„Die Ängste sind zurück“ (HANDELSBLATT 02.04.2013)

2013
Quartal I
Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 12. Oktober 2025
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Die Angst sitzt uns seit nunmehr geschlagenen 13 Jahren im Nacken bzw. ist unser ständiger Begleiter.

  • März 2000: Das Platzen der Internetblase
  • März 2003: Irakkrieg II
  • September 2008: Höhepunkt der Finanzkrise mit der LEHMAN BROTHERS -Pleite
  • März 2013: Nach dem Schuldenschnitt Griechenlands nun auch in Zypern.

Die Staatsschuldenkrise wird uns mit Sicherheit auch weiterhin begleiten.

„Waffe“, Instrument, um dieser Angst zu begegnen, ist (war) klassischerweise Festverzinsliches in jeglicher Form: Tages- und Termingeld sowie Staats- und Unternehmensanleihen, ergo: Geldwerte.

Bestandsaufnahme: Aktien wurden im Zuge der Finanzkrise, siehe oben und im BERAND SCHMIDT Archiv Quartalsberichte, reduziert. Private und institutionelle Anleger (insbesondere Versicherer und Pensionskassen) haben keine oder nicht nennenswerte Aktienquoten. An der seit März 2009 – Tiefstände an den Aktienmärkten – währenden positiven Entwicklung (beispielsweise DAX vom Tief bis heute plus 117,21%) haben demzufolge sehr wenige teil gehabt (Ablesbar an den Börsenumsätzen seit März 2009).

Es schließen sich die logischen Fragen an: Wie geht’s nun mittel- bis langfristig weiter? Sind Aktien schon wieder teuer? Und: Ist bei 8.000 im DAXO schon wieder Schluss? Wie lange dauern die aktuellen rezessiven Tendenzen (Europa, USA, Asien) an?

Trotz aktueller rezessiver Tendenzen sowie wütender Staatschuldenkrise ist der positive Trend seit März 2009 mit einem kleinen Knick Mitte 2011 in den Sachwerten, also bei Aktien und Immobilien intakt. Unterstützend wirkt, dass die Erträge im Geldwert (Zinsen bei ca. 1% vor 2.5% Inflation (Deutschland)) gegenüber dem Sachwert (Dividendenrendite bei bis zu 8%) deutlich unterliegen. Aktien sind im Gegensatz zu den Anleihen günstig bewertet, siehe BERND SCHMIDT Quartalsbericht IV.2012 vom 13.01.2013!

Fazit:

Der vielfach an dieser Stelle beschriebenen Renaissance (Wiedergeburt) der Sachwerte, insbesondere der Aktien, stehen die Ängste der Staatsschuldenkrise sowie fundamental die aktuellen rezessiven Tendenzen entgegen. Sie können sich selbst beantworten, ob beides überwunden werden kann und ob die weltweit ergriffenen Maßnahmen mittel- bis langfristig greifen können. Bitte den schleichenden Vermögensverlust durch Inflation beachten! Und: Die Aktienmärkte haben mit dem Blick auf die Aktienindizes als Indikator der konjunkturellen Entwicklung, siehe unten, immer recht!

Als mögliches Risikoszenario im Geldwert stünden deutliche Kursverluste an den Anleihemärkten am Horizont, weil die Überlegenheit der Sachwerte in der aktuellen Situation zunehmend erkannt würde und konsequenterweise ein drastischer Umschichtungsprozess bis hin zu einem möglichen Crash (Ausverkauf) am Anleihemarkt zu Gunsten des Aktienmarktes folgen könnte.

Wir haben keine Unternehmenskrise, sondern eine Staatsschuldenkrise! Ob es Sinn macht, genau in diesen Schulden sein Vermögen zu investieren, stelle ich an dieser Stelle nachdrücklich in Frage. „Verantwortungsbewusste“ Versicherer und Vermögensverwalter fahren allerdings genau hier ein extremes Übergewicht in den zu verwaltenden Vermögen! Ich sehe hier – unter sicherheitsorientierten Aspekten – enormen Handlungsbedarf für den Anleger / Versicherungsnehmer!

P.S.: Gold ist KEIN Sachwert, sondern eine (Krisen-) Währung. Zudem wirft Gold keine Erträge (Zinsen oder Dividenden) ab. Eine Investition in Gold ist folglich eine Währungswette (Spekulation) auf eine Krise!

Die Indexschlussstände

31.03.201331.12.2012Saldo52 Wochenhoch52 Wochentief
Deutscher Aktienindex DAX®7.795,317.612,39+2,40%8.074,475.914,43
VDAX16,1514,96+7,95%31,7812,29
TecDax932,03828,11+12,55%949,07709,20
Dow Jones Eurostoxx 502.624,022.635,93-0,45%2.754,802.050,16
Dow Jones Industrial14.578,5413.104,14+11,25%14.605,7212.035,09
Nasdaq Composite3.267,523.019,51+8,21%3.270,232.726,68
Nikkei 22512.397,9110.395,18+19,27%12.650,268.238,96
REXP®442,69446,99-0,96%446,99427,13
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Verstehe ich gut. Die Finanzbranche hat einen schlechten Ruf . Aber ich bin Vermögens-Architekt, kein Produkt-Verkäufer . Unser erstes Telefonat ist keine Verkaufs-Show, sondern eine reine Diagnose . Wir schauen erst auf den Menschen, dann auf den Markt. Wenn die Chemie nicht stimmt, legen wir auf. Keine Kosten, kein Druck.