Weder die Krise um den € (PIIGS Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien), der Tsunami über Japan, die im Anschluss folgende atomare Katastrophe in Fukushima noch die politischen Umwälzungen in Nordafrika haben letztendlich den Aktienmärkten im ersten Halbjahr 2011 etwas anhaben können! Mit Aktien konnte man in 2011 deutlich Geld verdienen, mit festverzinslichen deutschen Wertpapieren waren es gerade einmal 0,64%. Nach Inflation (é 2,4% für 2011) war es Geldvernichtung! (Siehe unten: REXP® – neu in die Indexliste aufgenommen!) Die Volatilität, die Schwankungsbreite und ein Gradmesser für die Nervosität in deutschen Standardwerten, ist per Saldo weiterhin zurückgegangen, hatte aber zwischenzeitlich deutlich zugelegt und Übertreibung/Hypernervosität signalisiert…
Entscheidend für die kurzfristige Entwicklung: Wenn die Zahlen zum II. Quartal 2011, die ab kommender Woche hereinkommen werden, keine negativen Überraschungen brächten, wenn zudem an der €-Währungsfront mit der Entspannung und der zwischenzeitlichen Lösung in Griechenland keine neuen bösen Überraschungen am Horizont auftauchten und wenn die hereinkommenden Unternehmenszahlen positiverweise kein Wiederabtauchen in die Rezession bedeuteten, wäre der lange avisierte Weg zu neuen historischen Höchstständen an den Aktienmärkten frei! Dann wäre diese jüngste Konsolidierung bereits Geschichte… Das Zittern um deutliche Kurskorrekturen hätte ein Ende, die Aktienmärkte könnten ihre im März 2009 begonnene Aufwärtsentwicklung fortsetzen!!! Die Stimmung und Haltung zu den o.a. Krisenherden würde möglicherweise bereits in den kommenden Wochen deutlich und korrigierte sich. Aus Zurückhaltung würde Einstieg…
Die Prognosen für die deutsche Wirtschaft hat das private Wirtschaftsforschungsinstitut Kiel Economics gerade mit 4,2% höher als in 2010 geschätzt (HANDELSBLATT 02.07.2011). Die deutschen Arbeitslosenzahlen erreichen ein 20Jahrestief und signalisieren mit unter 3.000.000 Arbeitslosen nahezu Vollbeschäftigung! Zumindest die deutsche Wirtschaft boomt. Uns Deutschen stünde ein wenig mehr Selbstbewusstsein gut…
Fazit:
Angesichts dieser Entwicklung und der damit verbundenen Aussichten sind Aktien nach wie vor alternativlos. Der Hafen der Sicherheit, insbesondere Anleihen mit Ausnahme der Schwellenländer darf bitte, vorsichtig formuliert, wieder dringend verlassen werden. Die bereits zum Jahreswechsel 2010/2011 genannten Trends weg von den Geld- hin zu den Sachwerten, insbesondere Aktien, scheinen sich weiter abzuzeichnen. Die relative Stärke der Aktienmärkte trotz der mannigfaltigen Stressszenarien, siehe oben, scheint diese Entwicklung zu dokumentieren, die aufgestellte These zu untermauern. Dieser allumfassende Umdenkprozess könnte sich in den nächsten Wochen noch deutlich beschleunigen. Gut, dass Sie sich schon positioniert haben, denn ich predige diese Entwicklung gebetsmühlenartig seit einigen Quartalen…
Bitte den Fokus auf deutsche, grüne und insbesondere Schwellenländeraktien diese sind Anfang 2011 deutlich unter Druck geraten – legen, insofern Neuengagements anstünden…
Your Private Financial Advisor (BERND SCHMIDT)
Die Indexschlussstände
| 30.06.2011 | 31.12.2010 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| Deutscher Aktienindex DAX® | 7.376,24 | 6.914,19 | +6,68% | 7.600,41 | 5.809,37 |
| VDAX | 16,51 | 19,09 | -13,51% | 25,59 | 14,40 |
| TecDax | 893,78 | 850,67 | +5,07% | 952,44 | 715,09 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 2.848,53 | 2.792,82 | +1,99% | 3.068,50 | 2.652,00 |
| Dow Jones Industrial | 12.414,34 | 11.577,51 | +7,23% | 12.875,44 | 9.614,39 |
| Nasdaq Composite | 2.773,52 | 2.652,87 | +4,55% | 2.887,75 | 2.077,71 |
| Nikkei 225 | 9.816,09 | 10.228,92 | -4,04% | 10.891,60 | 8.227,63 |
| REXP®* | 393,176 | 390,668 | +0,64% | 400,872 | 380,129 |
*Der REXP® ist ein Performanceindex. In die Berechnung fließen neben den Kursen des REX® auch Preisänderungen und Zinserträge ein. Er stellt somit den gesamten Anlageerfolg dar.