Finanzielle Repression

2012
Quartal III
Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 12. Oktober 2025
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HANDELSBLATT, 22. August 2012 DAX über 7 000 Punkte – was nun?

Vorsicht lautet die Devise erfolgreicher Vermögensmanager – angesichts des Höhenfluges der Aktienkurse. Zwar halten einige von ihnen die Dividendentitel noch immer für relativ günstig bewertet, erkennen aber am Horizont jede Menge Unbill für die Finanzmärkte. Daher raten die Geldmanager ihren Kunden, ihre Depots mit Aktien solider Weltkonzerne, alternativen Strategien und bestimmten Anleihen wetterfest zu machen. Sicherheit erreicht man nach Ansicht der Banker nur durch ein breit aufgestelltes Depot.

HANDELSBLATT 01.10.2012 Finanzielle Repression hat begonnen Die Schuldenkrise in Europa wird überwunden, sind sich Experten einig. Den Preis dafür zahlen auch die Sparer.

…„Wir erleben an den Börsen eine Liquiditätsschwemme, die die Aktienmärkte und andere Vermögensklassen wahrlich in den Himmel treibt“, sagt… Börsenexperte Markus Koch. „Doch es bleiben große Fragezeichen: Was ist mit Inflationsgefahren? Sorgt die europäischen Schuldenkrise weiter für Nervosität an den Märkten? Und was macht der Anleger in den Zeiten solcher Unsicherheit?

Erstens: Die Katastrophenszenarien der Schwarzmaler sind fehl am Platz – die gegenwärtige Schuldenkrise in Europa wird gelöst werden.

Zweitens: Für Anleger besteht trotz – oder gerade – wegen dieser grundsätzlich optimistischen Einschätzung dringend Handlungsbedarf.

„Mit vermeintlich sicheren Anlagen wie beispielsweise Bundesanleihen ist kein realer Kapitalerhalt mehr möglich“, warnte Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank. Schuld sei das extrem niedrige Zinsniveau, das unterhalb der Teuerungsrate liegt. „Wer sein Vermögen real erhalten will, muss daher künftig Risiken eingehen“, stimmte Oliver Plein zu, Anlageexperte bei der Fondsgesellschaft DWS. „Die Aktie erlebt eine Renaissance, weil es kaum Alternative gibt.“

Fazit:

  • Aktien bleiben alternativlos.
  • Eine Beimischung von Anleihen bonitätsstarker Unternehmen und Schwellenländer macht durchaus Sinn.
  • Streuung ist alles.
  • Beteiligungen bitte nicht vernachlässigen.

Also: Raus aus dem zinslosen Risiko und überlegt und mit Strategie rein in die Sachwerte! Wer dem folgt, der ist dabei, wenn der DAX – nach zwölf Jahren Seitwärtsbewegung – spätestens im Frühjahr endlich nachhaltig die 8.000 überspringt!

Die Indexschlussstände

31.12.201130.09.2012Saldo52 Wochenhoch52 Wochentief
Deutscher Aktienindex DAX®5.898,357.216,15+22,34%7.478,535.125,44
VDAX28,5918,40-35,64%47,3016,76
TecDax685,06809,48+18,16%822,53616,87
Dow Jones Eurostoxx 502.316,552.454,26+5,94%2.611,422.050,16
Dow Jones Industrial12.217,5613.437,13+9,98%13.653,2410.404,57
Nasdaq Composite2.605,153.116,23+19,62%3.196,932.298,89
Nikkei 2258.455,358.870,16+4,91%10.255,158.135,79
REXP®425,226438,180+3,05 %441,54419,43
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Verstehe ich gut. Die Finanzbranche hat einen schlechten Ruf . Aber ich bin Vermögens-Architekt, kein Produkt-Verkäufer . Unser erstes Telefonat ist keine Verkaufs-Show, sondern eine reine Diagnose . Wir schauen erst auf den Menschen, dann auf den Markt. Wenn die Chemie nicht stimmt, legen wir auf. Keine Kosten, kein Druck.