2013 geht in das Jahr der Geschichte ein, in dem ein Seitwärtstrend / eine Turbulenzphase, siehe unten, mit immensen zwischenzeitlichen Schwankungen über einen nervenzehrenden Zeitraum von 13 Jahren! mit einem signifikanten Ausbruch (3%) im Herbst des vergangenen Jahres nach oben und neuen historischen Höchstständen endlich verlassen wurde!
Die Schwierigkeit in der heutigen Situation besteht wie immer – darin, das Niemandsland realistisch einzuschätzen und mit ihm vernünftig umzugehen, um seine akuten Strategien darauf auszurichten. Zumal die Märkte wissen, dass die ebenso historisch niedrigen Zinsen die Aktienhausse seit März 2009 mitverantworten. Der Mai 2013 definiert den Wendepunkt der Zinspolitik 30 Jahre fallender Zinsen und das Ende dieses Zyklus. Die negative Entwicklung des REXP (Performanceindex deutscher Staatsanleihen unter Berücksichtigung der Zinserträge!), siehe unten, von -1,44%, verdeutlicht das Dilemma der in Festverzinslichen Wertpapieren investierten Vermögensverwalter, Lebensversicherer, Pensionskassen und gleichzeitig die Perspektive für die Aktien. Wer die weiteren Verluste in den festverzinslichen Vermögen zukünftig vermeiden möchte, dem bleiben Aktien als Sachwerte, welche die einzige rentable Anlage sind und auf Dauer bleiben (HANS A. BERNECKERS Wegweiser der Kapitalanlagen 2014 47. Jahrgang, Seite 10). Diese Verluste sind nur ein Vorgeschmack für die Entwicklung dieser Anlageklasse kommender Jahre und Motivation zugleich, um in Aktien umzuschichten.
Die Korrektur zu Beginn des Jahres 2014 ist nach der fulminanten Entwicklung an den Aktienmärkten 2013, siehe unten, richtig und wichtig, um die seit März 2009 währenden Hausse-Trend fortsetzen zu können. Die vielen warnenden Stimmen sind trendbestätigend, nicht als Zeichen einer bevorstehenden Baisse zu werten. Euphorie ist definitiv nicht festzustellen, so kann es 2014 also an den Aktienmärkten insgesamt auch weiter aufwärts gehen.
Bemüht man nun den Blick in die Historie (siehe HANS A. BERNECKERS Wegweiser der Kapitalanlagen 2014 47. Jahrgang, Seiten 120 bis 126) so kann daraus eine sehr mutiger und für viele, die aus den Sachwerten in der hinter uns liegenden turbulenten Phase aufgrund der großen Schwankungen ausgestiegen sind, unvorstellbare Perspektive entstehen. Je länger die vermeintlich Risikoscheuen abstinent blieben, umso großer würde sich der Vermögensverlust ausweiten. Der frühe Vogel fing den Wurm: Im Anschluss an eine turbulente Phase folgt so offensichtlich der Blick in die Vergangenheit eine Phase nachhaltigen Wachstums, ähnlich lang wie die bewegte Phase selbst. Eigenen Einschätzungen zufolge könnte als Wachstumsmotor die Energiewende bzw. der Aufholprozess der Schwellenländer dienen. Ein DAX®-Stand von mehr als 20.000 dürfte somit in greifbare Nähe rücken. Die Entwicklung an den Schwellenländerbörsen wäre wie in der Vergangenheit auch – überproportional zu den Börsen entwickelter Länder…
Die Indexschlussstände
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| Deutscher Aktienindex DAX® | 9.552,16 | 7.612,39 | +25,48% | 9.594,35 | 7.418,36 |
| VDAX | 13,16 | 14,96 | -12,03% | 22,07 | 11,47 |
| TecDax | 1.166,82 | 828,11 | +40,60% | 1.169,15 | 842,86 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 3.109,00 | 2.635,93 | +17,95% | 3.116,23 | 2.494,54 |
| Dow Jones Industrial | 16.576,66 | 13.104,14 | +26,50% | 16.558,20 | 13.293,10 |
| Nasdaq Composite | 4.176,59 | 3.019,51 | +38,32% | 4.177,73 | 3.076,60 |
| Nikkei 225 | 16.291,31 | 10.395,18 | +56,72% | 16.291,31 | 10.395,20 |
| REXP® | 440,54 | 446,99 | -1,44% | 447,77 | 435,65 |