15.885,10 |
| Nasdaq Composite | 4.736,05 | 4.986,87 | +4,46% | 5.164,36 | 4.116,60 |
| Nikkei 225 | 17.450,77 | 20.329,32 | +10,06% | 20.868,00 | 14.532,50 |
| REXP® | 472,44 | 468,58 | +0,57% | 477,56 | 457,82 |
P.S.: Die alljährliche Gelegenheit, Liquidität sinnvoll abzubauen und Sachwert aufzubauen. Akzente in Europa und den Frontier Markets setzen!
P.P.S.: Dran denken: Der DAX® notiert 2025, also in zehn Jahren bei 20.000.
P.P.P.S.: Mit dem Unterschreiten der 10.600 bereits am 20. August 2015 ist davon auszugehen, dass das Potential nach unten durchaus weiterreicht. Als erstes werden 10.300 genannt. Die 9 vorn aber spätestens nutzen!!!