Revolution an den Kapitalmärkten – Aktien als neue Währung / Renaissance der Aktie

2012
Quartal IV
Bernd Schmidt
Von Bernd Schmidt
Diana Gotzmer
Geprüft Diana Gotzmer
Aktualisiert: 12. Oktober 2025
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Aktuelle Verzinsung: Tagesgeld 1,30% – Umlaufrendite 1,01% – Dt. zehnjährige Staatsanleihen 1,30% Risiko: Inflation 2,10% Folge: Negative Realverzinsung!

Das soeben abgelaufene Jahr dokumentiert die weltweit umherwabernde Unsicherheit bei der Vermögensanlage der letzten Jahre exemplarisch. Aus Angst zieht es das Kapital trotz bzw. wegen der griechischen Erfahrungen mit dem Schuldenschnitt tendenziell in Festverzinsliches. Der Wunsch nach Liquidität und festen Erträge, also Stabilität, prägt das Anlegerverhalten.

Erste Signale lassen sich entgegen dieser angstgeprägten Verhaltensmuster erkennen und aufhorchen: Wie Griechenland eigene Schuldtitel zurückkauft und geschickt mit billigem EZB Geld finanziert, so kaufen Unternehmen eigene Aktien zurück, um sich der relativ hochprozentigen Dividendenzahlungen zu erwehren. Dieser Kauf wird mit ausgegebenen Anleihen, angelehnt an die weiter niedrigen Kapitalmarktzinsen, zu kleinen Zinssätzen refinanziert. Wer diesen Vorgang inhaltlich begreift, erkennt darin den weltweiten Anlagenotstand und die Abhängigkeit eines niedrigen Zinsumfeldes und der konsequenten Suche nach Alternativen. Diese Alternative sind Dividendenpapiere (Hier die des eigenen Unternehmens, das man ja bestens kennt!): Die neue Liquidität. Das Kursrisiko scheint zunächst in den Hintergrund zu treten. Im Vordergrund steht die Lösung, Erträge zu generieren, die sich oberhalb der Inflationsrate bewegen. Dieser Schachzug funktioniert natürlich nur, solange Gewinne erwirtschaftet werden.

Beschäftigt man sich mit der Perspektive, wann wir wieder einmal ein normales Umfeld an den Kapitalmärkten bekommen würden, also einen positiven Realzins (Zinssatz über der Inflationsrate), so darf der Anleger zunächst mit einem zeitlichen Horizont von drei bis vier Jahren planen. Um eine Änderung der Zinspolitik der Zentralbanken weltweit zu bewirken, bräuchte es ein deutliches Wirtschaftswachstum und eine erkennbare Entspannung in der weltweiten Überschuldung der Industrieländer.

Es geht ein Trend und DREISSIGjähriger Zyklus fallender Zinsen zu Ende: Aktien lösen Anleihen ab, siehe Schaubilder oben, die dokumentierte Bewertungsschere wird sich wieder schließen.

Fazit:

  • Aktien sind NOCH billig und sind die neue Form der Liquidität.
  • Die Aktie ist sowohl beim gemeinen Privat- als auch institutionellen Anleger NOCH unterrepräsentiert.
  • Anleihen in schwächeren Marktphasen geben und in Aktien reinvestieren!

Die Indexschlussstände

31.12.201131.12.2012Saldo52 Wochenhoch52 Wochentief
Deutscher Aktienindex DAX®5.898,357.612,39+29,06 %7.682,905.900,18
VDAX28,5914,96-47,67%31,7813,85
TecDax685,06828,11+20,88%846,91684,61
Dow Jones Eurostoxx 502.316,552.635,93+13,79%2.689,472.050,16
Dow Jones Industrial12.217,5613.104,14+7,26%13.661,8712.035,09
Nasdaq Composite2.605,153.019,51+15,91%3.196,932.627,23
Nikkei 2258.455,3510.395,18+22,94%10.433,638.238,96
REXP®425,226442,69+4,11%443,43419,43

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Bernd Schmidt
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