Assetwechsel

2015
Quartal I
Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 12. Oktober 2025
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HANDELSBLATT Wochenende 01. April 2015: Neue Fesseln für Banken Bis dato gelten Staatsanleihen als risikoloses Asset (frei übersetzt: Anlageinstrumentarium. WIKIPEDIA: Vermögen). Institutionelle Vermögensverwalter, insbesondere (Lebens-) Versicherungsgesellschaften müssen diesen Teil des verwalteten Vermögens nicht mit Eigenkapital unterlegen. Sachwerte mussten paradoxerweise allerdings – weil sie ja ein Kursrisiko in sich bergen – mit Eigenkapital abgesichert sein. Eigenkapital, das die wenigsten Gesellschaften auszeichnet. Die EZB-Chefin Danièle Nouy fordert nun genau diese Eigenkapitalunterfütterung für Staatsanleihen, da sie hier Risiken erkennt. Sie torpediert damit das heutige Geschäftsmodell der Banken, die mit billigem EZB-Geld Staatsanleihen finanzieren und damit ein Klumpenrisiko in ihrer Verteilung ihres Anlagevermögens schaffen. Mit der Forderung stellt sich Europas oberste Bankenaufseherin an die Spitze einer immer lauter werdenden Bewegung, die die regulatorische Sonderbehandlung für Staatsanleihen beenden will. Auch Bundesbank und Bundesregierung fordern schärfere Regeln. Die geplanten Regeln würden den Markt für Staatsanleihen revolutionieren: Lange galten sie als Witwen- und Waisen-Papiere, ausfallsicher und durch Steuergelder garantiert. Nach der Einführung einer Kreditgrenze wären sie (die Investoren/ Gläubiger, Anmerkung B$) gezwungen, einen Teil Ihrer Staatsanleihen zu verkaufen. Martin Hellwig, Direktor am Bonner Max-Planck-Institut, schätzt, dass dadurch Schuldtitel im Wert von 720 Milliarden Euro den Besitzer wechseln müssten.“

Lassen Sie sich diese HANDELSBLATT Recherche, insbesondere die vorangegangenen Zeilen, auf der Zunge zergehen und werden sich deren Auswirkungen bitte selbst bewusst! Was dürfte mit dem Zins passieren, wenn Staatsanleihen weiter ver- und alternative Assets dafür gekauft werden? Die schon vielfach an dieser Stelle eingeläutete Zinswende würde nachhaltig Realität werden! Der 30jährige Zyklus neigte sich dem Ende. Die Zeit niedriger Zinsen würde nicht – wie schon so oft in der Geschichte zuvor -von Zentralbankseite eingeläutet werden, sondern der Kapitalmarkt selbst gäbe den Takt vor, dem dann die Zentralbanken früher oder später folgen (müssen).

Wer sich die extrem positive Kursentwicklung des zurückliegenden Quartals anschaut, weiß, dass derartige Entwicklungen einer Verarbeitung / Konsolidierung bedürfen. Schwierig allerdings ist immer zu prognostizieren, von welchem Niveau aus diese Korrektur aus stattfinden wird und wie weit diese führen wird. Der vielfach beschriebene und mit der obigen Regulierung nochmals beschleunigte Asset-Wechsel sowie der Anlage- und Rendite-Druck in der Welt wird die Inflation (den Preisauftrieb) bei Sachwerten weiter unweigerlich befeuern. Schützen Sie also wie ebenso gebetsmühlenartig an dieser Stelle beschrieben Ihre Assets (Ihr Vermögen) vor der Entwertung: Sie wissen, Sachwert definiert sich als das vor Inflation geschützte Gut!

Die Indexschlussstände

31.12.201431.03.2015Saldo52 Wochenhoch52 Wochentief
DAX® (Performance)9.805,5511.966,17+22,03%12.219,008.354,97
DAX® (Kurs)5.044,716.137,77+21,67%6.266,764.298,42
VDAX19,4818,63-4,36%24,0910,80
TecDax1.371,361.615,46+17,80%1.681,901.089,92
Dow Jones Eurostoxx 503.146,433.697,38+17,51%3.742,422.789,63
Dow Jones Industrial17.823,0717.976,31+0,86%18.288,6015.885,10
Nasdaq Composite4.736,054.947,44+4,46%5.042,143.946,03
Nikkei 22517.450,7719.206,99+10,06%19.754,4013.910,20
REXPO472,44475,14+0,57%476,83449,91
P.S.: Die Kursjagd bei den dynamischen Sachwerten, den Aktien, sollte also Dimensionen erreichen, die wir uns fast eine komplette Dekade (2000 bis 2009) lang nicht vorstellen konnten! Die laufende Dekade wird das Jahrzehnt des Sachwerts.
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Verstehe ich gut. Die Finanzbranche hat einen schlechten Ruf . Aber ich bin Vermögens-Architekt, kein Produkt-Verkäufer . Unser erstes Telefonat ist keine Verkaufs-Show, sondern eine reine Diagnose . Wir schauen erst auf den Menschen, dann auf den Markt. Wenn die Chemie nicht stimmt, legen wir auf. Keine Kosten, kein Druck.