HANDELSBLATT 24. Juni 2010: AUTOAUFSCHWUNG süß-sauer Es ist eine unerwartet rasante Erholung. Noch vor wenigen Monaten kämpfte die Autoindustrie mit den Folgen der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise, selbst die Abwrackprämie konnte die Talfahrt nicht stoppen. Doch jetzt erleben die Konzerne einen überraschenden Aufschwung Daimler, BMW und Audi fahren bereits Sonderschichten, in manchen Werken fallen sogar die Sommerferien kürzer aus, Vor allem die beiden größten Automärkte der Welt – China und USA treiben die Produktionszahlen in die Höhe Asien boomt, und der US-Markt zieht an“, sagte Krüger. Die Prognose wird zum zweiten Halbjahr aktualisiert“, kündigte BMW-Vorstand Krüger an“
Wer diese Zeilen gelesen hat, mag möglicherweise die Signalwirkung dieser HANDELSBLATT-Meldung verstehen. Es geht wieder bergauf, die Konjunktur zieht wieder merklich an! Und: Dieser Aufschwung kommt auch in Deutschland, insbesondere in Deutschland, dem Exportweltmeister an!!! Wer dazu noch den Nachsatz der Aktualisierung der Prognosen in den Kontext einsortiert, mag an dieser Stelle gegebenenfalls erahnen, was mit der Eröffnung der Berichtssaison zum II. Quartal 2010 einhergehen wird. Das HANDELSBLATT schreibt dazu am 02. Juli 2010 weiter Deutschland ist wieder da Nach dem vielleicht besten zweiten Quartal seit vielen Jahren sind weite Teile der Wirtschaft in bester Stimmung. Der Schub könnte noch Monate tragen“
Die Sommerkonsolidierung wird also nun langsam zu Ende gehen. BERNECKER erwartet im August das Ende dieser notwendigen Konsolidierung DAX®-Ständen unter 6.000 werden die meisten wohl bald nachtrauern. Die Allgemeiner Versicherungsdienst Gesellschaft mbH schreibt in ihrem Jahresbericht 2009. Eine repräsentative Meinungsumfrage des österreichischen Meinungsforschungsinstitutes Spectra“ ergab zum damaligen Zeitpunkt, dass 97% (!) aller Befragten wegen massivem Vertrauensverlust absolut nichts mit Aktien bzw. Aktienfonds (= SACHWERTE) zu tun haben wollten, während das Sparbuch (GELDWERTE) einen noch nie da gewesenen Vertrauens- und Sympathiewert erreichte!“
Aber: In der heutigen Gemengelage steigender Zinsen aufgrund anziehender Konjunktur, erwarteten Inflationsraten von vier bis sechs Prozent ab 2012 und der immer noch schwelenden Angst vor Staatsbankrotten in Europa mit dem schwächelnden übrigens das kostenlose Konjunkturprogramm für den Wirtschaftsraum – gibt es keine Alternative zu Sachwerten, also Immobilien und Aktien!!!
Fazit: Der bisherige Anstieg an den Aktienmärkten seit der Tiefstände im März 2009 war von sehr geringen Umsatzen gekennzeichnet, das heißt, sehr wenige Anleger, darunter auch institutionelle Vermögensverwalter, haben Liquidität, also Geldwerte wie Tagesgeld und Anleihen zu Gunsten von Sachwerten abgebaut und investiert! Diese Liquidität ist noch in der Warteposition und drängt zur Anlage, sobald gewisse Signale erscheinen. Bei Überschreiten der Jahreshöchststände, siehe im Tableau unten (beispielsweise 6.347,32 im DAX®), werden automatisch Kaufsignale generiert und der Zugzwang für diejenigen, die aus Angst bzw. Vorsicht an der Seitenlinie stehen, werden dann in die dann herrschenden Kurse beißen müssen, um nicht als diejenigen dastehen, die den Markt völlig fehl eingeschätzt haben. Die Liquidität treibt dann die Kurse für Sachwerte, insbesondere bei Aktien bzw. Aktienfonds!!!
Vorsicht: Der Run auf die Sachwerte und die Flucht aus den Geldwerten kann zu einem Crash bei den Geldwerten, insbesondere bei den Anleihen, führen. Ich persönlich erwarte hier mit dem massenhaften Ausstieg aus der Liquidität einen deutlichen Preisverfall der Anleihekurse. Das sich dann am Markt etablierende höhere Zinsniveau würde dann in der Folge spätestens zum Jahreswechsel 2010/2011 zu ersten Zinserhöhungen seitens der Notenbanken führen, die schulbuchmäßig ihre Sätze an die gelebte Realität anpassten…
Warten Sie also nicht, bis diese Signale erscheinen, schlagen Sie zu, bevor die Meute das Rennen anfängt!
Your Private Financial Advisor (BERND SCHMIDT
Die Indexschlussstände
| 30.06.2010 | 31.12.2009 | Saldo | 52 Wochenhoch | 52 Wochentief | |
| Deutscher Aktienindex DAX® | 5.965,52 | 5.957,43 | +0,14% | 6.347,32 | 4.530,50 |
| VDAX | 28,2825 | 22,7309 | +24,42% | 43,9681 | 16,4695 |
| TecDax | 734,48 | 817,58 | -10,16% | 870,07 | 604,42 |
| Dow Jones Eurostoxx 50 | 2.573,32 | 2.966,24 | -13,25% | 3.044,37 | 2.258,60 |
| Dow Jones Industrial | 9.774,02 | 10.428,05 | -6,27% | 11.257,93 | 8.087,34 |
| Nasdaq Composite | 2.109,24 | 2.269,15 | -7,05% | 2.535,28 | 1.727,05 |
| Nikkei 225 | 9.382,64 | 10.564,44 | -11,19% | 11.408,17 | 9.050,33 |
*Die Konsolidierung oder Konsolidation (von lat. consolidare, zusammenfügen“, über lat solidare, festmachen“) bezeichnet die Sicherung oder Festigung von etwas Bestehendem.