Die Stimmung der Menschen im Lande ist vergleichbar mit der Zeit nach der LEHMAN Pleite Mitte September 2008, das Misstrauen der Banken untereinander hat das Niveau aus dieser Zeit gar noch überschritten. Liquidität wird nicht untereinander verliehen, sondern nachts bei der EZB geparkt. Diese nächtlichen Volumina erreichen derzeit absolute Höchststände! Der gemeine Anleger hat den Kopf zwischen die Schultern gezogen, den Blick gesenkt, die Lippen sind schmal, ein Ende der Krise ist für ihn nicht in Sicht, die Welt scheint getreu den Prophezeiungen der Inka 2012 unter zu gehen. Er ist schlichtweg paralysiert.
DOCH: Lassen Sie uns ein Blick riskieren. Das HANDELSBLATT, das es durchaus versteht, in solch düsteren Zeiten, Lichtblicke zu verschaffen und klare Ansätze zu liefern, titulierte am 02. Januar 2012 auf Seite 1: WELTKONZERNE IM SONDERANGEBOT Daimler, Volkswagen, Gazprom: Bei Dutzenden europäischen Großkonzernen liegt der aktuelle Börsenwert niedriger als das Eigenkapital, eine historisch seltene Konstellation. Der Abzug amerikanischer Investorengelder hat günstige Einstiegskurse geschaffen.“ Am rechten Seitenrand eine kleine, aber wichtige Meldung ASIATEN GEHEN AUF EINKAUFSTOUR Deutsche Firmen sind bei Investoren aus China und Japan sehr begehrt.“ Schlußfolgern Sie selbst.
In dieser Woche (17.01.2012), wiederum auf Seite 1 im HANDELSBLATT DIE WACH“STUMSKRÄFTE IN DEUTSCHLAND SIND INTAKT Das Jobwunder geht weiter: Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr einen Beschäftigungsrekord. Und auch die Neuverschuldung wird 2012 bei nur einem Prozent liegen. Die Kluft zwischen Deutschland und dem übrigen Europa wächst“!
Mein Video (http://bs-investment.de/) ist frappierend aktuell, knüpft es doch an die eingangs dokumentierte Stimmung und Haltung dieser Tage an: „Es gilt, den Kopf hoch zu nehmen, die Situation zu analysieren und gezielt zu verändern.“
Gerade die Schwellenländerbörsen, die 2011 gar nicht liefen, sondern schienen, von ihrem eigenen Hype Ende 2010 überrollt zu werden, sind aufgrund der Fundamentaldaten eines deutlich niedrigeren Schuldenstandes, einer jungen Bevölkerung und vor allem vorhandenen Wachstums mehr als ein Gedanke wert. Bitte aber auch an Deutschland denken, damit die deutschen Unternehmen zumindest noch in Bruchteilen in deutschen Händen bleiben!
Abschließend: Es ist derart deutlich, wie man einfältigerweise von 2012 rein gar nichts erwartet. Außer weiterhin Schwierigkeiten im Umgang mit der Verschuldung in Europa (und der Welt)! Die Börsen zeigen aber in diesen Tagen deutlich, was sie davon halten! Sie ignorieren sie bzw. handeln bereits die Zeit danach. Die Börse hat immer recht! Der DAX® beispielsweise kämpft heute mit der 6.400! Bedenkt man, dass in der Regel die ersten Wochen des Jahres die Marschrichtung für das Restjahr vorgeben dieser Auftakt war fulminant, so ließe sich doch einiges erwarten… Aber ziehen Sie bitte Ihre ureigenen Schlüsse!
Die Indexschlussstände
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| Deutscher Aktienindex DAX® | 5.898,35 | 6.914,19 | -14,69% | 7.600,41 | 4.965,80 |
| VDAX | 28,59 | 19,09 | +49,76% | 47,30 | 14,40 |
| TecDax | 685,06 | 850,67 | -19,47% | 952,44 | 616,87 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 2.316,55 | 2.792,82 | -17,05% | 3.078,00 | 1.934,50 |
| Dow Jones Industrial | 12.217,56 | 11.577,51 | +5,53% | 12.875,44 | 10.404,57 |
| Nasdaq Composite | 2.605,15 | 2.652,87 | -1,80% | 2.887,75 | 2.298,89 |
| Nikkei 225 | 8.455,35 | 10.228,92 | -17,34% | 10.891,60 | 8.135,79 |
| REXP® | 423,06 | 390,668 | +8,29% | 423,06 | 380,13 |